Unnützes Wissen, 18. Portion

Das ging ja mal wieder flott. Schon ist der erste Monat des Jahres 2018 Geschichte. Zeit, inne zu halten, um mehr zu erfahren über Krokodile, die Nationalhymne Myanmars, Eiskunstlauf und die deutsche Fernsehgeschichte. Unnützes Wissen ist einfach in jedem Jahr ein Genuss für sich.

Unnützes Wissen, 18. PortionMan kann nicht alles haben. Meine etablierten Phobien und ich sind uns einig, dass für die Sinistrophobie kein Platz mehr da ist. Ich fürchte mich weder vor meiner linken Seite noch vor Linkshändern, allerdings überfällt mich schon ein wenig Panik, wenn ich mit der linken Hand schreiben soll, denn das Ergebnis ist wirklich grauenhaft. Insofern empfinde ich für Linkshänder eher Respekt als Abneigung, denn es beeindruckt mich, wie sie mit dieser ausgesprochen unkooperativen Hand lesbare Wörter zustande bringen.

Der Beute ist es egal. Ob sie nun von riesigen Zähnen zermahlen oder von Steinen aufgerieben werden, macht für die meisten Krokodilhäppchen am Ende keinen Unterschied mehr. Ich finde, dass Krokodile beeindruckende Tiere sind, die etwas sehr Prähistorisches an sich haben. Begegnen möchte ich ihnen aber nicht.

Wir werden Burma immer lieben. So lautet die erste Zeile der Hymne. In gewisser Weise kann ich dem zustimmen, ich werde den Namen Burma immer viel schöner finden als den Namen Myanmar.

Der Kanarienvogel in den Mienen ist ein klassisches Beispiel. Im frühen 20. Jahrhundert nahmen Minenarbeiter häufig Kanarienvögel mit unter Tage, da diese früher als Menschen auf Kohlenstoffmonoxid reagieren und den Arbeitern so Zeit blieb, sich vor dem toxischen Gas in Sicherheit zu bringen. Für den Vogel ein echt beschissener Job.

Fake News? Bis heute ist umstritten, wie verbindlich diese Liste wirklich war oder ob sie nur eine Empfehlung darstellte, welche die einzelnen Radiosender frei handhaben konnten. Auf der Liste finden sich Songs ganz verschiedener Art, sowohl solche mit Themen wie Krieg, Gewalt und Armut als auch nostalgische und berührende Lieder, die man direkt nach den Anschlägen wohl als zu belastend empfand. Eine Liste aller Songs, alphabetisch nach Künstlern sortiert, gibt es hier.

Von wegen früher war der Sport reiner und unschuldiger! Ursprünglicher Sieger war übrigens der damalige Titelverteidiger Eduard Engelmann jr., ein ziemlicher interessanter Mann aus Österreich, der neben Eiskunstlauf auch Radfahren betrieb und mehrmals die Kunstfahrmeisterschaft des Deutschen Radfahrbundes gewann. Zudem war er als Ingenieur in den Bereichen Eisenbahnbau und Wasserkraft tätig und erbaute die erste Kunsteisbahn der Welt. Er starb 1944 im Alter von 80 Jahren. Den annullierten Titel mitgezählt, wurde er dreimal hintereinander Europameister im Eiskunstlauf. In seiner Heimatstadt Wien ist eine Straße nach ihm benannt.

Offiziell gab es damals ja noch keine Shitstorms in Deutschland. Man nannte es zumindest nicht so. Einen Gefallen getan hatte sich Wolfgang Neuss mit diesem PR-Stunt definitiv nicht. Er hätte einfach behaupten sollen, dass es der Gärtner war.


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