Unpopular Opinions Book Tag – Andy ist dran

Ich habe den Artikel von Ally gesehen und dachte mir, bei so einem Thema möchte ich auch gern mit machen und nun sitze ich hier, bereit, meine negativen Erfahrungen mit euch zu teilen. Bücher sind Geschmacksache und was ich gut finde, findet der nächste vielleicht absolut schrecklich, also ist der folgende Artikel natürlich rein subjektiv.

1. Ein Buch oder eine Reihe, die sehr beliebt ist, du aber nicht magst.

„Es" von Stephan King

Der ernannte „Meister des Horrors" schafft es nicht, mich in den Bann zu ziehen. Ganz im Gegenteil, seine Schreibweise langweilt mich statt mich in irgendeiner Form zu packen. Als „Es 2" in die Kinos kam, wollte ich es noch mal versuchen und so nahm ich mir den Wälzer zur Brust. Ich habe gekämpft und mich durch die für mich nie enden wollenden Seiten gequält, aber nach einer Weile hab ich es weg gelegt und nie wieder vor geholt. Ich habe auch mal in „Friedhof der Kuscheltiere" rein gelesen, ja auch bevor der dazugehörige Film veröffentlicht wurde und da war es das gleiche. Sein Schreibstil ist für mich einfach langatmig und uninspiriert. Seine Texte enthalten viel Text ohne etwas zu sagen und da gibt es nun einmal andere Autoren, die dieses Genre einfach besser beherrschen.

2. Ein Buch, das jeder hasst, du aber toll findest.

„Eine Frage der Leidenschaft" von Jan Frodeno

Hassen ist ein schwieriges Wort, ich habe mein Goodreads durchgesehen und das Buch mit den schlechtesten Bewertungen genommen, welches ich gut bewertet habe. Hier findet ihr die Rezension, eine meiner ersten übrigens, zu diesem Buch. Mich hat Frodeno begeistert, er erzählt bildlich aus seinem Alltag und das hat mich gepackt. Keine Frage, er ist ein absoluter Ausnahmeathlet in einer wahnsinnig harten Sportart und kein Autor. Man durfte also keine literarischen Meisterwerke erwarten, doch das Buch macht was es soll, es erzählt vom Leben eines tollen deutschen Sportlers. Also lest sein Buch, es ist toll!

3. Ein OTP, das du nicht magst oder eine Dreiecksbeziehung, bei der deiner Meinung nach der Protagonist mit der falschen Person zusammengekommen ist.

Da fallen mir sofort der Fischer und seine Frau ein, wenn mal ein Mann echt die absolut falsche Frau an seiner Seite hat, dann wohl er. „Myne Fru de Ilsebill will nich so, as ik wol will." Schon damals in der Schule dachte ich mir bei seiner Partnerin, was das wohl für eine abgehobene falsche Schlange ist, aber darauf will das Märchen ja auch zum Teil hinaus.

Und noch ein Pärchen fällt mir ein, gern könnt ihr mich jetzt hassen, aber Harry Potter und Ginny passen für mich einfach nicht zusammen. Also wirklich gar nicht. Er ist der Eigenbrötler und sie die starke zielorientierte Frau, die genau weiß was sie will. Im echten Leben passen so unterschiedliche Menschen selten zusammen.

4. Ein beliebtes Genre, für das du dich nicht erwärmen kannst, das aber scheinbar jeder sonst mag.

Liebesromane

Ich habe mal Jo-Jo Moyes „Ein ganzes halbes Jahr" gehört und ich muss sagen, diese schnulzigen Liebesbücher langweilen mich einfach zu Tode. Auch wenn Ally von Büchern dieser Art erzählt, denke ich mir nur, dass es doch immer dasselbe hin und her ist. Vorhersehbar und stupide, so fühlen sich für mich Liebesromane an.

5. Ein beliebter Charakter, den du einfach nicht leiden kannst, obwohl ihn/sie jeder mag.

Harry Potter

Also vorab, ich mag die Bücher sehr gern und habe sie auch schon mehrfach gelesen. Aber das liegt nicht unbedingt am Protagonisten, sondern am ganzen drum herum und der Geschichte an sich. Harry wäre für mich einfach kein Mensch mit dem ich im echten Leben klar kommen würde. Wie Snape oft sagte, er hätte die hochnäsige und überhebliche Art seines Vaters und das trifft eins zu eins den Eindruck, der mir beim Lesen bleibt. Auch wenn er oft an andere denkt ist Harry für mich ein Ichbezogener, oftmals nach Aufmerksamkeit heischender, ständig pubertierender Kerl.
Dafür liebe ich Ron und Hermine um so mehr und auch andere Charaktere wie Hagrid oder Mad Eye finde ich unglaublich toll.

6. Einen beliebten Autoren, den jeder außer dir mag.

Sebastian Fitzek und Stephan King

Sebastian Fitzek, für mich einfach ein langweiliger Autor. Ich habe mehrere seiner Bücher gelesen und ja sie sind ganz ok, doch nicht mehr. Diesen regelrechten Hype um seine Bücher verstehe ich nicht, denn für mich gibt es viel bessere Autoren dieses Genres. Aber so ist es nun einmal mit dem Geschmack.
Und Stephan King, wie schon beschrieben, reißt mich einfach nicht vom Hocker.

7. Ein stilisitisches Mittel in Büchern, das du nicht mehr sehen kannst (z.B. die „verschollene" Prinzessin, der korrupte Herrscher, Dreiecksbeziehungen etc.)

Vorhersehbare Plot-Twist

Immer und immer wieder gehen Geschichten ihren Weg und dann kommt der große Knall und plötzlich ist alles anders. Das kann funktionieren keine Frage, doch oftmals merkt man als Leser schon viel früher, dass alles anders werden wird. Die meisten als Schock geplanten Plot-Twists sind einfach dermaßen vorhersehbar und das nervt mich wirklich.

8. Eine beliebte Reihe/Trilogie, an der du - im Gegensatz zu allen anderen - kein Interesse hast.

Game of Thrones

Ich gehöre zu einem der Menschen, die noch keine Folge der Serie gesehen und keinen Satz der Bücher gelesen hat. Fragt mich nicht warum, ich mag eigentlich auch das Genre, aber ich hatte bisher kein Interesse an dieser Reihe. Vielleicht hole ich das mal noch nach.

9. Eine Buchverfilmung, die du besser findest als das Buch.

Und noch einmal Stephan King. Den ersten „Es"-Film in der neuesten Verfilmung fand ich absolut gelungen und großartig.

Mir ist klar, dass es Menschen gibt, die meine Antworten komplett nachvollziehen können und wieder andere, die sich denken, was ist das für ein Idiot. Aber so ist es nun einmal. 🙂