Tunesien: hohe Berge und tiefe Schluchten

10 Tozeur. Die Wetterprognose will, dass wir heute in die Berge fahren. Auf der Teerstrasse brummen wir nordwärts aus der Stadt hinaus. Kaum Landschaft, nur staubiges Buschland und die weiss glitzernde Salzebene des Chott el-Gharsa. Ab und zu eine Kamelherde, sonst gib es da nicht viel zu sehen.
Tunesien: hohe Berge und tiefe SchluchtenTunesien: hohe Berge und tiefe SchluchtenTunesien: hohe Berge und tiefe SchluchtenNach einer Stunde Fahrt, erreichen wir 16 Kilometer östlich von Chebika die Berge. Von hier führt eine alte und kaum bekannte Passstrasse (n34.3538, e8.0951) hinüber nach Redeyef. Kurvige und steil geht es über fünfhundert Meter hoch hinauf. Erdrutsche und Steinschläge haben der Strasse zugesetzt. Aber sie lässt sich dennoch gut befahren. Ausser zwei Mofas treffen wir auf keinen Verkehr.
Redeyef ist eine belanglose Bergarbeiterstadt mit einer starken Tendenz zur Hässlichkeit. Hier in der Gegend wird Phosphat abgebaut, deswegen sieht es hier aus wie im Werkhof eines riesigen Baugeschäftes. Wir trinken ein Tee und schauen noch gschwind am Bahnhof vorbei. Keine Züge da - also weiter.
Jetzt geht’s quer durchs Bergland nach Midés. Das alte Midés (n34.4067, e7.9205) wurde vor fünfzig Jahren verlassen; heute sind nur noch Ruinen übrig. Doch diese stehen in einer spektakulären Landschaft, denn rund um das Ruinendorf windet sich eine tiefe Schlucht.
Tunesien: hohe Berge und tiefe SchluchtenTunesien: hohe Berge und tiefe SchluchtenTunesien: hohe Berge und tiefe SchluchtenHeute ist es gar nicht mal so heiss, aber die Sonne ist gleissend hell und blendet uns. Im nicht weit entfernten Tamerza schauen wir uns den Wasserfall (n34.3819, e7.9331) und die kleine Schlucht an. Hier im Schatten der Felsen ist es schön kühl und das Dämmerlicht tut uns gut.
Tunesien: hohe Berge und tiefe SchluchtenTunesien: hohe Berge und tiefe SchluchtenTunesien: hohe Berge und tiefe SchluchtenIm Dorfzentrum betreiben einige Frauen das "Restaurant Jilaine". Hier essen wir Harissa mit Olivenöl, Salate Mechouia und Brik aux l’euf. Es schmeckt wunderbar - und wie früher.
Als ich bezahlen will, habe ich zu wenig Dinar dabei. Peinlich. Die Frauen sagen, das sei kein Problem und begnügen sich mit meinem Restgeld. Uns ist das sehr unangenehm. Geldwechseln könnte die Post, doch weil es Wochenende ist, ist die zu.
Also fahren wir mit einem schlechten Gewissen weiter. Dann sieht Frau G. einen Geldautomaten – und wir können mit unserer Bankkarte Geld ziehen. Und doch noch unsere Schulden begleichen.
Beim grossen Wasserfall (n34.3762, e7.9119) am Ortsrand machen wir einen Fotohalt. Und hier treffe ich zufällig einen Mann, den ich von früher her kenne! Grosses Hallo, Umarmungen und Händchenhalten. Wir fahren zu ihm nachhause, trinken Tee, essen Datteln und plaudern mit seiner Frau und seiner Tochter.
Beladen mit allerlei Geschenken machen wir uns am späten Nachmittag auf den Rückweg nach Tozeur. Es ist windig und wolkig. Und es war ein schöner, heisser Ausflug.

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