Von der Katastrophe zum Alltag: Wir Menschen sind so.

Fällt Ihnen auch auf, dass man sich an alles gewöhnt, wenn es nur lange genug dauert? Auch an Katastrophen, an Elend, an Tote, Angst und Perspektivlosigkeit. Wie lange ist es her, dass Erdbeben und Tsunami große Teile Japans in Schutt und Asche gelegt haben, in  Fukushima das erste Dach wegflog? Erst saß man atemlos vor dem Fernseher, stundenlang. Rannte auf die Straßen, demonstrierte, wählte das erste Mal im Leben die Grünen. Dann wandte man sich frustriert wieder dem eigenen Alltag zu. Hin und wieder eine Nachricht aufschnappend wurde klar, dass der GAU längst stattgefunden und er sich sukzessive in unser ganz normales Leben eingebunden hatte. Man stand (steht!) morgens auf und fragt wie nach den Wetteraussichten: „Und? Wie sieht´s aus mit der Radioaktivität? Wie hoch ist die Temperatur? Was probieren sie heute aus?“ Informationshunger. Schließlich ist das, was passiert, zumindest für die Jüngeren, die Nach-Tschernobyl-Generation ein einmaliges Erlebnis, eine Sensation wie 9/11. Und dabei wird uns nicht einmal wirklich klar, dass viele Menschen gestorben sind und noch viele sterben werden, dass Ungezählte verletzt und vermisst noch irgendwo sind, wo sie möglicherweise niemals gefunden werden. Und wir ärgern uns wieder über den Bahnstreik. Und man kann es uns nicht einmal verübeln. Wir Menschen sind so.


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