Von der Nacht verzaubert - Amy Plum


Von der Nacht verzaubert - Amy PlumAutor: Amy Plum
Titel: Von der Nacht verzaubert
Englischer Originaltitel: Die for me
Erscheinungsjahr: 2012
Verlag: Loewe
Seitenzahl: 394
Reihe: 1/3
Erster Satz: Als ich die Statue am Brunnen das ersten Mal gesehen hatte, wusste ich nicht, wer - oder besser was - Vincent war.
Inhalt:
Nach dem Unfalltod ihrer Eltern zieht Kate Merciers mit ihrer Schwester Georgia zu ihren Großeltern nach Paris. Geprägt von der Trauer der schweren Zeit sind Kates einziger Halt ihre Bücher, in dessen Welt sie sich immer mehr flüchtet. Doch dann trifft sie eines Tages auf Vincent, der so attraktiv ist, dass sie kaum ihren Blick von ihm abwenden kann. Sie verliebt sich in den schönen Unbekannten und ist glücklich, als dieser ihr Interesse erwidert. Doch schnell begreift sie, dass mit Vincent etwas nicht stimmt: Er ist ein Revenant, jemand der immer und immer wieder sein Leben für das anderer Menschen opfert und er ist unsterblich.
Wäre das noch nicht genug, versucht eine verfeindete Gruppe Revenants ihn und seine Freunde zu töten. Kate begreift schnell, dass diese Liebe unter keinem guten Stern steht.
Meine Meinung: 
Ich hätte wohl keine Erwartungen an das Buch stellen sollen - Dann hätte es mir vielleicht auch gut gefallen. So bin ich nun doch etwas enttäuscht.
Paris als Schauplatz - Da war ich sofort hin und weg. Wer schon einmal in Paris war, der weiß: Paris verspricht Romantik, französische Gelassenheit inmitten von Großstadthektik, Verträumtheit, eine einzigartige Atmosphäre - die Stadt der Liebe eben. All das erschien mir ziemlich perfekt für einen Fantay-Liebesroman. An einigen Stellen ist es der Autorin auch gelungen dieses besondere Gefühl, das diese Stadt vermittelt, widerzugeben, doch im größten Teil des Buches geht es irgendwie unter. Das fand ich ziemlich schade. Mehr Beschreibungen hätten der Geschichte wirklich gut getan und hätten bestimmt auch dazu verholfen, dass mich das Buch hätte fesseln können. Irgendwie ist es mir nur ziemlich platt und oberflächlich in Erinnerung geblieben.
Auch die Idee der Revenants klang neu und vielversprechend (Endlich einmal keine Vampire und Werwölfe). Stattdessen Wesen die nach ihrem Tod, bei dem sie sich für einen anderen Menschen geopfert haben, wieder auferstehen und von nun  an dazu verdammt sind immer und immer wieder für andere Menschen zu sterben und so Leben zu retten. Diese neuartigen Wesen hat die Autorin ziemlich gut durchdacht. So altern sie ganz normal, bis sie erneut "sterben" und erwachen wieder im Alter ihres allerersten Todes. Außerdem müssen sie nicht jede Nacht schlafen, dafür alle paar Wochen mehrere Tage am Stück. In dieser Zeit können sie "volant", das heißt als körperlose Stimmte, mit anderen Revenants in Kontakt treten.
Trotz dieser neuartigen Wesen enthält das Buch unglaublich viele Parallelen zu Twilight, was man schon an den Charakteren der beiden Protagonisten erkennen kann.
Kate ist "Bella" wie sie im Buche steht. Sie sieht sich selbst als das unscheinbare, hässliche Entlein, dass von dem wunderschönen, perfekten, attraktiven Schwan (Vincent) auserwählt wurde. Dabei betont sie ständig, dass sie ja überhaupt nicht gut aussieht, mit ihren mandelförmigen Augen (Hallo, welches Mädchen beschwert sich schon über wunderschöne Mandelaugen?!?!) und wie toll Vincent doch im Vergleich ist. Lediglich in den ruhigeren Momenten, wenn sie sich in ihre Bücher vertieft hat und so die Oberflächlichkeit des Charakters ein wenig ablegte, war sie mir sympathisch.
Auch Vincent lässt sich mit Edward vergleichen. Er ist unnahbar, sieht super gut aus, ist charmant, geheimnisvoll und gehört natürlich zu den Guten. Eigentlich ein Junge zum Verlieben, aber auch bei ihm bin ich das ganze Buch über mit dem Charakter nicht warm geworden. Er war mir zwar keineswegs unsympathisch, aber er ist mir nicht ans Herz gewachsen, sodass ich wohl auch keine Träne vergossen hätte, wenn ihm etwas Schlimmes zustößt.
Positiv erwähnen möchte ich aber die Nebenfiguren. Jules, ebenfalls ein Revenant, hat mich mit seiner direkten, frechen Art oftmals zum Schmunzeln gebracht. Er hält nicht hinterm Berg, dass er um sein gutes Aussehen weiß, und lässt keine Gelegenheit aus um Kate anzuflirten. Allerdings tut er dies auf so eine charmante Art, dass man ihn einfach gern haben muss.
Außerdem mochte ich Kates Schwester Georgia sehr gerne. Einerseits fürsorglich, andererseits frech und direkt. Partyqueen und gleichzeitig zartbesaitet. Ich konnte mich mit ihr oft besser identifizieren als mit Kate.
Fazit:
Obwohl die Handlung an einigen Stellen ganz spannend und interessant ist, fehlt mir bei "Von der Nacht verzaubert" einfach das gewisse etwas. Beim Lesen sind bei mir einfach überhaupt keine Gefühle und Emotionen angekommen, weshalb ich mich zeitweise fast schon durch das Buch quälen musste. Aus dieser Grundidee hätte man viel mehr machen können. Wenn mir der zweite Band irgendwann in die Hände fallen sollte, werde ich ihn wohl lesen, es ist aber bestimmt kein Muss.
Lediglich einige Nebenfiguren und Teile der Handlung und Idee konnten mich überzeugen, schlussendlich doch drei Herzen zu vergeben.
♥♥♥♥♥ 

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