Vergangenheit und Zukunft

Vor einem Jahr und zwei Tagen schrieb ich einen Artikel, in dem ich das Wesen der Internet- und Blogwelt aufs Korn nahm. Es ist erstaunlich, wie zeitstabil dieser Artikel ist. Bis auf einen einzigen Satz stimmt er noch heute. Und der nicht mehr stimmige Satz bezog sich auf die bevorstehende Bundestagswahl. Wer weiß, vielleicht wäre es hellseherisch zu sagen, dass der alte Artikel noch heute zu 100% stimmt. Im Anbetracht des regierenden Kindergartens eine nicht ganz abwegige Vision.

Auch an anderer Stelle lohnt die Schau in die Vergangenheit. Antiferengi hat eine Rückblick auf Werbung unternommen. Manchmal wirkt es gruselig, die damaligen Botschaften mit heutigem Wissen zu betrachten. Gleichzeitig wird in diesem Zusammenhang bewusst, wie sehr sich die Werbemechanismen geändert haben. Werbung gilt heute als unfein, obwohl wir sie permanent konsumieren und zulassen, dass sie zur gesellschaftlichen Richtschnur wird. Wo sind die Pril-Blumen geblieben? Die waren wenigstens nachhaltig und epochal sinnstiftend. Einmal geklebt und nie wieder entfernt. Das nenne ich Botschaft mit Langzeitwirkung!

Nach derart intensiver Rückschau wäre auch ein Blick in die Zukunft angebracht. Leider versagt die Glaskugel. Im Internet wird … bis auf wenige Ausnahmen … das heutige Geschehen betrachtet und reflektiert. Aber dafür brauchen wir kein Medium. Man muss nur die Augen aufmachen und genau hinschauen. Dies scheint jedoch immer schwerer zu fallen. Wie sonst ist zu erklären, dass allerorten das Heute ständig und mehrmals, aber selten kritisch, durchgekaut wird. Einzig Ausblicke auf technische Neuerungen, die in Kürze zu erwarten sind, eröffnen ein wenig Zukunft. Somit wird der Schluss zulässig, dass unser Zukunft rein technisch stattfindet. Immerhin, mangels anderer Themen, ist das auch eine visionäre Offenbarung. Wahrscheinlich kann in naher Zukunft die Technik auch eine perfekte Notdurfterledigung übernehmen. Bitte keine Missverständnisse, ich bin kein Technikfeind, aber mit einer Vielzahl täglicher Handlungen auch ohne technische Unterstützung sehr zufrieden.

Und doch rückt ein kleines Streiflicht Zukunft ins Blickfeld. Von manchen Lesern belächelt, habe ich zur Revolution der Fotokunst aufgerufen. Für die Einen eine reine Spaßaktion, für die Anderen ein ernsthafter Hingucker. Woran ich das bemerke? Ganz einfach: Ein Magazin, dass sich ausschließlich mit Photoshop-Themen befasst, hat mich eingeladen einen Gastartikel zu schreiben. Ich soll den Lesern nahe bringen, mit welchen digitalen Tricks ich meine, genau diese, Bilder mache. It’s not a trick, it’s a Polaroid … oder so. Den Artikel könnt Ihr habe, hier ist er >>> Aber digitales Arbeiten mit allen Tricks? Klar, ohne geht es nicht mehr! Hier die erklärende Kurzversion: Scanner an, Klappe auf, Bild einlegen, Klappe zu, Scannvorgang starten, fertig. Echt schwer. Ein total aufregender und umwerfend neuer Trick.


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