TV-TIPP: SHAHIDA - ALLAHS BRÄUTE

Weiblicher Selbstmordterrorismus ist nicht zuletzt deshalb so verstörend, weil er gegen (über-)kulturell tief verankerte Vorstellungsmuster von der schützenden, bewahrenden Mütterlichkeit oder aber allgemein einer in Gewaltkonflikten primär bedroht geltenden, zu beschützenden und als Unterpfand gehandelten Weiblichkeit radikal abweicht. Auch Filmerzählungen wie THEEVIRAVAATHI machen sich diese zu Nutze, um sie einem Bombenaktivismus diametral, konkurrierend gegenüberzusetzen.
TV-TIPP: SHAHIDA - ALLAHS BRÄUTE
Entsprechend eindringlich und empfehlenswert ist Natalie Assoulines Dokumentarfilm SHAHIDA - ALLAHS BRÄUTE über designierte palästinensische weibliche Suicide Bombers (oder in solche Anschläge involvierte), die ihre Tat nicht ausführten, nicht ausführen konnten. Mit der israelisch-jüdischen Filmemacherin reden die nun im HaSharon-Gefängnis über ihre Gefühle, ihre Beweggründe - und ermöglichen so eine Einsicht in jene innere Zerrissenheit, die in welcher Form auch immer jener Tat vorausgeht, die dann auch den eigenen zusammen mit fremden Körpern zerfetzen soll.
3sat zeigt  SHAHIDA - ALLAHS BRÄUTE. als Auftakt der Themenfilmreihe "Frauen im Islam" am Sonntag, den 3. März um 20.15 Uhr. Weitere Informationen finden Sie HIER.

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