Drei Stationen an einem Tag, dazu eine Straße, die zwischen sehr gut und sehr kaputt hin und her springt. So sah unsere erste richtige Etappe auf dem Weg in den armenischen Süden aus. Nach dem Kloster Chor Virap sind wir am Freitag, den 7. August 2026, weiter zum Kloster Noravank gefahren, danach zum Steinfeld Zorats Karer und am Abend nach Goris, wo wir übernachtet haben.
Wenn du wissen willst, ob sich diese Kombination lohnt: ja, und zwar deutlich mehr als wir vorher gedacht hätten. Noravank liegt in einer roten Felsschlucht, die alleine schon die Anfahrt rechtfertigt. Zorats Karer ist im Kern ein Feld mit Steinen, und trotzdem war es für uns der überraschendere von beiden Stopps. In diesem Artikel bekommst du die Fahrzeiten zwischen den Stationen, was der Eintritt kostet, wie die Straßen wirklich sind, wo wir übernachtet haben und für wen sich diese Tagestour lohnt.
Die Etappe auf einen Blick
DatumFreitag, 7. August 2026
RouteChor Virap, Noravank, Zorats Karer, Goris
WetterSonnig, rund 30 Grad, in der Schlucht durch Wind angenehm
Fahrzeit Noravank nach Zorats Karerca. 2 Stunden
Fahrzeit Zorats Karer nach Gorisca. 45 Minuten
Eintritt Noravankkein Eintritt für das Klostergelände
Parken Noravankkostenlos, Einweiser gegen 200 AMD (ca. 0,50 Euro)
Eintritt Zorats Karer1.500 AMD pro Person (ca. 3,60 Euro), Karte und Bargeld möglich
ÜbernachtungRed Roof Goris Boutique Hotel
WährungArmenischer Dram (AMD), 1 Euro entspricht ca. 420 AMD (August 2026)
Noravank: Kloster in der roten Schlucht
Anfahrt durch die Amaghu-Schlucht
Noravank liegt in der Provinz Vayots Dzor, rund 120 Kilometer südlich von Jerewan. Von der M2 biegst du kurz hinter dem Weindorf Areni ab, danach folgen einige Kilometer durch die Schlucht bis hoch zum Kloster.
Der Zustand hat uns positiv überrascht. Die Straße ist gut ausgebaut, ordentlich asphaltiert und breit genug, dass Gegenverkehr kein Drama ist. Das ist in Armenien keine Selbstverständlichkeit, wie wir im Laufe des Tages noch merken sollten. Was die Fahrt ausmacht, sind die Wände links und rechts: ziegelroter Fels, teils senkrecht, mit Löchern und Höhlen darin. Wir haben auf dem Weg mehrfach angehalten, um zu fotografieren, und das lag nicht am Kloster, sondern an der Schlucht selbst.
Das Parken oben ist kostenlos. Es gibt allerdings Einweiser, die dir einen Platz zuweisen und dafür 200 AMD (ca. 0,50 Euro) nehmen. Musst du nicht in Anspruch nehmen, ist aber auch kein Betrag, über den man diskutiert.
Was du oben zu sehen bekommst
Noravank heißt übersetzt „Neues Kloster“, was bei einer Anlage aus dem 13. Jahrhundert ein bisschen amüsant ist. Gegründet wurde das Kloster 1105 durch Bischof Hovhannes, der 1205 seinen Bischofssitz hierher verlegte. Über die folgenden zwei Jahrhunderte wuchs die Anlage mit der Macht der Orbelian-Dynastie, die hier bis ins 19. Jahrhundert ihre Grablege hatte.
Das Bauwerk, wegen dem die Reisebusse kommen, ist die Kirche Surb Astvatsatsin, die Kirche der Heiligen Gottesmutter. Sie wurde zwischen 1331 und 1339 nach Plänen des Mönchs, Bildhauers und Buchmalers Momik gebaut, der 1333 vor der Fertigstellung starb. Sein eigener Grabkreuzstein steht heute schlicht und klein auf dem Gelände, was im Vergleich zu seinem Hauptwerk fast schon ironisch wirkt.
Der Blickfang sind die zwei schmalen Außentreppen, die ohne Geländer aus der Fassade herausragen und in den ersten Stock führen. Das gilt als eines der frühesten Beispiele freitragender Bauweise in der armenischen Architektur. Praktisch heißt das: Wer hoch will, geht auf schmalen Steinstufen ohne jede Sicherung an einer Wand entlang. Man sieht dort regelmäßig Leute, die auf halber Höhe umkehren.
Daneben steht die Kirche Surb Karapet aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts mit dem 1261 unter Fürst Smbat Orbelian umgebauten Gawit, der Vorhalle. Die Festungsmauern rundherum stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Unser Eindruck vom Kloster
Wir waren rund eine Stunde oben, und das war für uns die passende Dosis. Auf dem Parkplatz standen mehrere Reisebusse, entsprechend voll war es rund um die Kirche. Wer Fotos ohne Menschen will, braucht Geduld oder muss früh dran sein. Das Gelände ist aber groß genug, dass man sich verteilt, und ein paar Schritte abseits der Hauptkirche ist es sofort ruhiger.
Es war heiß an dem Tag, um die 30 Grad, aber in der Schlucht ging Wind, und dadurch war es gut auszuhalten. Das ist ein Punkt, den man in Armenien im August nicht unterschätzen sollte: Schatten gibt es auf dem Klostergelände praktisch keinen.
Souvenirstände gibt es unten am Parkplatz, aufdringlich fanden wir sie nicht. Toiletten sind vorhanden und waren sauber, was nach ein paar Wochen Kaukasus durchaus eine Erwähnung wert ist.
Die Magellan-Höhle in der Schlucht
Von der Schlucht aus siehst du in den Felswänden immer wieder Höhleneingänge. Der bekannteste ist die Magil-Höhle, die vor Ort und in Tickets meist als Magellan Cave verkauft wird. Sie liegt rund drei Kilometer vom Dorf Areni entfernt an der Straße Richtung Noravank.
Der Name geht auf den Jäger Magellan Arakeljan zurück, der die Höhle beim Verfolgen eines Tieres entdeckte. Die Angaben zur Jahreszahl schwanken je nach Quelle zwischen 1940 und 1980. Kartiert sind laut den Betreibern rund 1.385 Meter, andere armenische Quellen sprechen von 1,7 Kilometern, große Teile gelten als unerforscht. Im Inneren liegt die Temperatur konstant bei etwa 14 Grad, und es leben acht Fledermausarten dort, sechs davon stehen im armenischen Rotbuch.
Auf eigene Faust reingehen ist keine gute Idee und in der Regel auch nicht möglich, geführte Touren gehen etwa 350 Meter weit hinein. Für uns war es an dem Tag ein Foto- und Aussichtsthema, kein Höhlenbesuch.
Zorats Karer: Steine im hohen Gras
Anfahrt und Eintritt
Von Noravank bis Zorats Karer haben wir rund zwei Stunden gebraucht. Die Strecke führt auf der M2 weiter nach Süden, über mehrere Pässe, mit stellenweise sehr guten Abschnitten und ebenso zuverlässig auftauchenden Schlaglöchern und Baustellen.
Das Steinfeld liegt wenige Kilometer nordwestlich von Sisian in der Provinz Syunik, auf einem Hochplateau auf 1.770 Metern über dem Meer. Die Abzweigung von der M2 ist ausgeschildert, allerdings klein, also lieber einmal zu früh langsamer werden.
Der Eintritt kostet 1.500 AMD pro Person (ca. 3,60 Euro). Das Kassenhäuschen war besetzt, bezahlen konnten wir mit Karte und mit Bargeld. Das ist erwähnenswert, weil das in Armenien außerhalb der Städte nicht überall funktioniert und wir vorher mit reinem Bargeldbetrieb gerechnet hatten.
Was Zorats Karer eigentlich ist
Offiziell sind 223 Basaltsteine erfasst, dazu zahlreiche nicht nummerierte Fragmente. Die Steine sind zwischen 1,5 und 3 Metern hoch und wiegen bis zu zehn Tonnen. Viele von ihnen haben durchgehende Löcher mit rund 5 bis 7 Zentimetern Durchmesser. Die Anlage erstreckt sich über etwa sieben Hektar über einem Seitencanyon des Vorotan.
Was die Steine sollten, ist nach wie vor ungeklärt. Die populäre These lautet: astronomisches Observatorium, deutlich älter als Stonehenge. Deshalb wird der Ort international gerne als „armenisches Stonehenge“ verkauft. Die zurückhaltendere archäologische Lesart sieht ein bronzezeitliches Gräberfeld mit Siedlungsresten, denn auf dem Gelände liegen rund 30 zum Teil sehr große Kammergräber. Der Name Karahunj wurde erst in den 1980er Jahren populär, davor hieß der Ort auf Türkisch sinngemäß „Steinarmee“, weil die Megalithen aus der Ferne wie aufgereihte Soldaten wirken.
Wir sagen es so: Die Datierung reicht je nach Quelle von der mittleren Bronzezeit bis zur Eisenzeit, alles darüber hinaus ist Interpretation. Wenn dir jemand 7.500 Jahre als gesicherte Zahl verkauft, ist das eine These und kein Fakt.
Unser Eindruck vom Steinfeld
Wir waren ungefähr eine Stunde dort, und ehrlich gesagt war das der Stopp, der uns mehr überrascht hat als das Kloster. Das klingt erstmal komisch, weil es objektiv betrachtet ein Feld mit Steinen ist. Keine Fassaden, keine Reliefs, keine Architektur.
Was den Ort trägt, ist die Kombination aus Anordnung, Umgebung und Licht. Die Steine stehen im hohen, trockenen Gras, dahinter die Bergketten von Syunik, und je nach Sonnenstand wirft jeder Stein seinen eigenen Schatten. Es ist windig da oben, es ist weit, und es ist ruhig. Genau deshalb funktioniert es.
Erwarte keine klassische Sehenswürdigkeit mit Besucherzentrum und Multimedia-Führung. Du parkst, gehst durchs Gras und schaust dir Steine an. Wer damit nichts anfangen kann, ist in zehn Minuten durch. Uns hat es eine Stunde lang gefallen.
Praktisch heißt das: festes Schuhwerk statt Flip Flops, weil der Untergrund uneben ist und im Gras nicht immer sichtbar. Schatten gibt es keinen, Wind dafür fast immer.
Goris: Ankunft und Übernachtung
Die Fahrt und die Stadt
Von Zorats Karer nach Goris haben wir etwa 45 Minuten gebraucht. Die Strecke gehört zu den schöneren des Tages, mit Blick über die Hochebenen und den Abstieg in den Talkessel.
Goris liegt auf rund 1.370 Metern in einem Kessel des Flusses Vararak, umgeben von Sandsteinfelsen. Die Stadt hat je nach Zählung zwischen 20.000 und 23.000 Einwohner und ist damit die zweitgrößte in Syunik. Gegründet wurde das heutige Goris 1870 unter russischer Herrschaft, Stadtrecht bekam sie 1885. Auffällig ist der schachbrettartige Straßenverlauf, der auf einen deutschen Architekten und den damaligen Generalplan zurückgeht.
Goris ist außerdem ein Verkehrsknoten. Durch die Stadt läuft die M2 Richtung Iran, und hier zweigt die M12 ab. Wer weiter zum Kloster Tatev will, nimmt üblicherweise die ausgebaute Nebenstrecke H46.
Red Roof Goris Boutique Hotel
Übernachtet haben wir im Red Roof Goris Boutique Hotel, und das war eine gute Entscheidung. Die Lage ist praktisch, es gibt einen eigenen Parkplatz, und die Gartenanlage ist der eigentliche Punkt, wegen dem wir es weiterempfehlen würden. Nach einem Tag im Auto sitzt du abends draußen und musst nirgendwo mehr hin.
Das Zimmer war bequem, die Klimaanlage hat funktioniert, das WLAN lief stabil, warme Dusche ohne Diskussionen. Klingt nach einer niedrigen Messlatte, ist es in dieser Preisklasse in der Region aber nicht.
Frühstück war inklusive. Kein Buffet in Hotelkettengröße, sondern eine überschaubare Auswahl, dafür fast durchgehend lokal und gut. Es gab viele vegetarische Optionen, was für Martina den Unterschied macht, und dazu frische Pfirsiche und Kirschen aus der Region. Das war das Highlight des Frühstücks, und zwar mit Abstand.
Preis pro Nacht: [PREIS EINSETZEN]
Essen und Trinken
Abendessen haben wir direkt im Hotel gegessen, weil wir nach der Strecke keine Lust mehr hatten, nochmal ins Auto zu steigen. Das Essen war gut, die vegetarische Auswahl ordentlich.
Ein Punkt, auf den du dich einstellen solltest: Es dauert. Bis zu 45 Minuten von der Bestellung bis zum Teller. Das liegt daran, dass frisch gekocht wird, nicht daran, dass jemand schläft. Wenn du hungrig ankommst, bestell direkt beim Einchecken oder plane die Wartezeit ein. Wir haben die Zeit im Garten verbracht, das war kein Verlust.
Preise Abendessen: [PREISE EINSETZEN]
Wenn du unterwegs etwas essen willst: In Areni gibt es an der Hauptstraße mehrere Weingüter und Restaurants, das Dorf ist eines der ältesten Weinbaugebiete überhaupt. Der Areni-Rotwein ist der bekannteste Wein des Landes und praktisch überall im Süden auf der Karte.
Praktische Tipps für diese Etappe
Straßenzustand und Fahren
Der Straßenzustand war das Thema des Tages. Teilweise sehr guter Asphalt, teilweise Schlaglöcher, dazwischen viele Baustellen. Das Auto war am Abend komplett eingestaubt. Für die Planung heißt das: Rechne nicht mit Durchschnittsgeschwindigkeiten wie in Europa. Zwei Stunden für die Strecke Noravank nach Zorats Karer klingen nach viel, sind aber realistisch.
Ein Mietwagen ist auf dieser Route aus unserer Sicht die einzige sinnvolle Variante. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommst du nach Goris und nach Sisian, aber Noravank und Zorats Karer liegen beide abseits der Hauptstraße. Ohne eigenes Auto brauchst du für beide Stopps ein Taxi oder eine organisierte Tour. Warum wir unterwegs fast immer selbst fahren, haben wir in unserem Artikel über die Vorteile eines Mietwagens aufgeschrieben.
Bezahlen
In Zorats Karer konnten wir mit Karte zahlen, verlass dich aber nicht darauf. Für Parkplatzeinweiser, kleine Stände und Trinkgeld brauchst du Bargeld in kleinen Scheinen. Welche Karten wir dafür nutzen, steht in unserem Vergleich zur Kreditkarte für die Weltreise.
Beste Reisezeit und Ausrüstung
August funktioniert, ist aber heiß. 30 Grad im Schatten sind auf einem baumlosen Hochplateau etwas anderes als 30 Grad in der Stadt. Kopfbedeckung, Sonnenschutz und genug Wasser gehören ins Auto. Mai, Juni, September und Oktober dürften angenehmer sein, im Frühjahr steht das Gras in Zorats Karer zudem grüner.
Fotografisch ist die Etappe stark, vor allem auf der Anfahrt zum Kloster und oben auf dem Plateau. Wir haben an dem Tag mehr Bilder gemacht als an den beiden Tagen davor zusammen. Welche Ausrüstung wir dabeihaben, steht in unserem Artikel zur richtigen Kamera für die Weltreise.
Zeitplanung
Wenn du diese drei Stationen an einem Tag machen willst, starte früh in Jerewan. Realistisch sind: rund zwei Stunden bis Chor Virap und Noravank, eine Stunde am Kloster, zwei Stunden bis Zorats Karer, eine Stunde am Steinfeld, 45 Minuten nach Goris. Dazu Pausen, Fotostopps und Baustellen. Das ist ein voller Tag, aber kein gehetzter.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet der Eintritt in Noravank?
Für das Klostergelände wird kein Eintritt verlangt. Das Parken ist kostenlos, die Einweiser auf dem Parkplatz nehmen 200 AMD (ca. 0,50 Euro), was freiwillig ist. Toiletten sind vorhanden und waren bei unserem Besuch sauber.
Wie weit ist Noravank von Jerewan entfernt?
Noravank liegt rund 120 Kilometer südlich von Jerewan in der Provinz Vayots Dzor. Über die M2 und die Abzweigung hinter Areni brauchst du je nach Verkehr und Baustellen etwa zwei Stunden.
Was kostet Zorats Karer und kann man mit Karte zahlen?
Der Eintritt liegt bei 1.500 AMD pro Person (ca. 3,60 Euro). Bei unserem Besuch im August 2026 war das Kassenhäuschen besetzt, und wir konnten sowohl mit Karte als auch mit Bargeld bezahlen.
Lohnt sich Zorats Karer wirklich?
Für uns ja, aber mit realistischer Erwartung. Es ist ein Feld mit 223 Basaltsteinen im hohen Gras, ohne Besucherzentrum und ohne große Inszenierung. Wenn du Landschaft, Weite und Atmosphäre magst, verbringst du dort eine gute Stunde. Wenn du eine klassische Sehenswürdigkeit erwartest, bist du in zehn Minuten durch.
Ist Zorats Karer älter als Stonehenge?
Das wird oft behauptet, ist aber nicht gesichert. Die Fundstelle wird archäologisch der mittleren Bronzezeit bis Eisenzeit zugeordnet. Deutlich höhere Altersangaben stammen aus der Observatoriums-These einzelner Forscher und sind unter Archäologen umstritten.
Kann man die Magellan-Höhle bei Areni besichtigen?
Nur mit Guide und meist nur nach Voranmeldung. Bei Führungen geht es etwa 350 Meter weit in die Höhle, kartiert sind je nach Quelle 1.385 Meter bis 1,7 Kilometer. Die Temperatur liegt konstant bei rund 14 Grad, also nimm eine Jacke mit, auch wenn draußen 30 Grad sind.
Wo übernachtet man am besten auf der Strecke nach Süden?
Goris ist der logische Zwischenstopp, weil die Stadt an der M2 liegt und ein guter Ausgangspunkt für Tatev und die Höhlensiedlung Khndzoresk ist. Wir haben im Red Roof Goris Boutique Hotel übernachtet und würden es weiterempfehlen: eigener Parkplatz, ruhiger Garten, funktionierendes WLAN und Frühstück inklusive.
Braucht man für diese Route einen Mietwagen?
Empfehlenswert ja. Nach Sisian und Goris kommst du mit Marshrutkas, aber Noravank und Zorats Karer liegen beide abseits der Hauptstraße. Ohne Auto brauchst du für beide Stopps ein Taxi oder eine geführte Tour.
Unser Fazit
Diese Etappe war der Punkt, an dem der Armenien-Roadtrip für uns richtig angefangen hat. Nicht wegen einer einzelnen Sehenswürdigkeit, sondern weil die Kombination funktioniert: eine Schlucht mit roten Felswänden, ein Kloster mit einer Treppe, die keine Bauaufsicht der Welt heute genehmigen würde, ein Steinfeld auf einem windigen Hochplateau und am Ende eine Kleinstadt im Talkessel mit einem Hotel, in dem man abends im Garten sitzt.
Wenn wir ehrlich priorisieren müssten: Zorats Karer hat uns mehr Freude gemacht als Noravank, obwohl Noravank objektiv das bedeutendere Bauwerk ist. Das Kloster war voll, die Zeit oben ist nach einer Stunde erschöpft, und der schönste Teil ist die Anfahrt durch die Schlucht. Am Steinfeld waren wir dagegen weitgehend für uns.
Was du wissen solltest, bevor du das nachmachst: Der Straßenzustand kostet Zeit und Nerven, Schatten gibt es an beiden Stopps nicht, und im August wird das relevant. Plane den Tag großzügig und rechne mit Baustellen.
Unterm Strich eine klare Empfehlung. Als Tagesetappe zwischen Jerewan und dem Süden ist die Kombination aus Noravank, Zorats Karer und Goris dicht, abwechslungsreich und landschaftlich durchgehend stark. Was du dir sparen kannst, ist der Versuch, zusätzlich noch Tatev an denselben Tag zu hängen. Dann wird es Abhaken statt Anschauen.
Wie unser erster Stopp an dem Tag war, liest du im Bericht über das Kloster Chor Virap. Und wenn du noch weiter oben im Kaukasus unterwegs bist: Unsere Woche in Tiflis mit allen Preisen passt gut als Ergänzung zur Region.
