Unsere Qualitätsjournalisten Scobel und Kleber bei der Arbeit

Man könnte gerade wieder täglich zum Weltgeschehen bloggen, aber das hier soll eigentlich ein Ingenieursblog sein. Andererseits: Auch Ingenieure sind Bürger und sind von Politik betroffen.
Nehmen wir zunächst das Titelthema aller selbsterklärten "Qualitätsmedien". Steht da etwas, was die deutsche Mittelschicht interessiert? Rekordsteuern, Gewalt, Bahnausfälle, Rekordstaus?
Nein, da steht etwas was weit weg ist: Trump, Trump, Trump. Und gestern habe ich mich -da ich Urlaub habe- endlich mal reingelesen weshalb Trump denn entmachtet werden soll. Am Ende dachte ich, dass es eigentlich Joe Biden ist, der nie wieder an die Macht kommen sollte. Denn er hat als Minister unter Obama seinem Sohn einen Vorstandsposten bei einem ukrainischen Gasunternehmen verschafft. Jetzt kam es raus, weil ein Geheimdienstler ausgeplaudert hat, dass Trump das noch ein bisschen öffentlicher machen wollte. Und diese Nachricht verwenden die Damned Dems jetzt nicht gegen den plappernden Geheimdienstler, sondern gegen den Verratenen: Trump.
Wir erinnern uns: "Demokrat" Obama ließ Snowden (ebenfalls Geheimdienstler) und die anderen Whistleblower verfolgen und anklagen. Aber Verräter, die ihnen nützen, sind kein Problem für sie.
Aber wie gesagt: weit weg von uns. Außer dem Phänomen Doppelmoral auf der Linken. Aber das thematisieren diese Medien ja nicht.
Für die zweitwichtigste Nachricht der Woche hielten SPIEGEL, SZ und Konsortien, dass sich eine in die Jahre gekommene Journalistin jetzt kurz vor den Neuwahlen in England daran erinnert haben will, dass Boris Johnson vor 20 Jahren mal eine Hand auf ihr Knie gelegt habe.
Am Montag nahm der klebrige Klaus den konservativ-liberalen Wahlgewinner Österreichs Sebastian Kurz ins Verhör um ihm einen Eid auf "nie wieder mit der FPÖ" abzupressen. Aber der wendige Winner bot Kleber die Stirn. Sogar der FAZ war Kleber diesmal zu weit gegangen. Kleber kam Kurz mit den Erwartungen anderer EU-Regierungen an ihn. Aus Klebers Sicht sind sowohl die österreichischen Wähler als auch die österreichische Regierung zu allererst den "Erwartungen" irgendwelcher anderer Regierungen verpflichtet - und natürlich der Erwartung der Reichskultur... des deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
Apropos: Die vom WDR finanzierte phil.cologne (sprich: "Philosophen, die ein bisschen k olone sind") bot neulich das gesamte linke Bataillon auf und eine ideologische Breitseite gegen Meinungsfreiheit und Liberalismus zu fahren. Unter den Gästen auf dem Podium u. a. Claus Leggewie und die Stichwortgeberin des ARD Framingmanuals Elisabeth Wehling. Gert Sockel begrüßte Frau Wehling als Pionierin mit Institut in Berkeley - also als Fake. Um dann zu diskutieren, dass man um die Manipulation mittels Sprache und Denkmustern (Frames) nicht herumkäme, sie nun mal da seien usw. Aber der Hammer war, dass beide "feststellten", dass der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk kein staatlicher Rundfunk sei. "Wenn ich das denke, bin ich Reichsbürger" sagte Gert Sockel allen Ernstes (Link, Minute 38). Das einzig Staatliche am ÖR, so Scobel, sei, dass der Staat Gesetze über ihn verabschiedet habe - um Nazis zu verhindern (!)..
Wehling sprach von den Öffentlich-Rechtlichen als den "kleinen, verbleibenden" Medien im Vergleich zu den "mächtigen, privaten mit Big Money". Und natürlich fehlte nicht der Rahmen von den "amerikanischen Verhältnissen". Wehling kritisierte auch, dass die "Big Money" Sender auch als die "freien" Medien bezeichnet werden. Die Frage nach den ÖR-Medien sei "eben auch eine nach der  diskursiven Wehrhaftigkeit. Achtung: Da schwingt schon die harte Keule des Staates mit gegen die, die den Missbrauch des Staates thematisieren wollen.
Und was "die kleinen ÖR's" angeht: Da benutzt Frau Wehling nicht mehr nur den einen oder anderen Rahmen. Sondern das ganze Bild hängt schief- um nicht zu sagen: sie sagt die Unwahrheit. Denn die Staatssender haben nicht nur die höchsten Einschaltquoten, sie haben diese auch wegen der Zwangsgebühren: Quelle
Scobel und Wehling benutzten Framing um zwischen gutem und bösem Framing zu unterscheiden.. Merke: Die Guten MÜSSEN Framen weil die Bösen es ja auch tun. Und damit beantworteten sie ungewollt die von Sockel kolportierte Frage von Jürgen Wiebecke, was denn der Unterschied zwischen Framing und Marketing sei..
Ein weiterer Sponsor der phil.cologne ist übrigens die "Bundeszentrale für politische Bildung". Noch Fragen, Kienzle?
Nach den relevanten Nachrichten für die Mittelschicht musste ich googeln. Und da fand ich
  • Weiteren Arbeitsplatzabbau bei Banken und Autozulieferern.
  • Einen Strategiewechsel bei BMW um 180 Grad, weg von den mobilen Dienstleistungen.
BMW hat einen neuen Vorstand. Und der verabschiedet sich nun von allen Apps und Labs, die sein Vorgänger aufgebaut hatte. Ich bin sehr gespannt, wie die anderen Autohersteller reagieren werden..

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