Warum ein Praktikum für dich sinnvoll sein kann

Die Ausbildung zum Immobilienmakler besteht größtenteils aus trockener Theorie. Sowohl eine schulische, studentische wie auch eine Fernausbildung. Gleiches gilt für die verschiedensten Weiterbildungs- und Fachfortbildungsangebote der einzelnen Bildungsträger. Sämtliches Wissen wird in Wort und Schrift, zum Mitschreiben und Mitlernen vermittelt. Der praktische Anteil der Immobilienmakler-Tätigkeit bleibt dabei in den meisten Fällen auf der Strecke. Lediglich Fachhochschulen und Universitäten setzen entsprechende Praxis-Praktika für einen erfolgreichen Abschluss voraus. Doch vor allem Schüler einer berufsbildenden Schule oder Fern- und Selbstlernschüler sind auf sich alleine gestellt. Entsprechende Kurse sind zumeist nur mit Unterrichtseinheiten versehen. Umso wichtiger ist es, dass man sich selbst als Lernender um ein entsprechend brancheninternes Praktikum bemüht, das praktische Einheiten einer Immobilienmakler-Ausbildung umfasst. Entsprechende Plätze können in verschiedenen Unternehmen der Wohnungswirtschaft sowie bei privaten Immobilienmaklern vergeben werden.

Vom billigen Praktikanten-Image zur Realität

Praktika´s haben bedauerlicherweise einen weniger guten Ruf weg. Grund hierfür ist die Annahme, Praktikanten würden ausschließlich die unbeliebten Arbeiten, für wenig bis gar kein Geld erledigen. Oftmals ist dies auch tatsächlich der Fall, wobei dies zum einen branchenabhängig und zum anderen natürlich auch führungsabhängig ist. Dennoch haben Praktika´s zahlreiche Vorteile für die spätere Berufsausübung. Praktikanten lernen den Berufsalltag des Immobilienmaklers während des Praktikums deutlich besser kennen, als es in der Schule der Fall ist. Sie erleben selbst den Arbeitsablauf, können sich integrieren und diesem folgen. Einzelne Aufgaben werden detailliert erprobt. Unter erfahrener Anleitung lernen die Lernenden vollkommen neue Aspekte der Tätigkeit kennen. Die bis dahin erlernte Theorie kann in die Praxis umgesetzt werden. Gleichzeitig wird aber auch offensichtlich, dass die praktische Arbeit meist gar nicht so einfacher ist, wie es die Theorie vermittelt. Für die spätere Berufslaufbahn kann ein Praktikum nur förderlich sein, zumal am Ende der Tätigkeit ausführliche Beurteilungen verfasst werden, die auch für anschließende Bewerbungen sehr nützlich sind.

Wenn der Traum vom Immobilienmakler plötzlich platzt

Ein vollendetes Praktikum muss aber nicht zwingend positiv abgeschlossen werden. Hin und wieder müssen auch negative Bilanzen gezogen werden. Dies ist in der Regel dann der Fall, wenn der jeweilige Praktikant erkennen muss, dass die angestrebte Tätigkeit eventuell doch nicht das Richtige ist. Selbstverständlich ist dies kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken, sondern ein Grund dafür, nach vorne zu blicken und rechtzeitig andere Wege zu gehen. Weit schlimmer wäre es, wenn eine solche Erkenntnis nach Abschluss einer Immobilienmakler-Ausbildung eintritt, denn in diesem Fall wären viele Monate verloren, die anderweitig hätten investiert werden können. Ein Praktikum für den Beruf des Immobilienmaklers kann also genau zeigen, ob der Beruf tatsächlich der Richtige ist.

Praktikum vor oder während der Immobilienmakler-Ausbildung

Zum einen empfiehlt es sich natürlich, dass ein Praktikum vor der Ausbildung zum Immobilienmakler absolviert wird. In diesem Fall dient das Praktikum der Berufsorientierung und Berufswahl. Hier steht vor allem die Frage im Fokus: "Ist der Beruf des Immobilienmaklers wirklich meine Zukunft?". Mithilfe eines Praktikums können böse Überraschungen im Voraus vermieden werden. Schließlich wäre es schade, nach der Ausbildung festzustellen, dass es eben doch nicht der Traumberuf ist. Gleichzeitig kann ein abschließendes Zeugnis bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz zum Immobilienmakler dienlich sein. Unternehmen und Unternehmer bevorzugen grundsätzlich Bewerber, die im Voraus Erfahrungen sammeln konnten. Ferner wird natürlich auch auf die jeweiligen Beurteilungen und Bewertungen geachtet. Wird das Praktikum besonders gut absolviert, besteht unter Umständen auch eine Übernahmechance im jeweiligen Betrieb.

Zum anderen ist ein Praktikum während der Ausbildung sehr empfehlenswert. Fachhochschulen und Universitäten verpflichten ihre Studenten zu einem Praktikum. Anderenfalls ist zumeist kein Abschluss möglich. In Berufsfachschulen und Fernschulen sind Praktika´s eher nebensächlich. Hier bieten sich beispielsweise die Ferienzeiten für praktische Aufgaben an. Während der Ausbildung sind Praktika´s aufgrund dessen zu empfehlen, da sie die Möglichkeit bieten, das Gelernte in die Tat umzusetzen und praktische Anleitung durch den Praktikumsleiter zu erhalten. Natürlich werden auch in diesem Fall Beurteilungen vergeben, die für anschließende Bewerbungen sehr sinnvoll und nützlich sind. Ferner besteht auch hier die Chance auf eine Übernahme nach der Ausbildung zum Immobilienmakler.

Finanzielles während eines Praktikums als Immobilienmakler

Schüler interessieren sich selbstredend nicht nur für den Sinn und Zweck von einem Praktikum, sondern auch für die finanziellen Aspekte. Hier ist freilich mit Abstrichen zu rechnen. Zum einen gibt es Praktikumsbetriebe, die keine Vergütung leisten. Dies ist insbesondere bei Schülerpraktika´s der Sekundarstufe der Fall, kann aber auch bei geforderten Praktika´s einer Berufsfachschule (sofern gefordert) der Fall sein. Sofern das Praktikum im Zuge eines Studiums absolviert wird, ist eine entsprechende finanzielle Leistung möglich. Allerdings steht das Gehalt in der Regel in keinerlei Relation zum Arbeitsaufwand. In den meisten Fällen liegen Praktikanten-Gehälter weit unter der 1.000EUR-Grenze, was aber kein Grund zur Abneigung sein sollte. Denn im Endeffekt haben Praktika´s in der Immobilienbranche schlicht und ergreifend den Zweck, den eigenen Lebenslauf für die spätere berufliche Laufbahn aufzuwerten. Bewerber können sich einfach besser verkaufen.

Praktikumsplatz finden

Wer sich nun für ein Praktikum in der Immobilienbranche entscheidet, muss natürlich den richtigen Platz finden. Hier empfiehlt es sich, solche Betriebe auszuwählen, in denen später auch gearbeitet werden soll. Wohnungsbaugenossenschaften unterscheiden sich hier zum Beispiel stark von freiberuflichen oder selbstständigen Immobilienmaklern. In nachfolgenden Bereichen ist ein Praktikum für den Beruf des Immobilienmaklers möglich:

+ Grundstückswirtschaft (beschäftigt sich mit der Erschließung und der Vermarktung von Grundstücken)
+ Wohnungswirtschaft (beschäftigt sich mit dem Bau, der Finanzierung und der Bewirtschaftung von Wohnimmobilien. Gleichzeitig werden Wohnimmobilien vermarktet. Man unterscheidet zwischen dem öffentlich geförderten und dem frei finanzierten Wohnungsbau)
+ Gewerbliche Immobilienwirtschaft (Spezialisierung auf gewerbliche Immobilien - Bau, Finanzierung, Vermarktung und Bewirtschaftung dieser)
+ Betriebliche Immobilienwirtschaft (Fokussierung auf betriebliche Immobilien - Bau, Finanzierung, Vermarktung, Bewirtschaftung, Anmietung, Kauf)

Doch nicht nur die Wahl des Betriebs kann entscheidend sein, auch die Wahl des Funktionsbereichs ist relevant. In einer Bewerbung wirkt es deutlich seriöser, wenn sich Praktikanten für besondere Bereiche interessieren. Infrage kommen nachfolgende Bereiche:

+ Grunderwerb
+ Planung und Genehmigung
+ Erstellung
+ Bewirtschaftung
+ Entsorgung
+ Finanzierung

Schlussendlich geht es natürlich auch darum, ausgeschriebene Stellen zu finden. Initiativbewerbungen sind stets willkommen, wenngleich ein vorheriger Anruf mit Bitte um mögliche Informationen über verfügbare Praktikumsplätze nicht schadet. Zudem kann es nützlich sein, sich in einschlägigen Jobbörsen zu informieren.

Bewerbung um ein Praktikum zum Immobilienmakler

Eine Bewerbung um ein Praktikum muss nicht zwingend so umfangreich sein, wie eine Bewerbung um eine Ausbildung zum Immobilienmakler oder eine Bewerbung um einen Vollzeitjob. Allerdings sollte sie mit einem Lebenslauf versehen sein, aus welchem vorhandene Qualifikationen entnommen werden können. Ferner ist es sinnvoll, die eigenen Ambitionen zu verdeutlichen. Warum möchte jemand ein Praktikum zum Immobilienmakler absolvieren? Ferner ist es für Arbeitgeber interessant zu erfahren, was sich Schüler von einem entsprechenden Praktikum versprechen. In einigen Fällen ist jedoch gar keine schriftliche Bewerbung notwendig oder gefordert. Oftmals genügen ein Anruf und ein persönliches Vorsprechen, wobei dies von Unternehmen zu Unternehmen sehr unterschiedlich ist.


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