Unglaubliche Entdeckungen in la Alhambra

Wir tendieren dazu eine schwarz-weiß Vision der Realität haben, so dass jede neue archäologische Entdeckung potentiell unerkannt bleibt, aber auch dann als revolutionär gilt und einen Paradigmenwechsel repräsentiert, wenn diese gelegen kommt.

entdeckungen alhambra

Mit großer Wahrscheinlichkeit kommt das Beiwort „Grotesk“ von einer zufälligen Entdeckung in Rom während der Renaissance (15. Jahrhundert) im Keller der Titusthermen. Dort fand man eine Serie von Gemälden, die – um es mit Mijail Baktins Worten zu sagen – ein „unglaubliches Spiel, fantastisch und frei von vegetativen, tierischen und menschlichen Formen ist, die sich unter sich verwechselten und transformierten“.

Diese Art von Kunst passte nicht in die Ideale der Renaissance, die Synonym dafür war, die Kultur des Altertums wiederauferleben zu lassen, so dass sie als Anomalie angesehen wurde. Im Laufe der Zeit fand man immer mehr Beispiele dafür, dass das Groteske eine gängige Manifestation der klassischen Welt war, die mit Natürlichkeit mit dem ästhetischen Kanon co-existierte, um so dem Gedanken Raum zu schaffen, dass es gleichzeitig unterschiedliche Ordnungen geben konnte, die immer diejenigen Elemente als richtig und wahr anerkennen, die der politischen Legitimierung, dem kulturellen Prestige oder dem Geschmack dienen. In diesem Sinne ist Geschichte auch immer die Geschichte der Gegenwart, die aus Fragmenten der Vergangenheit Geschichten konstruiert.

Für die meisten sind somit die Griechen immer noch Prototypen für das Gleichgewicht, die Nüchternheit und Heiterkeit, obwohl sie auch eine Leidenschaft für die Magie, die Alchemie, die Hermetik und das Kabbala aufwiesen, auch die Araber haben scheinbar doch auch menschliche und tierische Figuren gemalt – obwohl der gängige Glaube ein gegenteiliger ist.

Die letzte dieser Malereien fand man nun im Aussichtsturm von Lindaraja von la Alhambra in Granada. Es handelt sich um mehr als 80 polycrhome Stücke, die Pflanzen, fantastische Tiere und menschliche Figuren neben den Versen des Korans zu sehen sind.

 


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