Vom “Ist-” und “Sollzustand” oder meiner guten Tat für den Montag

Als ich heute morgen, nach einer Nacht ausgebliebenen Schlafes, völlig übermüdet, aber auf eine merkwürdige Art und Weise voller Antrieb, von meinen ersten Erledigungen wieder auf dem Heimweg war bin ich in eine Situation geraten, die in mir ein (wahrscheinlich völlig unberechtigt) gesellschaftliches Verantwortungsgefühl hervorgerufen hat. 

Angestoßen durch meine morgendliche Zeitungslektüre und eine sehr anregende Kneipendiskussion der vergangenen Nacht, dachte ich über den “Ist-” und “Sollzustand” in unserer Gesellschaft nach. Sehr unbefriedigenden Gefühles angesichts der Tatsache, dass ich schon wieder eine Zigarette zwischen meinen Fingern hielt, hielten zwei junge Teilhaber unserer Gesellschaft auf mich zu. Das diese weiblichen Geschlechts waren spielt zwar für die Handlung keine bedeutende Rolle, sei aber hiermit erwähnt. Sie fragten mich, mehr oder minder höflich, nach einer Zigarette. Mir kamen die Damen doch etwas zu jung vor, als dass ich mich dazu berechtigt fühlte ihnen jeweils eine auszuhändigen. Dazu sei gesagt, dass ich unter anderen Umständen stets gewillt bin zu teilen. Jedenfalls fragte ich die beiden nach ihrem Alter und die Antwort überraschte mich wenig. Sie sagten, sie wären 16 und 17 Jahre alt, woraufhin ich sie darüber aufklärte, dass das Rauchen in der Öffentlichkeit erst ab 18 Jahren legal ist. Ich entschuldigte mich höflich, dass ich ihnen leider keine Zigaretten aushändigen dürfe und ging, mit einem Lächeln auf den Lippen weiter.

Ich war ein klein wenig überrascht über mein Verantwortungsgefühl gegenüber diesen beiden jungen Menschen. Ob dies nun spießig, natürliche Nächstenliebe oder gar die ersten Früchte meines sozialarbeiterischen Studiums waren, sei dahingestellt. Gerne hätte ich den Beiden im Nachhinein noch geraten, gar nicht erst mit dem Rauchen anzufangen. Ich selber habe mich ja, während der letzten Wochen sehr intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und auch versucht selber aufzuhören, was mir in meinem ersten Anlauf leider nicht gelang. Jedoch merke ich immer wieder, dass es eines zweiten Versuches bedarf, auch wenn ich mir darüber bewusst bin, dass der Zeitpunkt dafür noch nicht gekommen ist.

Die Geschichte ist ja nun an und für sich am Ende, allerdings hatte ich die Situation noch vor meinem inneren Auge, als mein Blick auf eines der großflächigen Marlboroplakate mit der Aufschrift “Don’t be a maybe” fiel. Zu sehen war ein Pärchen in eine Decke gehüllt, der Herr zärtlich seine Arme um seine Herzallerliebste gelegt. Ein schöner Anblick, der positive Emotionen in meinem Inneren weckte. Bis mein Blick auf die Zigarette (höchstwahrscheinlich eine der genannten Marke) fiel, die er zwischen seinen Fingern hielt. Meine Emotionen kehrten sich ins Gegenteil. Ich bekenne mich dazu die gesamte Werbekampagne abstoßend zu finden. Anscheinend bin ich mit dieser Ansicht nicht alleine, denn während meiner Internetrecherche nach besagtem Plakat, bin ich anstelle dessen auf einen anderen interessanten Beitrag gestoßen, der eben besagte Kampagne zum Inhalt hat. Für Interessierte ist hiermit eine Anregung zum weiter lesen gegeben, so dass ich mir jetzt guten Gewissens einen warmen Kakao machen und den Versuch des Einschlafens wiederaufnehmen kann. (Natürlich nicht, ohne vorher noch eine zu rauchen!)


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