The Weekend Watch List: The Game

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The Weekend Watch List: The Game

8Thriller

Mit The Game liefert David Fincher einen handwerklich stimmigen Thriller ab, der mit zahlreichen, teils haarsträubenden Wendungen aufwartet.

Nicholas van Orton (Michael Douglas) hat scheinbar alles, zumindest alles, was man sich für Geld kaufen kann. Trotzdem macht sich eine Leere in seinem Leben breit, die unbewusst an ihm nagt und ihn frustrieren lässt. Sein Bruder Conrad (Sean Penn) spürt diesen verborgenen Schmerz und macht Nicholas zum Geburtstag ein ganz besonderes Geschenk. Er lädt ihn zu einem Spiel ein, das das Leben von Nicholas auf den Kopf stellt und ihn für immer verändern wird. Doch bald verwischen die Grenzen zwischen Spiel und Realität, das ganze scheint zunehmend aus dem Ruder zu laufen, aber ein Ausstieg aus dem Spiel ist, sobald es einmal angefangen hat, nicht mehr möglich.

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Alleine von der Regie her ist The Game eine inszenatorische Meisterleistung in Sachen Spannungsaufbau und Atmosphäre. Die Schauspieler geben ihr Bestes und laufen zur Höchstform auf. Die Kamera weiß die teils verworrene Handlung stets gekonnt ins richtige Bild zu rücken. Handwerklich gibt es an The Game nichts auszusetzen und zementiert weiter David Finchers einmaliges Können dem Thriller-Genre neue und spannende Facetten abzugewinnen. Die einzige Schwäche ist im Drehbuch zu finden. Über die Tatsache, dass man einen steinreichen Multimillionär als Protagonisten vorgesetzt bekommt, mit dessen Probleme und Nöte man Empathie aufbringen soll, muss man einmal hinwegsehen.

Weitaus schwieriger ist es da schon, die zahlreichen Wendungen der Handlung zu akzeptieren, die teils wahrlich ins haarsträubende abgleiten. Sicher, es gelingt Fincher mit seiner Regie zwar konstant die Spannung zu steigern, doch gerade gegen Ende hin schlägt die Geschichte derart viele Kurven, dass sie sich fast schon im Kreis dreht und die Glaubwürdigkeit des Films damit in Mitleidenschaft zieht. Auch wenn The Game nicht unter die Meisterwerke David Finchers einzureihen ist, bleibt es doch ein durchwegs effizienter und handwerklich gekonnt inszenierter Thriller, der den Zuschauer bis zuletzt spannend unterhält.

Regie: David Fincher, Drehbuch: John Brancato, Michael Ferris, Darsteller: Michael Douglas, Sean Penn, Deborah Kara Unger, James Rebhorn, Peter Donat, Carroll Baker, Armin Mueller-Stahl, Filmlänge: 129 Minuten, DVD/Blu-Ray Release: 05.08.2010

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Autor

Marco Rauch

Aufgabenbereich selbst definiert als: Kinoplatzbesetzer. Findet den Ausspruch „So long and take it easy, because if you start taking things seriously, it is the end of you” (Kerouac) sehr ernst zu nehmend.


 

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