„Und, was machst du so?“ – Small Talk for Bloggers & Business People

Small Talk ist für viele ein Problem und gerade auf Hochzeiten hört man gerne den gängigen Satz: „Und, was machst du so?“. Schlimmer kann man ein Gespräch wohl kaum beginnen. Da die Hochzeitssaison im Mai beginnt, teile ich heute meine besten Tipps zum Thema Small Talk mit dir.

Blogging Business Meeting

Wozu brauche ich Small Talk?
Bist du Blogger, kannst du Small Talk wunderbar auf deinen ersten Blogger Events einsetzen, denn oft kennt man dort noch niemanden persönlich und muss seine Fühler erst einmal ausstrecken. Aber nicht nur unter Bloggern ist Small Talk wichtig, sondern auch für deine Kooperationspartner. Firmen möchten dich nicht nur als charakterlose Werbeplattform kaufen, sondern sie möchten Personality, eigenständiges Handeln und kreative Ideen. Wie gut man zu einem Unternehmen passt, erkennt man meist in den ersten Gesprächen.

Beruflich ist es natürlich auch ein ganz großes Thema. Bist du Selbständig läuft der erste Einstieg mit einem neuen Kunden IMMER über Small Talk. Man beschnuppert sich und lernt sich in einem entspannten Gespräch ein wenig näher kennen. Nach und nach arbeitet man sich dann an die Hard Facts des eigentlichen Meetings: Fragen und Details zu einem Auftrag werden geklärt.

Bist du Angestellte, egal in welcher Firma, wird es dir immer mal „passieren“, dass Besuch kommt. Dabei kann es sich um Kooperationspartner handeln, Vertragspartner oder übergeordnete Chefs die einen Termin mit deinem Chef haben. Das bedeutet für dich: du musst die ersten unangenehmen Minuten selbständig überbrücken oder einen Termin mit einer dir vollständig unbekannten Person möglichst erfolgreich über die Bühne bringen. Um das Gespräch so angenehm wie möglich zu gestalten, wirst du um Small Talk nicht herum kommen.

Aber wieso teilst du gerade deine Tipps?
Ich gebe zu, bei völlig fremden Menschen fällt mir der Einstieg bzw. der erste Satz oft auch ein bisschen schwer. Aber grundsätzlich gehöre ich definitiv zu den sehr kommunikativen Menschen und kann eines wirklich nicht ausstehen: peinliches Schweigen zwischen Menschen sowie das Gefühl, dass man ein Gespräch einfach nicht zum Laufen bekommt.

Ich arbeite seit fast 7 Jahren in einem großen, international tätigen Medienunternehmen und habe täglich mit vielen Vertragspartnern sowie Vorgesetzten zu tun. Ohne Small-Talk-Fähigkeiten ist man ehrlich gesagt verloren. Deshalb möchte ich euch meine Tipps weitergeben, die ich seit Jahren erfolgreich beherzige!

Meeting

Weder Alleinunterhalter noch Bewerbungsgespräch
Beim Small Talk musst du drei Dinge beachten:

  • Unangestrengt
  • Amüsant
  • Elegant

Bei deiner Unterhaltung handelt es sich weder um ein Bewerbungsgespräch, noch hast du die Aufgabe krampfhaft kommunikativ zu sein. Es geht darum sich ganz locker unverbindlich auszutauschen und sich zu „beschnuppern“. Mit viel Glück tun sich Gemeinsamkeiten auf, die noch mehr Potential bieten.

Erkenne wann Small Talk zu gebrauchen ist
Es gibt natürlich Situationen, in denen ist Small Talk einfach unangebracht. Hast du z.B. bei deinem Chef einen Termin zu einem bestimmten Thema, rede nicht ewig um den heißen Brei herum, denn vermutlich ist seine Zeit sehr begrenzt. Fängt er mit ein wenig Small Talk an, steigst du einfach mit ein.

Weitere Situationen in denen Small Talk wichtig sein könnte:

  • Kundentreffen
  • Vorstellungsgespräch, um das erste Eis zu brechen
  • Besuch von Events, Messen oder Kongressen
    • Networking!

Keep cool
Krampfhafte Äußerungen wie:

  • „Und was machst du so?“
  • „Schönes Wetter heute?“
  • „Was ein Glück ist Feierabend!“
    oder ähnliches solltest du vermeiden. Wieso? Ganz klar, deinem Gegenüber fällt auf wie unentspannt du bist. Versuche locker zu bleiben! Natürlich kannst du auch mit dem Wetter einsteigen, aber bleibe nicht nur bei diesem Thema. Das ist einfach abgedroschen und von Personality kann keine Rede sein.

Mache keine Unterschiede
In meinem Job passiert es auch hin und wieder, dass ich mit Promis telefoniere oder sie persönlich treffe. Aber sie sind für mich genauso Vertragspartner wie alle anderen auch. Sie bekommen von mir keine aufgeregte, hysterische Sonderbehandlung. Ich versuche immer ruhig zu bleiben, freundlich und offen. Das kommt bisher bei allen Vertragspartnern gut an! Deshalb empfehle ich dir: werde nicht hysterisch nur weil es jemand Bekanntes ist oder jemand, der für dein Business total wichtig ist. Aufregung produziert zwar positiven Stress, aber zu viel davon kann ich dich unruhig, unkonzentriert und fahrig machen. Deshalb lieber nicht so viel nachdenken und spontaner agieren!

Was sind eure Tipps für ein entspanntes Meeting?