Vormerken: 10. Mai, Amden!

Vormerken: 10. Mai, Amden!

Franz Hohler kommt auch.
(Bild: Franz Röst/Wikicommons)

Mein Eintrag kommt ein bisschen früh, denn der Anlass ist ja erst im Mai. Aber hey, was haben wir vielbeschäftigen Modernen in der Regel eine volle Agenda. Daher schon jetzt der Hinweis auf die "Literarische Bergfahrt" in Amden am 10. Mai, die Alpinismus mit Schriftstellerei und Kultur allgemein zusammenbringt. Höhepunkt dieses Jahr dürfte die Premiere von Franz Hohlers neuem Buch "Immer höher" sein. Interessant auch der Tessiner Mario Casella und sein Buch "Nero-bianco-nero" darüber, wie er mit Ski den Kaukasus zwischen Kaspischem und Schwarzem Meer querte.
Und hier noch ein Artikelchen vom Landei Widmer, das gestern im Tagi und Berner Bund kam; es geht um Städter, die meinen, sie hätten die Intelligenz für sich gepachtet:
Replik
Die Intelligenz wohnt in der Stadt? Ja. Aber nicht nur dort.
Die Klugheit der Dörfler
Das Dorf hat derzeit keine nette Presse, wohingegen die Stadt verklärt wird. Weil die SVP-Initiative zur Einwanderung massgeblich dank dem Land obsiegte, setzte es in den letzten Tagen abfällige Bemerkungen aus den Zentren. Ein TA-Autor sprach vom «Hinterland». Als bessere Hälfte der Schweiz propagierte er die Städte, sie seien «Brutstätten des Ehrgeizes». Dumpfheit gegen Fortschritt also.
Ebenfalls in dieser Zeitung wurde die Stadt als Ort gefeiert, wo das Nebeneinander aller möglichen Gruppen soziale Offenheit bewirke. Das Gegenteil ist ebenso stichhaltig behauptbar: Eine Stadt besteht aus Stämmen der Intoleranz. Nehmen wir Zürich. Der Zöifter verabscheut den Punker. Der Züribergler schaut auf den Proleten aus Altstetten herab. Der Seefeld-Werber ist zu selbstbezogen, um andere Gruppen überhaupt wahr- und ernst zu nehmen. Und alle haben sie ihre Treffpunkte, um mit ihresgleichen allein zu sein. Die Stadt ist ohnehin so gross, dass der Banker, der Büezer, der Kulturfreak sich meiden können. Urbanität kann auch Ghettoisierung heissen. Abschottung.
Auf Facebook wurden die Dorfbewohner nach der Abstimmung als Landeier, Hinterwäldler, Deppen tituliert. Dabei spricht vieles für das Dorf. Dessen Quintessenz ist Sorgfalt. Kluge Langsamkeit. Der Dörfler weiss, dass er sein Leben mit ein paar Hundert anderen Leuten verbringt. Das erzwingt Nachhaltigkeit des Umgangs. Darum wägt der Dörfler seine Worte ab - nicht weil er blöd ist. Ruhe ist der Intelligenz übrigens recht zuträglich. Max Frisch zog nicht von ungefähr ins Tessiner Nest Berzona.
Natürlich darf man kritisieren, dass die Menschen abseits der Ballungszentren dem SVP-Begehren zustimmten. Gut wäre, bei deren Motiven anzufangen, statt sie als politische Reflexwesen zu verleumden. Als Bürger ohne entwickelte Rationalität. Fürchteten die Landleute, Stadtwahnsinn, Kriminalität, ungebremstes Wachstum, Gedränge würden auch sie heimsuchen? Möglich. Städte zelebrieren sich gerne als Labors. Aber bekanntlich läuft im Labor des Öfteren etwas schief. Eines wissen die Dörfler genau: Mancher Städter wird früher oder später zu ihnen wechseln. Sobald es ihm in der Stadt wirklich zu viel wird.

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