Vom Kaffee-Banausen zum Barista in fünf Minuten – und ein Rezept für leckere Mandel-Kardamom-Biscotti

Ouver Coffeestation mit Mandel-Kardamom-Biscotti

Ja, ich gebe es zu: Ich bin ein Kaffee-Banause. Zum Frühstück mag ich am liebsten Tee. Zwar trinke ich tagsüber im Büro oder auch am Wochenende zu Hause durchaus den einen oder anderen Milchkaffee und Latte Macchiato, aber Kaffee pur zu trinken käme mir nie in den Sinn, dafür finde ich ihn einfach zu bitter. Selbst auf den Espresso zum Abschluss eines leckeren Menüs kommt bei mir in der Regel noch eine Haube aus Milchschaum. Und natürlich darf der Zucker nicht fehlen!

Dementsprechend war die Kaffeekoch-Ausstattung bei mir zuhause bis jetzt eher spartanisch: ein kleiner Espressokocher für den Herd – das wars!

Die Leidtragenden waren meine Übernachtungsgäste: Wer morgens bei mir frühstückt, musste bislang entweder direkt mir Espresso in den Tag starten – nicht jedermanns Sache – oder auf Tee umsteigen. Das tat mir zwar leid, aber dennoch habe ich es bisher nicht eingesehen, für die paar Kaffee, die bei mir getrunken werden, eine große Kaffeemaschine anzuschaffen – oder gar noch einen wahnsinnig teuren Super-Duper-Kaffee-Vollautomat. Mal ganz abgesehen vom Platz, den so ein Ding auf der Küchentheke einnimmt!

Die Lösung meines Problems flatterte mir neulich per E-Mail ins Haus – in Form einer Anfrage des Düsseldorfer Jungunternehmers Birger Schneider. Der passionierte Kaffeetrinker und Architekturstudent, der neben seinem Studium als Barista jobbt, stand früher in seiner Studentenküche vor einem ähnlichen Problem: Wie kann man ohne Riesengerätschaften Kaffee professionell und doch einfach – und natürlich schick – zubereiten? Bei seiner Internetrecherche stieß er auf viele unpraktische und unschöne Pour-Over-Stationen. Das, so dachte er sich, muss doch besser gehen! Kurzerhand entwarf der gelernte Tischler seine eigene Pour-Over-Station und fertigte die ersten Prototypen sogar selbst an. Inzwischen vertreibt er sie in mehreren Varianten auf seiner Website. Ob ich Lust hätte, seine Ouver Coffeestation zu testen, wollte Birger von mir wissen. Sehr gerne – versprach sie doch die Lösung meines eigenen Kaffeemaschinen-Problems zu sein!

Kaffee machen mit der Pour-over-Station von OuverHöhenverstellbare Pour-Over-Coffeestation von Ouver

Die Ouver Coffeestation besteht aus einer Holzplatte, in die ein Metallstab geschraubt wird. Dank mitgeliefertem Imbusschlüssel geht das supefix! An dem Stab befindet sich eine Halterung, in die der Handfilter einfach eingehängt wird. Die Halterung ist per Schraube höhenverstellbar. Das heißt: Je nachdem, ob man nur eine Tasse Kaffee zubereiten möchte oder gleich eine ganze Kanne, kann man den Filter höher oder tiefer stellen. Das vermeidet hässliche Kaffeespritzer am Tassenrand!

Der Vorteil der Pour-Over-Brühmethode ist, wie ich Kaffeebanause inzwischen herausgefunden habe, dass man die volle Kontrolle über den Brühvorgang hat. Man ist also in der Lage, den nach seiner Vorstellung perfekten Kaffee zu brühen. Die Zubereitung dauert etwa 5 Minuten und gleicht einer kleinen Zeremonie:

Den Papierfilter in den Trichter setzen und etwas heißes Wasser durch den Filter spülen, um den Eigengeschmack des Papiers loszuwerden und die Tasse vorzuwärmen. Das Wasser dann wieder ausgießen. Das Kaffeemehl aus frisch gemahlenen Kaffeebohnen (daran arbeite ich noch) in den Filter füllen und durch leichtes Klopfen ebnen. In die Mitte das Kaffeemehl etwas zur Seite schieben, so dass eine etwa 1 cm große Mulde entsteht. Nun das Kaffeemehl mit etwas heißem Wasser anfeuchten und etwa 30-35 Sekunden aufbrühen oder „bloomen“ lassen. (Na? Klinge ich nicht schon wie eine Barista?) Dann das restliche Wasser in langsamen, kreisenden Bewegungen in den Filter gießen und den Kaffee vollständig durchlaufen lassen.

Manxdel-Kardamom-Biscotti mit Pour-Over-Coffee

Auch wenn ich den Kaffee diesmal noch nicht handgemahlen habe, fand ich das Ergebnis geschmacklich überzeugend – auch wenn ich ihn immer noch am liebsten mit ein bisschen Milchschaum und leicht gesüßt trinke. Aber vielleicht kann ich mir das, jetzt wo ich endlich vernünftigen Kaffee kochen kann, demnächst noch angewöhnen. Und ich habe auch schon ein Auge auf die kleine Kaffeemühle geworfen, die ich im Ouver-Shop entdeckt habe…

Neben der – wie ich finde – optisch sehr ansprechenden Coffee Station, gibt es von Ouver noch einen so genannten Coffee Stand, den ich in seiner Schlichtheit sogar noch etwas eleganter finde: Eine einfache Kupferstange, die so geformt ist, dass man eine Tasse darunter stellen und den Filter oben einhängen kann. Die hat aber natürlich den Nachteil, dass sie nicht höhenverstellbar ist. Trotzdem möchte ich euch dieses schöne Stück nicht vorenthalten:

Ouver Coffee Stand - der Handfilter hängt in einer Metallschlaufe aus KupferDie Kaffee-Station gibt es in mehreren Holzarten (ich habe mich für Walnuss entschieden), bei dem Stand könnt ihr zwischen Kupfer und Edelstahl wählen.

Die OUVER Coffee Produkte werden von Birger und seinem Vater, der Schlosser ist, in Düsseldorf handgefertigt. Dabei versuchen sie größtenteils Recycling-Materialien wie Metallreste ausgewählter Firmen und Holzreste von Holzwerken, Sägereien und Tischlern zu verwenden. Eine tolle Sache, wie ich finde! Und meine Gäste dürfen sich nun endlich auf vernünftigen Kaffee freuen…

Zu einem liebevoll zubereiteten Kaffee gehört natürlich auch eine kleine, süße Knabberei. Ich bin ja ein großer Fan von Kardamom und habe daher als Kaffeegebäck Mandel-Biscotti mit diesem leckeren Gewürz gebacken. Etwas weiße Schokolade ist als Geheimzutat auch noch mit drin. Wollt ihr wissen, wie’s geht? Hier kommt das Rezept:

Mandel-Kardamom-Biscotti als Gebäck zum KaffeeRezept für Mandel-Kardamom-Biscotti

Mandel-Kardamom-Biscotti

Zutaten für 25-30 Stück:

50 g Butter
100 g Zucker
1,5 TL gemahlener Kardamom
Mark von 1 Vanilleschote
1 Ei
175 g Mehl
1/2 TL Backpulver
65 g ganze Mandeln
100 g weiße Schokolade

  1. Den Ofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen.
  2. Butter, Zucker und gemahlenen Kardamom in einer Schüssel mit dem Elektromixer verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
  3. Mehl und Backpulver hinzufügen und alles mit einem Holzlöffel zu einer festen Masse verrühren.
  4. Die weiße Schokolade in Stücke schneiden und zusammen mit den ganzen Mandeln unter den Teig arbeiten.
  5. Aus dem Teig 3 dünne, stangenförmige Laibe formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. In den Ofen schieben und die Laibe 25 Minuten backen lassen.
  6. Aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen. Dann die Laibe in ca. 1/2 cm dicke, diagonale Scheiben schneiden und diese nebeneinander zurück auf das Backblech legen. Bei 140°C weitere 15 – 20 Minuten backen, bis die Scheiben knusprig sind.
  7. Auf dem Backblech auskühlen lassen. Erst dann servieren oder zur Aufbewahrung in eine Vorratsdose legen.

So, das ist diesmal ein ganz schön langer Blogpost geworden – jetzt habe ich mir ein Päuschen verdient! Ich glaube, ich werde mit einen Kaffee machen und noch einmal von den Biscotti naschen…

Alles Liebe aus der schönsten Stadt am Rhein
Maren


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