Warum denn bloß?

“Ihr Kollege am Wochenende hat das Antibiotika verordnet.”
“Ah, ok. Und warum?”
“Nuja, die Kleine hat ja die Erkältung?”
“Und was hat er damit behandelt?”
“Ähh, die Grippe?”
“Mmh. Und warum ein Antibiotikum?”
“… Schnupfen?”
“Da hilft kein Antibiotikum.”
“… Husten?”
“auch nicht…”
“Jetzt weiß ich!”
“Ja?”
“Sie hätte einen Virusinfekt, hat er gesagt.”
“Ah, ok, das denke ich auch. Und warum dann ein Antibiotikum?”
“Es könnte ja auch bakteriell sein, hat er gesagt.”
“Alles klar.”

Okay, ich habe das Gespräch etwas dramatisiert, aber so lief es in meinem Kopf ab. Himmel, ich hasse die Grippezeit. Dass es immer noch Kollegen gibt, die meinen, Antibiotika seien der Segen aller Erkältungstherapien. “Und wenn es doch nicht viral ist, könnte es am Ende ja noch bakteriell *werden*!” Die Eltern können nichts dafür. Ich weiß, den Vater habe ich etwas auflaufen lassen, aber wie gesagt, das meiste davon kam in meinem Kopf vor.
Ungelogen: In der Influenza-Saison sitzen hier Eltern, die kränker sind als ihre vorgestellten Kinder, und sie haben *alle* *sogar* ein Antibiotik … -sic- …*a*.



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An dieser Inszenierung ist nichts, aber auch schon gar nichts alt