Und es ist doch Galen Marek

In meiner Besprechung zu “The Soft War” habe ich drei Wünsche an das abschließende Kapitel der Onderon Quadrologie geäußert. Und naja, eineinhalb davon wurden auch erfüllt. Das ist zwar nicht berauschend, aber immerhin ist ja auch noch nicht Weihnachten.

Was sich wohl zweifellos sagen lässt ist, dass “Tipping Point” die beste Episode dieses Vierteilers ist. Die Zeit des Guerilla-Kampfes ist vorbei und auf Onderon bricht ein offener Krieg aus. Und dieser ist durchaus beeindruckend. Und hat eine gewisse Parallelität mit dem Kampf der Rebellion gegen das Imperium (mehr zu diesem Thema etwas später): auf der einen Seite die Separatisten mit einer zahlenmäßigen Übermacht an Material (sprich Droiden) und Feuerkraft. Besonders beeindruckend in dieser Hinsicht fand ich die HMP Droiden Gunships (ich weiß, eine furchtbare Kombination aus Deutsch und Englisch), die uns zum ersten Mal in Episode III begegnet sind und wie eine Mischung aus den Alien-Jägern aus “Independence Day” und den Cylonen Jägersn als der klassischen  ”Galactica” Serie aussehen, denen man einen Vorläufer eines AT-AT Kopfes angeflanscht hat.

Und es ist doch Galen Marek

Die Stimme seines Herren

Und auch der Sound, den diese Vehikel machen (eine Art gedämpftes, dumpferes Hubschraubergeräusch), ist echt gut kreiert. Einmal mehr eine großartige Leistung von Mathew Wood und seinem Soundteam bei Lucasfilm.

Auf der anderen Seite steht eine kleine Gruppe von Rebellen, “formal” angeführt vom ehemaligen König Dendup und unterstützt von einem Häufchen Milizsoldaten, die sich mit relativ einfachen Waffen (zumindest bis zur zweiten Hälfte der Folge), dafür aber unter Ausnutzung der Landschaft und einer listenreichen Strategie recht gut zur Wehr setzen.

Und es ist doch Galen Marek

Angriff von oben

Die Schlacht können wir also abhaken. Die hat meine Erwartungen durchaus erfüllt, wenn nicht gar übertroffen.

Kommen wir zum zweiten Punkt: das Thema Lux – Ahsoka – Steela. Hier hätte ich mir eine “endgültige” Lösung gewünscht und die habe ich so halb bekommen, auf jeden Fall aber anders als ich sie mir erwartet hätte. Zu Beginn der Folge küssen sich Lux und Steela und es ist ein Kuss, der mit jenem vergleichbar ist, den Lux Ahsoka in Staffel drei in “A Friend in Need” gegeben hat (also mit offenen Augen von einer Person, und ziemlich sicher ohne Zunge).

Und es ist doch Galen Marek

Immer diese Knutscherei!

Irgendwie hätte ich mir gewünscht, dass Steela in diesem Moment “Good luck!” gesagt hätte (schaut nach, wenn Euch diese Referenz jetzt nichts sagt), aber sie murmelt nur “Just in case.”, was eigentlich auch schon aussagekräftig genug sein sollte, für das was noch passieren wird. Interessant in diesem Zusammenhang fand ich, dass Ahsoka, die in dieser Kuss-Szene gleich nebenan steht in keinster Weise eifersüchtig reagiert, sondern Lux sogar gleich darauf freundschaftlich auf die Schulter klopft. Eine Erklärung für diese Reaktion (oder Nicht-Reaktion) wird nicht gegeben, man könnte jedoch argumentieren, dass sich sich die Worte ihres Meisters zu Herzen genommen hat und sich nur noch auf die Mission und nicht mehr auf ihre Gefühle konzentriert. Trotzdem fand ich diesen plötzlichen Sinneswandel etwas abrupt.

Wer die Folge noch nicht gesehen und auch sonst noch nichts darüber gelesen hat, der sei vor dem kommenden Absatz gewarnt, denn jetzt kommt ein SPOILER:

Steela überlebt diese Folge nicht, d.h. die Möglichkeit, dass sie und Lux zusammenkommen ist damit ziemlich ausgeschlossen. Auch wenn das jetzt vielleicht morbid klingen mag, fand ich ihren Tod ziemlich gut inszeniert: wie schon in vielen Filmen und Serien, in denen eine Person über einem Abgrund hängt und eine andere verzweifelt versucht sie zu retten, so sieht man auch hier zunächst, wie sich die Finger des potentiellen Retters ganz langsam, Zentimeter für Zentimeter jenen der hängenden Person  annähern. Anders als sonst endet diese Szene jedoch nicht damit, dass die gefährdete Person kurz bevor der Andere ihre Hand erreicht den Halt verliert und abstürzt. Nein, hier passiert noch etwas dazwischen und das ist durchaus “Star Wars like”.

Etwas seltsam in diesem Zusammenhang fand ich übrigens, dass sich Ahsoka so schnell von ihrer Schussverletzung erholt. Versteht mich nicht falsch, ich will nicht, dass sie ernsthaft verletzt wird, aber immerhin wurde sie von einem Laser in die Schulter getroffen und Sekunden später ist sie schon wieder auf den Beinen und trägt am Ende nur einen Verband. Naja, vielleicht hat sie sich ja in eine kurzfristige Heil-Meditation versetzt, vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass die Macher der Serie sie für die Schlussszenen noch gebraucht hatten und deshalb nicht in einen Bacta Tank stecken konnten.

Jedenfalls wird Lux am Ende zum Senator von Onderon bestimmt und will “seinen” Planeten wieder in die Republik führen (und das, obwohl ich persönlich die Rolle der Republik und auch der Jedi für durchaus beschämend halte – Obi-Wan fordert Ahsoka sogar offen dazu auf, Onderon und die Rebellen zu verlassen, wenn das Pflaster zu heiß werden sollte!) . Und damit – um es frei nach Stephen King auszudrücken – “verschwindet er aus unserer Geschichte”. Anmerkung: das hat er natürlich nicht im Zusammenhang mit Lux Bonteri gesagt! Ich halte es zwar für möglich, dass wir ihn irgendwann noch einmal in der Serie sehen werden, aber das Thema Lux und Ahsoka ist damit wohl vom Tisch. Wenn auch nicht zu hundert Prozent, denn irgendwie hätte die “inverse Parallelität” eines Jedi, der mit einer Senatorin verheiratet ist und einer Jedi, die etwas mit einem Senator hat schon einen gewissen Charme. Aber ich glaube nicht wirklich daran. Naja, aber das ist der halb erfüllt Wunsch.

Und es ist doch Galen Marek

Doch kein Traumpaar?!

Was überhaupt nicht zur Sprache kam war das Thema der Geburtsstunde der Rebellion. Ja man könnte sagen, dass die Operation “Hilfe zur Selbsthilfe” der Republik funktioniert hat und als Taktik für die Zukunft herangezogen werden kann, aber sind wir uns ehrlich – das ist schon eine ziemlich dünne Suppe! Will man uns wirklich weis machen, dass in ein paar Jahren wenn Bail Organa und Mon Mothma zusammensitzen und sich überlegen, wie  gegen das Imperium vorzugehen ist, sie sich an diese Schlacht erinnern und sagen werden: “Hey, da gab es doch einmal diese Rebellion auf Onderon. Das war echt cool wie die das gemacht haben! So etwas machen wir jetzt auch!” Nein, sorry, aber das hier war nicht die Geburtsstunde der Rebellion und so bleibt für mich immer noch Galen Mareks Tod am Ende von “The Force Unleashed” jener Moment, der aus den zerstreuten Gruppen aus Widerstandskämpfern eine Rebellen Allianz machte.

Was es sonst noch zu erwähnen gibt:

  • Steela trägt in dieser Folge grüne Haare – bisher waren sie schwarz – und nein, es gibt keine Erklärung dafür (außer natürlich, dass sie sie gefärbt hat)
  • Entgegen meiner Vermutung wird der Droide Kalani nicht zerstört
  • Ich frage mich ehrlich womit Anakin die Waffen und die Lieferung bezahlt hat, denn Hondo Ohnaka will eine Credits. Und dass er bei allen Piraten einen Jedi Gedankentrick angewendet hat, um sie davon zu überzeugen bezahlt worden zu sein glaube ich nicht.
  • Dies Folge spielt (was die ursprünglich geplante Reihenfolge der Ausstrahlung betrifft) vor “Revival”, d.h. Darth Maul und Savage Opress waren noch nicht auf Florrum, was erklärt, dass Hondo diesbezüglich nichts erwähnt.
  • Lux sagt den Satz: “What good would that do, if she gets herself killed.”. Auch das haben wir doch so ähnlich schon einmal gehört, oder?

Die obigen Bilder und noch viele mehr gibt es wie immer auf meiner Flickr Seite.


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