Tolle Talente, nur Xavier macht auf Bohlen

Tolle Talente, nur Xavier macht auf Bohlen

48 aus 150 lautet die Lottoformel. So viele Teilnehmer schaffen bei The Voice den Sprung von der ersten Runde in die 16er-Teams der Coaches. Und nimmt man das Niveau der ersten Ausgabe als Maßstab, so werden die Juroren um Xavier Naidoo keine Mühe haben, ihre Teams mit vielversprechenden Nachwuchskünstlern zu besetzen.

Mit The Voice of Germany wollen Pro7 und Sat.1 unter Beweis stellen, dass es auch anders geht als bei der privaten Konkurrenz von RTL. Dort führt Dieter Bohlen Woche für Woche mit Erfolg vor, wie man talentfreie Kandidaten erst gnadenlos lächerlich macht und dann mit gnadenlosen Sprüchen von der Bühne jagt.

Kein Jury-Bashing, «nur die Stimme zählt», ist dagegen das Motto bei The Voice. Gewährleistet werden soll dies durch «Blind Auditions»: Die prominente Jury mit Xavier Naidoo, Nena, Rea Garvey und The BossHoss hört immer nur die Stimme der Kandidaten. Äußerlichkeiten sollen keine Rolle spielen, erst nach ihrem Urteil sehen sie den Künstler selbst.

Rea Garvey ist der Kandidaten-Magnet

Und tatsächlich sind es die Alleinstellungsmerkmale, die für die Würze der Show sorgen. Die blinden Jury-Entscheide liefern nicht nur ein (vermeintlich) objektives Urteil, sondern erhöhen auch spürbar den Nervenkitzel während der Gesangsdarbietungen. Für noch mehr Spannung sorgt die Möglichkeit der Kandidaten, sich bei mehreren «Jas» ihren Coach selbst aussuchen zu können.

Bei der ersten Folge schafften es ausgerechnet die beiden ältesten Kandidaten, sich die volle Auswahl unter den Juroren zu ersingen. Pamela Falcon (53) aus Düsseldorf räumte mit Aretha Franklins U Make Me Feel Like A Natural Woman als erste vier gedrückte Buttons ab. «Wow, Pamela, das ist super gewesen», ließ sich Xavier Naidoo entlocken. Das Kompliment half ihm wenig, Pamela musste er ins Team von Rea Garvey ziehen lassen.

Auch Charles Simmons (40), Dozent an der Mannheimer Popakademie, entschied sich für den ehemaligen Reamonn-Sänger, auch er hatte sich mit Seals Love’s Divine die volle Auswahl an möglichen Coaches ersungen.

Mindestens ebenso überzeugten der 35-jährige Perceval aus Köln und Rino Gallano (36) aus Mannheim. Während sich Perceval ebenfalls für das Garvey-Team entschied, wanderte der schwule Rino zu Xavier Naidoo. Auch wenn er mit seiner Interpretation von You Give Me Something lieber bei Nena gelandet wäre. Doch die drückte als Einzige den Button nicht und so ließ sich Rino von den Lobeshymnen Naidoos locken. «Du bist ein Engel mit ‘ner Stimme, das ist etwas Seltenes», hatte der Soulstar zuvor gesäuselt.

Ganz ohne Privatleben geht es nicht

Überhaupt spendete die Jury auch den ausgeschiedenen Kandidaten so viele warme Worte, dass der Harmonie-Faktor schier unendlich wachsen wollte. Als härtester Knochen der Jury-Riege erwies sich noch Naidoo, der sich zu Beginn in bester Bohlen-Manier als Chefkritiker übte. Das brachte ihm einen leichten Seitenhieb seiner Jurykollegen ein («Xavier ist halt so ein Vokal-Professor, er ist halt extrem unterwegs»), doch auch diese vermeintliche Dissonanz wirkte eher inszeniert.

Dabei würde ein bisschen mehr Konkurrenz unter den Juroren The Voice Of Germany durchaus gut tun. Für das Bohlen gewohnte Privatsender-Publikum kommt die Show beinahe zu blass und brav daher. Dem Homestory-Faktor, mit dem RTL das Privatleben seiner Kandidaten bis in den letzten Winkel ausleuchtet, wird in Ansätzen zwar auch bei The Voice Rechnung getragen. Auch wirkten die die 18-jährige Vera und ihr HipHop-Freund Orry ein bisschen wie die österreichische Variante der DSDS-Turteltäubchen Pietro und Sarah. Doch voyeuristische Ausschlachtungen und drohende Skandale bleiben bisher – glücklicherweise – Fehlanzeige.

Die ganze Show zum Nachschaun gibt es hier.

Bestes Zitat: «Wenn ich nicht zu Mama Nena darf, dann geh ich zu Papa Xavier.» (Kandidat Rino zur Wahl seines Coaches.)

Quelle:
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«The Voice of Germany» – Tolle Talente, nur Xavier macht auf Bohlen

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Tags: charles simmons, Das Bo, Dieter Bohlen, DSDS, natural woman, Nena, pamela falcon, Pro7, Rea Garvey, RTL, Sat.1, The BossHoss, The Voice, The Voice of Germany, Xavier Naidoo

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