Vegan for fit - Die Challenge // Ein Fazit

Die Challenge ist nun offiziell beendet. Wir haben 30 Tage lang ohne Ausnahmen und Ausrutscher durchgehalten und es war leichter durchzuhalten als ich es für möglich gehalten habe.

30 Tage in denen man auf so manches verzichtet hat und es doch nicht vermisst hat und in denen man von Tag zu Tag mehr sehen konnte, wie positiv der Körper auf die andere Form der Ernährung reagiert.


Vegan for fit - Die Challenge // Ein FazitWenn man sich so umschaut, dann scheint vegane Ernährung immer mehr zu einer Mode-Erscheinung zu werden. Ich möchte das nicht werten, es ist nur etwas, das mir im Lauf der 30 Tage aufgefallen ist.
Wie habe ich die Challenge erlebt?
Ich hatte wirklich große Bedenken was das Durchhalten angeht und den Zeitaufwand. 
Doch von Anfang an erwies sich die Challenge in Hinsicht auf das Durchhalten als unproblematisch. Weder habe ich Süßigkeiten vermisst, noch habe ich Fleisch vermisst. Einzig Sushi hat mir in einer Woche mal etwas gefehlt, aber nicht so, dass ich das Bedürfnis hatte aufzugeben.

Insgesamt ist die Challenge für mich ein positives Erlebnis gewesen. Gerade bei der Arbeit war es oft Thema, denn ich habe mein Essen ja zuhause vorbereitet und mitgenommen. Die Reaktionen waren gemischt. Von negativ über verhalten bis hin zu begeistert. Ich habe auch nicht von mir aus davon berichtet und nur dann, wenn ich gefragt wurde...aber egal ob die Reaktion zunächst negativ war oder nicht, als ich von den positiven Erfahrungen erzählt habe, waren plötzlich doch alle sehr angetan.

Interessante Erfahrung: 30 Tage in denen man sich oft rechtfertigen musste, frei nach dem Motto "Wir wollen das ja nur für 30 Tage machen.", was dann meist mit einem "Dann ist ja gut!" quittiert wurde. Je länger die Challenge dauerte, desto weniger habe ich mich da auch gerechtfertigt, denn es geht einfach keinen etwas an wie ich mich ernähre....meine Entscheidung und wenn sie jemandem nicht passt ist das nicht mein Problem.

Aber ich kann sagen, dass ich einfach stolz bein 30 Tage "durchgehalten" zu haben und, dass ich es gigantisch finde, wie gut ich mich dabei gefühlt habe!

Zum Thema Zeitaufwand
Noch nie habe ich mich so intensiv mit Essen beschäftigt. Ich habe schon immer gern gekocht und auch gebacken, aber nie habe ich mich vorab schon so genau damit befasst.
Die Planung und das Einkaufen waren für mich wirklich zeitaufwendig. Das hat mich pro Woche ingesamt etwa 2 bis 2 1/2 Stunden gekostet und das finde ich auf den ersten Blick viel.
Das Kochen selber dauert gar nicht so lange. Manche Gerichte dauern nur 10 Minuten, anderen 20 Minuten, aber ganz ehrlich...so lange steht man doch auch sonst in der Küche. Der Anfang war etwas holprig, mit der Zeit hat man seinen Rhythmus gefunden und ich persönlich finde, dass es für eine wirklich gute Ernährung auch etwas zeitaufwendiger sein darf.
Mein Zeitaufwand vor der Challenge war auch deswegen so gering, weil ich mir keine Gedanken gemacht habe was ich kochen werde und mir zur Arbeit halt einfach Brot und Belag mitgenommen habe...gut war weder das eine, noch das andere für mich.

Ich behaupte, dass ich, auch wenn ich nicht vegan esse, aber wert auf eine ausgewogene und gute Ernährung lege, der Einkauf und die Planung für die Woche auch nicht in 30 Minuten abgehakt ist, so wie das bei mir früher der Fall war.


Also ja...der zeitliche Aufwand ist größer, ist aber meiner Meinung nach auch gerechtfertigt.
Der finanzielle Aspekt
Mein erster Einkauf war schockierend. Ich habe gut das doppelte von dem bezahlt was ich sonst ausgebe. Das lag zum einen daran, dass ich keines der Grundnahrungsmittel, die für die vegane Ernährung wichtig sind, zuhause hatte und daran, dass ich alles im Bioladen gekauft habe.

Das war für mich ein Moment in dem ich alles wieder abblasen wollte. Aber wir haben uns gemeinsam hingesetzt und alles durchgesprochen. Unsere Entscheidung war dann die, dass wir alle Produkte, die es nicht normal im Supermarkt zu kaufen gibt, im Bioladen kaufen. Alles andere allerdings wird im Supermarkt gekauft. 

Das ist nicht das was Herr Hildmann in seinem Buch fordert, aber unser Gehalt ist begrenzt und wir haben monatliche Verpflichtungen und können es uns nicht leisten jede Woche das Doppelte von dem auszugeben was wir bei der "normalen" Ernährung ausgeben.

Nach dieser Entscheidung war das Essen auch aus finanzieller Sicht absolut im Rahmen. Ich habe das jetzt über die 30 Tage beobachtet und wenn ich die Summe, die ich am Anfang zu viel ausgegeben habe auch noch mit einberechne, dann haben wir wöchentlich ca. 20€ mehr ausgegeben und das ist im Rahmen.

Wer sich wegen des finanziellen Aspekts Sorgen macht und gleich von Anfang an so einkauft wie wir ab der zweiten Woche, der wird nur einen ganz minimalen finanziellen Unterschied merken.


Und wie geht es jetzt weiter?
Wir essen noch (überwiegend) vegan....weil es schmeckt und uns gut tut, richtig gut!
Aber wir werden keine dauerhaft aussschliesslich vegane Ernährung betreiben. Wir essen überwiegend vegan, essen aber auch das worauf wir Lust haben, wenn uns danach ist. 
Der wichtigste Punkt ist...ich möchte unsere Ernährung möglichst frei von weissem Mehl, weissem Zucker und Zusatzstoffen, die nicht wirklich nötig sind, gestalten und das dauerhaft. Nicht einfach aber für unsere Gesundheit von großem Nutzen.


Vegan for fit - Die Challenge // Ein Fazit
Die ersten Schritte nach der Challenge
Das ist ein ganz spezielles Gebiet. Ich hatte nach dem Ende der Challenge unglaublich Lust auf gefüllte Weinblätter und Surimi. In meiner Begeisterung habe ich herzhaft in das gefüllte Weinblatt gebissen und sofort festgestellt "Boah ist das EKELHAFT!"...früher habe ich sie heiss und innig geliebt, aber in 30 Tagen Ernährung ohne Zusatzstoffe und Co haben sich meine Geschmacksnerven eindeutig verändert. 
Surimi...oh wie habe ich es geliebt...beim ersten Bissen kam der angewiderte Blick und ein "Ihgitt schmeckt das fischig!".
Es ist durchaus so, dass ich mir bei manchem Lebensmittel nicht mehr vorstellen kann es zu essen. Was früher lecker war schmeckt jetzt nur noch künstlich und gar nicht mehr gut...ich bin noch nicht sicher in welche Richtung sich das entwickelt.

Nach meinen beiden "Fehltritten" habe ich (wir!) nichts mehr angerührt was nicht vegan und komplett selbstgemacht ist.

Mein Fazit
Es war eine wirklich gute Erfahrung, die auch Skeptikern empfehlen kann. Ich sehe diese Challenge nicht als Einstieg in ein veganes Leben, denn ich fühle mich nicht als "Veganer" und vertrete auch keine "veganen Ansichten", ich sehe es eher als Einstieg in eine bewusste und gesunde Ernährung.
Mir hat bisher immer der wirkliche Einstieg in eine Ernährungsumstellung gefehlt. Ich habe mich von den falschen Dingen ernährt und mir auch nicht sehr viele Gedanken darum gemacht....ich liebe Essen. Ich geniesse gern. Ich koche gern. Ich backe gern. Aber jetzt habe ich den Einstieg gefunden um dies bewusster und mit anderen Zutaten zu tun, die mir und meinem Körper etwas Gutes tun. Logisch werde ich auch mal zu den ungesunden Sachen greifen, einfach weil ich darauf Lust habe...aber für den größten Teil möchte ich ab jetzt auf hochwertige und natürliche Zutaten setzen, denn ich habe in 30 Tagen schnell gelernt, dass natürlich absolut schmackhaft und lecker ist.
Für mich war der Grund warum ich die Challenge machen wollte, ein Einstieg in eine bewusstere Ernährung, die auf die ganzen unnötigen Zussatzstoffe verzichtet und uns gut tun. Das ist rundum gelungen.
Was mir jedoch im Verlauf immer bewusster wurde...die vegane Ernährung an sich ist schon gesund, aber die Vegan for Fit Challenge ist auch auf Gewichtsabnahme angelegt...als ich mir andere vegane Kochbücher angesehen habe und mich mal etwas näher damit befasst habe, ist mir aufgefallen, dass gerade auch beim Backen viel weisses Mehl und weisser Zucker verwendet wird...genau die Dinge, die ich auch in Zukunft nicht mehr in meiner Ernährung haben möchte. So habe ich für mich ganz klar erkannt, dass vegane Ernärhung nicht mit gesunder Ernährung gleichzusetzen ist.
Für mich bedeutet das ganz klar, dass ich meine erwünschte Ernährungsform auf unsere Bedürfnisse zuschneiden muss und mich in keine Schublade stecken lassen werden.

Ab jetzt werde ich mich auch mal wieder öfter ans Backen machen, vielleicht entdeckt Ihr ja bald mal den ein oder anderen Versuch hier auf dem Blog. 

Für mich eine Challenge die lohnenswert ist, die große Offenheit verlangt und dafür auch belohnt, denn ich möchte weder meine weiche und gut mit Feuchtigkeit versorgte Haut abgeben, noch meine entspannten Nächte in "Schnarch-Freiheit"!

Danke für Eure vielen und lieben Kommentare zur Challenge. Es hat mir total viel Spaß gemacht darüber zu berichten!


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