Unser täglich Brot …

Unser täglich Brot …Mittel gegen Insekten

Immer mal wieder berichte ich von den kleinen und großen Sündenfällen in Politik und Natur. Heute allerdings lege ich den Finger in eine bereits eitrige Wunde von so unvorstellbarem Ausmaß, dass sich jeder Leser vorher überlegten sollte, ob er/ sie so etwas in seinem Gedächtnis beherbergen möchte, denn loswerden kann man solches Wissen nicht mehr und es macht auch den Tag nicht schöner. Auch deshalb gibt es keine langen Vorreden.

„Unser täglich Brot …

gib uns heute“, steht schon in der Bibel. Auch in anderen Glaubensbekenntnissen und Religionen ist Essen und dessen Darreichung ein entscheidendes Thema, aber es geht heute nicht um alte Schriften, sondern um hochmoderne Wissenschaft. Eines ist aber ganz sicher. Von Zusatzstoffen wie Chemikalien, Enzymen und Antibiotika in unserer Nahrung, hatten diese Zeitgenossen keine Ahnung. Also, was ist unser heutiges tägliches Essen und was ist da drin? Es geht mir in diesem Artikel weder um grundsätzliche Einstellungen zu Tieren (ob man diese essen sollte oder lieber nicht), planzlichen Produkten oder dergleichen mehr, sondern um das was ist und wo gefühlt die Mehrzahl der Menschen offensichtlich hin möchte.

Unser täglich Brot …Die Politik würde uns gerne weniger Fleisch essen lassen und Wissenschaftler unterstützen sie dabei. Klasse Idee! Immerhin hat der Deutsche seinen Fleischkonsum von 68kg auf 60kg zwischen 1975 und 2016 gesenkt. Das sind nur 164g pro Tag und die Nahrungsinstitute empfehlen nicht mehr als 200g Fleisch und Wurst am Tag zu essen. Sie haben den Fehler sicher schon entdeckt, denn es sind natürlich alle Deutschen in dieser Statistik vom Säugling bis zum Greis, also essen wir einfach zu viel Fleisch. Insgesamt 4,8 Millionen Tonnen und damit alle drei Monate ein Tier, durchschnittlich betrachtet, versteht sich ja von selbst. Trotzdem wurden im Jahr 2016 über 8,2 Millionen Tonnen Fleisch produziert. Wo ist das hin, wenn doch der Fleischkonsum der Verbraucher angeblich kaum noch zu bändigen ist?

Insgesamt werden alleine in Deutschland jährlich 18 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen (wir würden also erst am 4. Mai anfangen die produzierten Lebensmittel zu essen, der Rest landet im Müll), ob zu Hause, im Supermarkt, damit der Kunde immer einwandfreie Ware angeboten bekommt, wegen unsachgemäßer Lagerung oder weil es psychologisch besser ist, die Regale im Einkaufsladen immer gefüllt zu behalten und mal Hand aufs Herz. Wer greift bei vollen Regalen nicht nach hinten, um etwas mit längerem Haltbarkeitsdatum zu ergattern, obwohl es in einer Woche verbraucht ist, aber erst in Monaten abläuft? Eben, da ist viel Bauchgefühl dabei und unser Hirn bleibt weitestgehend abgeschaltet. Dieses gilt ebenso für die kleinen Schriften auf den Lebensmittelverpackungen, die wir entweder nicht mehr lesen können und wenn, keine Ahnung haben, was da drauf steht. Alleine Zucker hat fünf (oder mehr?) Begriffe. Ist das alles Zufall?

Unser täglich Brot …Nein! Das es keine Lebensmittelampel auf Produkten gibt, wo drauf steht wie viel Zucker, Fett oder Kohlenhydrate unserer täglichen Dosis drin sind ist natürlich von der Industrie gewollt und wird durch Lobbyisten durchgesetzt, welche Posten vergeben, Parteispenden zahlen und sogar Mitarbeiter der Ministerien finanzieren, die dann die Gesetzestexte schreiben, welche im Bundestag abgesegnet werden. So weit, so schlimm, aber es geht natürlich nicht linear weiter, sondern expotentiell. So werden Fleischprodukte, die wir Deutschen nicht mögen (Fleischteile wie z.B. Hähnchenflügel, Schweinsfüße, Innereien usw.) nach Afrika transportiert, natürlich mit Subventionen, sodass der Markt dort zusammenbricht, weil wir das Fleisch billiger verkaufen, als die Menschen vor Ort es selber produzieren könnten. Die Folgen kennen wir in Form von Wirtschaftszusammenbrüchen, Kriegen und Flucht. Sogar die Lufthansa bekommt jährlich rund 200.000 Euro Subventionen, weil sie ihr Essen erst außerhalb der EU Zone serviert und damit das Fleisch ausführt.

Unser täglich Brot …Wer übrigens geglaubt hat Bioware sei Unbedenklich und mit hoher Moral essbar irrt gewaltig. Die Biobedingungen sind trotzdem Massentierhaltung mit minimal mehr Platz und etwas mehr Pflege, doch trotzdem noch so schlecht, dass man nicht von artgerechter Haltung sprechen kann. Auch dort werden die Verordnungen zumeist geschickt ausgehebelt. So müssen Bio Hühner freie Flächen haben, um den nötigen Auslauf zu gewähren. Da dies aber viel mehr Arbeit bedeutet um Eier einzusammeln, vor Krankheit zu schützen oder Hühner abends wieder in den Stall zu bringen, gibt es nur offene Freiflächen. Diese Nutzen Hühner nie, da diese Sträucher benötigen, um sich vor Greifvögeln sicher zu fühlen, ergo bleiben diese Tiere nur nahe beim Stall. Diese Art der Biohaltung und dessen Aushebelung ließe sich beliebig fortsetzen. So ist es natürlich ebenfalls beim Gemüseanbau, wo nur noch Erzeuger wie z.B. Demeter und wenige andere gute Standards setzen, die aber mit dem europäischen Biosiegel nicht viel gemeinsam haben, da dieses bereits vor Jahren in der Umsetzung stark abgeschwächt wurde, um uns möglichst viel Bio anbieten zu können. So muss sich der Verbraucher gewollt durch einen undurchdringlichen Wust an Gütesiegeln kämpfen ohne jemals wirklich zu wissen, was diese beinhalten.

Unser täglich Brot …Abgesehen davon werden in der Lebensmittelbranche nur etwa 3 Prozent in Bioqualtität erzeugt, von dem was der Markt insgesamt anbietet und ob Obst aus Übersee wirklich so Bio ist, wenn es mit Flugzeugen oder Schwerölschiffen zu uns gebracht wird, überlasse ich jedem selber. Unser Landwirtschaftsminister Christian Schmidt kam aus Paris und berichtete Stolz davon, dass Deutschland und sein Agrarmarkt vom Pariser Protokoll ausgeschlossen wurde und sich nun nicht an dessen Regeln halten müsse, aber alle haben nur über den Austritt von Trump geredet und ich kann seinen Schritt sogar teilweise nachvollziehen, da es nichts bringt dauernd Wasser zu predigen, aber Sekt zu verschütten, auch wenn seine Gründe sicher auch andere waren. Damit geht die Verseuchung des Deutschen Grundwassers ungebremst weiter, ohne angepasste und verschärfte Regeln, aber warum? Weil China inzwischen größter Importeur des deutschen Billigfleisches ist, der Subventionen sei dank. Wir müssten also nur die Hälfte aller Tiere halten, wenn wir alleine unseren verschwenderischen Bedarf decken wollten und da ist die Lebensmittelverschwendung noch nicht einmal einberechnet. So ist Umweltschutz und Tierwohl eine Farce.

Leider ist das immer noch nicht die schlimmste Causa in der Lebensmittelindustrie, abgesehen davon, dass Millionen Menschen weltweit Hungern, weil Grundnahrungsmittel seit Jahren an den weltweiten Börsen als Spekulationsobjekt gehandelt werden und alleine in Indien jedes Jahr mehr Getreide vergammelt, als es bräuchte, um den Welthunger abzuschaffen. Es liegt also nicht an den Kapazitäten, wir benötigen auch nicht mehr Ackerland, mehr Wasser, mehr Pestizide, sondern den Willen jeder Regierung der Welt, die Grundrechte jedes einzelnen Menschen zu achten und zu schützen, welche immer mit ausreichendem Essen einhergehen. Selbst hier hungern Menschen, betroffen von Altersarmut oder sozialen Abstieg durch alleinerziehende Elternteile. Ja, unsere Lebensmittel mögen auf den ersten Blick sehr preiswert sein, aber den wahren Preis bezahlen wir, wie beim Atomstrom, erst Jahrzehnte später mit der Zerstörung unserer Umwelt und unserer Gesundheit. So gibt inzwischen der oberste Hüter unserer Gesundheit, dass Robert Koch Institut, die letzten streng behüteten Antibiotika-Reserven heraus, die zurückbehalten werden, um doch noch eine Waffe gegen multiresistente Keime zu haben, für Menschen, bei denen normale Antibiotika nicht mehr wirken, da wir diese Desensibilisierung auch durch den Verzehr von Fleisch entwickelt haben. (Alleine in deutschen Krankenhäusern sterben pro Jahr zwischen 1000 und 4000 Patienten an multiresistenten Erregern und die Zahl steigt stetig).

Unser täglich Brot …kein Platz für Insekten

Das wäre im Prinzip auch in Ordnung, schließlich hat die Gesundheit des Menschen priorität, doch die Wahrheit ist niederschmetternd, denn das Institut gibt diese letzte Bastion des Schutzes an die Massentierhalter aus, auf ausdrückliche politische Anweisung, damit der Produzentenmarkt auch weiterhin ungebremst florieren kann. Eine Stellungnahme hierzu lehnte das Institut ab, da es sich um zu großen politischen Sprengstoff handele. Die Folgen kann sich jeder selbst ausrechnen, wenn es keine Antibiotika mehr für Menschen gibt, die uns vor Erregern schützen, weil wir durch den Verzehr unserer Lebensmittel immun geworden sind. Wir sollten also nicht deshalb weniger Fleisch essen, weil wir unserer Gesundheit vielleicht direkt schaden, sondern wir sollten die Politik unter Druck setzen, nicht das Leben unserer Familien ohne Not auf den Roulettetisch der Konzerne und Lobbyisten zu werfen, mit dem sicheren Ergebnis immer auf der Verliererseite zu stehen. Schon jetzt kündigen viele Gemeinden mit Massentierhaltungsproblemen an, die Wasserpreise um etwa 25 Prozent anzuheben, da die Überdüngung des Grundwassers höhere Reinigungs- und Aufbereitungsarbeiten mit sich bringen, zu unserem Wohle natürlich.

Da sind es nur Randnotizen, dass jetzt eine Gruppe aus Wissenschaftlern vor dem Aussterben der Insekten gewarnt hat (darüber habe ich bereits im Frühjahr berichtet) und der Grund ist nicht schwer zu finden. Außer zu vielen Giftstoffen, welche in unserer Natur landen, fehlen einfach entsprechende natürliche Freiflächen, wie es sie zumindest früher in Ackerrandgebieten gab, doch die Politik verteilt Gelder dafür diese ebenfalls zu mähen und damit den Lebensraum weiter einzuschränken. Vieles ist also völlig unüberlegt selber fabriziert und würde nicht einmal Aufwand bedeuten es zu korregieren, aber welcher landwirtschaftliche Betrieb verzichtet schon freiwillig auf Gelder? Was unsere Regierung bei der Massentierhaltung übrigens gerne verschweigt sind die Subventionen aus Brüssel, welche nur an größere Betriebe ausgezahlt werden, was zu einer Explosion solcher Tierquälerproduktionsstätten geführt hat und damit auch den Untergang des normalen Landwirtes besiegelte, denn den Bauern, welcher seinen Tieren noch Namen gibt und diese liebevoll streichelt, gibt es fast nur noch im Märchen.

Mein heutiges Zitat stammt von Robert Koch (1843-1910) deutscher Bakteriologe, Nobelpreis für Medizin 1905.

„Wenn der Arzt hinter dem Sarg seines Patienten geht, so folgt manchmal die Ursache der Wirkung.“ (Setzen Sie für den Arzt einfach jede Regierung ein)

Es grüßt Sie Ihr mit eiskalten Schauern überzogener Arno von Rosen, Buchautor, Kolumnist, Blogger und Hinterdiekulissengucker. Nach der Recherche von diesem Thema hätte ich nicht so viel essen können, wie ich kotzen wollte, aber ich bin überzeugt davon, dass wir als Gemeinschaft nur miteinander und nicht gegeneinander etwas verändern können und so umarme ich jeden, egal was dieser Mensch isst, wenn er gewillt ist dieses System zu verändern, während die Medien seit 4 Wochen nur Wasserstandsmeldungen über die Farben der zukünftigen Regierung abgeben.



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