Warum fällt uns das Loslassen so schwer?

Vor ein paar Tagen bin ich durch Zufall auf meiner Instagram-Timeline über ein Zitat gestolpert, welches mich schlagartig tief berührte. Es traf mich in dem Moment wie ein Blitz und ich musste – obwohl ich gerade im hektischen Alltag unterwegs war – kurz die Luft anhalten und den Gedanken nachklingen lassen.

Loslassen

Ich dachte an nichts Bestimmtes und trotzdem bewegte mich dieser Satz tief. Wie viele Dinge gibt es in meinem Leben, die mir eigentlich nicht mehr dienen, die mich nicht mehr glücklich machen, die ich aber trotzdem noch mit mir herumtrage, die ich nicht loslassen kann….aus welchen Gründen auch immer? Ich wurde für einen kurzen Moment nachdenklich, aber bald darauf hatte mich der Alltag wieder. Schließlich war ich gerade schwer beschäftigt. Wenigstens speicherte ich mir aber dieses Bild ab und fuhr in meinem Alltag fort. Natürlich vergaß ich den Spruch kurz darauf wieder….in Sicherheit wiegend, dass ich ihn ja auf meinem iPhone abgespeichert hatte….

Ein paar Tage später besuchte ich mal wieder seit Langem eine meiner liebsten Seiten mit wundervollen Lebenszitaten Live Life Happy und schon wieder machte es “Bäämm”! Das nächste Zitat, das mich tief traf und aus meinem Alltagstrott herauskatapultiert.

Zitat

Wieder dachte ich intensiv darüber nach, ohne an jemand Bestimmtes zu denken. Ich merkte, dass auch dieses Zitat etwas in mir bewegte. Also speicherte es ebenso unter meinen Bildern ab, konnte aber dieses Mal nicht einfach so in meinen Alltag zurückkehren….Daher blätterte ich in meinem Fotoalbum noch einmal zum ersten Spruch. Ich las beide nacheinander und entdeckte die gemeinsame Botschaft:

RESPECT YOURSELF…..

Respektiere dich selbst!….Unweigerlich fragte ich mich: Respektiere ich mich selbst genug??? Und dann war da noch etwas, das aus beiden Zitaten sprach: LOSLASSEN….walk away….cut out of your life! Loslassen als Zeichen von Respekt gegenüber mir selbst! Wow, was für eine schwierige Botschaft! Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr dämmerte ein unangenehmer Gedanke in mir herauf, gegen den sich mein Unterbewusstsein sofort spürbar auflehnte…eigentlich wusste ich in meinem Inneren schon längst, das ich einige Dinge und darunter sogar Menschen loslassen sollte…aber ich spürte auch, dass ich dies bisher nicht wahrhaben wollte…Puh!

Kurzer Hand postete ich den zweiten Spruch auf meiner Facebook-Seite, weil ich nicht so recht damit umgehen konnte, und war überwältigt von euren Reaktionen. Viele, viele Likes, “Danke”-Kommentare, Sharings und sogar eine Email erreichten mich dazu. Ich merkte schnell: DAS Thema ist nicht nur meines. Euch geht es genauso.

Das Loslassen von Dingen in unserem Leben ist so verdammt schwer!

Obwohl wir oft genug schon unbewusst wissen, dass sie uns nicht gut tun, dass sie uns sogar schaden, dass wir mit ihnen nicht mehr glücklich werden…..lassen wir sie nicht gehen. Wir halten aus irgendwelchen Gründen daran fest! Und damit begehen wir einen großen Fehler! Wir belasten uns damit, wir sind unzufrieden, wir beschweren uns permanent darüber, weil sie eben so laufen, wie sie laufen…ja lasst euch das Wort mal auf der Zunge zergehen “Be-schweren”! Wir machen uns das Leben mit diesen unliebsamen Dingen aktiv schwer! Und diese Dinge können so viel sein: von Klamotten, mit denen wir unseren Schrank vollstopfen, obwohl wir sie nicht mehr tragen, über Gedanken, an denen wir festhalten, oder Hobbys, die wir pseudomäßig aufrecht erhalten, um vermeintlich unser Gewissen zu beruhigen bis hin zu Verbindungen mit anderen Menschen, die wir einst für wertvoll gehalten haben, deren Zeit aber längst vergangen ist.

Not everyone, not everything is meant to stay.

Auf Big Island (Hawaii) habe ich schon einmal gespürt, dass ich von einigen Dingen Abstand nehmen muss, dass ich sie loslassen muss. Und dabei habe ich eine leise Ahnung davon bekommen, wie gut mir das tun würde. Obwohl ich fühlte, wie schwer das Loslassen ist, spürte ich auch, dass es sich hinterher besser anfühlen wird. Ich dachte an die Natur, die es nicht anders macht. Sie lässt ebenso los….lässt Blätter herabfallen, lässt Äste absterben, lässt ganze Landschaften von Lava überziehen, damit genau daraus wieder Neues sprießen kann. Warum tun wir uns dann mit dem Loslassen so schwer? Warum folgen wir nicht ihrem Vorbild und vertrauen darauf, dass wieder etwas neues Fruchtbares daraus entstehen wird?

Sicher gehört bei vielen Dingen überhaupt erst einmal die Erkenntnis dazu, das wir sie loslassen müssen….dann kommt auf jeden Fall auch eine gehörige Portion Mut dazu. Doch wenn wir soweit sind, sollten wir auch den letzten Schritt gehen….ganz vorsichtig….aber konsequent….denn in der Tat ist Loslassen eine der wundervollsten und ehrlichsten Formen des Respekts gegenüber uns selbst!


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