Tote Mäuse im Wasser

So titelt heute am Sonntag, 17.07.2011 die Potsdam am Sonntag, die Sonntagszeitung für Potsdam und Umgebung. Die Unterüberschrift lautet: "Kleintierkadaver womöglich Auslöser für E-Coli Befall". Mitten in der Tourismussaison eine schier unglaubliche Überschrift. Denn seit Tagen kämpfen Mitarbeiter der Stadtwerke Potsdam darum, die Verunreinigung Potsdamer Trinkwassers mit Coli Bakterien zu beseitigen. Laut o.g. Zeitung ist der Stadtteil Babelsberg betroffen.
Die Stadt Potsdam schreibt heute dazu auf Potsdam.de: "Coli-Keime: Fortschritt bei der Ursachenermittlung - Abkochgebot für Trinkwasser in Babelsberger Gebiet bleibt

Die am heutigen Sonnabend vorgelegten Befunde zeigen ein Fortbestehen der Verunreinigung mit coliformen Keimen und Escherichia coli im eingegrenzten Bereich. Die Verunreinigungen treten jedoch punktuell nur in geringem Umfang auf. Für das Babelsberger Gebiet zwischen Rudolf-Breitscheid-Straße, Plantagenstraße, Behringstraße, Karl-Marx-Straße bleibt das Abkochgebot bis zum Vorliegen von bakteriologisch einwandfreien Trinkwasserbefunden bestehen."

Auch sonst sieht es nicht gerade rosig aus, wie uns unser heutiger Stadtrundgang durch die Potsdamer Innenstadt zeigte. Auf der als Flaniermeile bekannten Brandenburger Strasse ist irgendwie kein Stil erkennbar. Mal stehen Ladenflächen zur Vermietung, mal ist eine Nobel Boutique der Nachbar, mal sieht man dafür gegenüber der Nobelboutique den billigen Jakob mit diversen ein bis fünf Euro Angeboten. Dazwischen diverse Markthändler die des sonntags versuchen, ihre Ware feil zu bieten.
Am Potsdamer Luisenplatz fand heute das Königin Luisenfest statt. Die vom 10.03.1776 bis 19.07.1810 lebende preußische Königin hätte sich höchstwahrscheinlich im Grabe umgedreht, wenn sie die übervollen Papierkörbe auf dem Potsdamer Luisenplatz gesehen hätte, neben denen sich Leierkastenspieler jegliche Mühe gaben, mit ihrer Musik über diesen Schandfleck hinwegzuspielen. Auch sonst machte das Königin Luisefest am Sonntag Morgen eher den Eindruck, dass dort mehr Störche als Frösche, sprich Aussteller als Besucher waren.
Im unweit des Luisenplatzes gelegenen Holländerviertel klagte uns eine Ladenbetreiberin ihr Leid. Sie muss wie mehrere andere Händler in der Potsdamer Innenstadt ihren Laden schliessen. Die Miete steige so hoch, dass sie es einfach nicht mehr schafft.
So bekommt man zwar sonntags alles mögliche auf der Brandenburger und anderswo in der Innenstadt. Nur typisch Brandenburger Produkte wie bspw. Füllfederhalter von Cleo Skribent aus Bad Wilsnack fehlen gänzlich.
Wer aufmerksamen Auges derzeit durch die Potsdamer Innenstadt schlendert wird feststellen, dass allenortes im wahrsten Sinne des Wortes der Putz brökelt. Vieles von dem, was nach 1990 saniert wurde, scheint bereits wieder ein Sanierungsfall zu sein. Die Ladengeschäfte machen reihenweise zu. Ein Gefühl wie Ende der 1980er in der DDR beginnt sich langsam aber sicher einzustellen. Da kann man nur sagen: Armes Preußen. Die über 1.000 jährige Stadt Potsdam hat so etwas nicht verdient.

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