Tagebuchnotizen zum Buch DAS ESELSKIND - Überwinde das Böse mit Gutem

Tagebuchnotizen zum Buch DAS ESELSKIND - Überwinde das Böse mit Gutem
Ihr Lieben,
Zu meinen Tagebuchnotizen von gestern möchte ich heute gerne noch einen kleinen Nachtrag bringen.

Ich hatte ja gestern davon berichtet, wie es mir gelang, das Schreckliche und Böse in meiner Kindheit und Jugend aus- und durchzuhalten. Als ich heute Morgen die Geschichte vom Brückenbauen erzählte, erwähnte ich meinen Jugendfreund Hans-Christoph.

Aber von ihm möchte ich in diesem Zusammenhang heute Abend nicht berichten, sondern von einem anderen Jungen, der 15 Jahre alt war.
Ich war damals nach meinem Studium in Göttingen Dozent an der Universität Göttingen und trainierte in meiner Freizeit Jugendliche in der Sportart Handball.
Ich habe immer wieder sehr gute Jugendmannschaften trainiert und wir haben gemeinsam sogar große Erfolge errungen. Diese Erfolge waren für die Jugendlichen wichtig, diese Erfolge schweißten sie als Mannschaft zusammen, diese Erfolge sorgten dafür, dass sie selbstbewusster wurden.
Mir selbst bedeuteten diese sportlichen Erfolge weniger, mir war vor allem die persönliche Entwicklung der Jugendlichen wichtig und dafür war der Mannschaftssport sehr geeignet.

Wenn ich früher gefragt wurde, was der Sinn meiner Jugendarbeit sei, so sagte ich immer dies immer in einem einzigen Satz:
„Ich möchte, dass die Jugendlichen lernen, anderen Menschen ohne Angst ins Gesicht zu sehen, offen und ehrlich ihre Meinung zu sagen und ihren eigenen Weg zu gehen.“

Das, was mir als Kind und Jugendlicher selbst aufgrund der Umstände nie gelungen war, das pflanzte ich nun diesen Jungs ins Herz. Und wenn dann diese Jungs selbstbewusst wurden und tatsächlich lernten, ihren eigenen Weg zu gehen, war ich unendlich stolz auf sie.
In dieser Zeit als Handballjugendtrainer kam eines Tages ein Vater zu mir, dessen Sohn Heiko unter zeitweiligen spastischen Lähmungen und Zuckungen litt. Dennoch hatte dieser Junge die große Sehnsucht, ja den Traum, Handball zu spielen.

Der Vater suchte vier Handballvereine auf und alle vier Vereine (!) lehnten es ab, den Jungen in ihren Jugendmannschaften spielen zu lassen: „Mit so etwas wie seinem Sohn könne man sich nicht abgeben!"
Dann kam der Vater zu mir und fragte mich, ob ich bereit sei, seinen Sohn zu trainieren.

Ich hatte damals eine menschlich und moralisch sehr feine B-Jugendmannschaft, die alle fest zusammenhielten. Ich habe den behinderten Jungen bei uns trainieren lassen und alle haben ihn in der Folgezeit aufgrund seiner liebevollen Art ins Herz geschlossen.

Als ich ihn kennenlernte, konnte er niemandem ins Gesicht sehen, sprach mit niemandem, konnte keine drei Meter laufen und den Handball kaum werfen.

Ein Jahr später lachte er jedem fröhlich ins Gesicht, unterhielt sich prima mit uns und machte mit uns gemeinsam Reisen und für seine Verhältnisse der Behinderung spielte er zum Schluss fast weltmeisterlich Handball.

Warum ich das erzähle? Aus drei Gründen:

1. Das, was dieser Junge erreichte, das war für mich ein echter Erfolg!

Ein Sieg der Mannschaft bei einem Turnier oder in der Meisterschaft war auch ein großer Erfolg.
Aber jeder sportliche Erfolg hat den Nachteil, dass er morgen schon wieder Schnee von gestern ist.
Ich aber wollte etwas erreichen, das die Jungs ihr ganzes Leben gebrauchen konnten und das ihnen half, ihr Leben fröhlich und glücklich zu gestalten und niemals aufzugeben!
2. Es klingt fast makaber, aber manchmal denke ich, ohne das, was ich in Kindheit und Jugend erlitten habe, wäre ich vielleicht ein ganz oberflächlicher Mensch geworden und ich wäre ganz bestimmt nicht der fröhliche Mensch geworden, der ich heute bin.
3. Der dritte Grund ist mir der allerwichtigste:
Es tut mir immer in der Seele weh, wenn ich von einem Angeklagten in der Zeitung lese:
„Ich habe meine Kinder geschlagen, weil ich als Kind auch geschlagen worden bin!“
Mir ist es wichtig, das Böse mit Gutem zu vergelten und das ist auch die Botschaft meines Buches DAS ESELSKIND.

„Böses mit Bösem zu vergelten, das kann jeder, aber Böses mit Gutem zu vergelten, macht das Leben fröhlich, lässt das Leben wie eine Wiese der schönsten und buntesten Blumen
erblühen und heilt die Wunden der Vergangenheit!“
Alexander Rykow
Ihr Lieben,

ich wünsche Euch nun einen fröhlichen Start ins Wochenende und grüße Euch alle ganz herzlich
Euer niemals aufgebender Werner vom Weserstrand

Tagebuchnotizen zum Buch DAS ESELSKIND - Überwinde das Böse mit Gutem

Das Foto wurde von Karin Heringshausen zur Verfügung gestellt



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