The Lumes: Not anywhere

The Lumes: Not anywhereThe Lumes
„Envy“

(Crazyinsane Records)
Kaum zu glauben, daß man der renommierten Kulturstadt Rotterdam noch etwas über weiße Flecken erzählen muß. Klassik? Weltorchester, Topdirigent. Jazz? Traditionsfestival, honorigste Gästeliste. Rock/Pop? Nun ja. Da sieht es mit dem Bekanntheitsgrad ein wenig dünne aus. Gerade mußte der Auftritt einer Band (aus leider ebenfalls sehr bekannten Gründen) abgesagt werden, die es deshalb noch nicht einmal bis in die City geschafft hatte. Und ob sich die niederländische Metropole über die Würdigung der britischen Popkapelle The Beautiful South vor gut zwanzig Jahren wirklich gefreut hat, darf man zumindest anzweifeln, hieß es doch in dem Song „Rotterdam (Or Anywhere)“ recht spöttisch: „This could be Rotterdam or anywhere, Liverpool or Rome, 'cause Rotterdam is anywhere, anywhere alone…“ Man könnte also einen gewissen Handlungsbedarf konstruieren oder, noch verwegener, dem Rotterdamer Trio The Lumes eine Art Pioniertat in den Rucksack packen, für ihre Heimatstadt endlich eine Lücke, eine Leerstelle zu schließen.

Das ist natürlich zu viel verlangt, Maxine Prins, Lennard van der Voort und Mitchell Quitz werden an Dinge keinen Gedanken verschwendet haben, seit sie 2014 gemeinsam in klassischer Kombi Gesang/Gitarre/Bass/Schlagzeug anständigen Lärm zusammenmischen. Schon die erste EP mit dem Titel „Lust“ konnte als kraftvolles Amalgam aus Indierock, Noise und Post-Punk überzeugen, die vorliegende „Envy“ steht ihr in nichts nach. Auch hier treibende Drums und scheppernde, zeternde Akkorde (nicht selten zu meterhohen Wänden hochgezogen), die Stimme leidenschaftlich bis wütend, manchmal bewußt verfremdet – die sechs neuen Stücke, allen voran die Auskopplungen „Compulsion“ und „Slow“, machen eindeutig Lust auf mehr. Das abschließende „Who Makes Me Try“ setzt dabei zweifellos den Höhepunkt, nach bedächtigem Beginn zu geloopten Geräuschfetzen steigert sich der Song zu einem tosenden, schwer durchdringlichen und sehr düsteren Monster. Eine Seite, die sich marketingtechnisch vielleicht etwas schwierig bewerben läßt, der Stadt Rotterdam andererseits aber ganz gut zu Gesicht steht. http://crazysanerecords.com/

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