Tag Zwei: Der kann ja bloß nicht gut genug schreiben...

Tag Zwei: Der kann ja bloß nicht gut genug schreiben...
Selbstverlegern und Autoren in Klein- und Kleinstverlagen wird so manches an den Kopf geworfen. Gemeinsam mit den an der Aktion teilnehmenden Autoren, habe ich die gängigen Vorurteile auf Herz  und Nieren überprüft. Was ist also dran, am Rechtschreibfehler produzierenden, talentfreien Autor? 

#1 - Bücher von Indieautoren sind gespickt mit Rechtschreibfehlern

Kein Mensch ist perfekt und selbst den namhaftesten Autoren, Lektoraten und Korrektoraten unterlaufen Fehler. Durchaus gibt es Indie-Autoren und Autoren in Kleinverlagen, denen ein zusätzliches Korrektorat gut zu Gesicht stehen würde.  Nicht jeder Autor kann sich ein professionelles Lektorat/Korrektorat leisten. Die meisten Indies können von ihrem Schreiben allein nicht leben, für ein professionelles Lektorat muss man ziemlich tief in die Tasche greifen. Dennoch bemühen sich die meisten Indie-Autoren darum, ihre Texte so fehlerfrei wie möglich zu präsentieren. Häufig werden die Texte von Bekannten, Freunden und Lesern testgelesen, um dem Leser ein schönes Endprodukt präsentieren zu können. 
Ich denke, wenn man sich ein bisschen über den jeweiligen Autor kundig macht und sieht, wie er sich sonst so präsentiert, kann man da schon aussortieren als Leser. ( Mona Silver)

Die meisten Autoren bieten vorab Leseproben ihrer Romane. Auch der Internetauftritt eines Autoren erlaubt erste Einblicke in den Schreibstil. Es ist also gut möglich, sich einen ersten Überblick zu verschaffen um Bücher, die womöglich tatsächlich diesem Vorurteil entsprechen, gleich auszusortieren.  

#2 - Nur ein paar Cent für ein eBook?! Das kann doch nichts Gutes sein!

In Verlagen erschiene Bücher kosten gut und gerne je nach "Typ" zwischen 10 und 20 Euro. Wie kann es da also sein, dass Indie-Autoren ihre Bücher für wenige Euro, gar Cent "verkloppen"? Liebe Leser, hier geht es nicht darum, was die Indie-Autoren wollen, sondern müssen.  Für viele Autoren sind diese geringen Preise eine null-null-Rechnung, wenn nicht sogar ein Minusgeschäft. Bei der Kalkulation der Preise müssen jedoch viele verschiedene Komponenten mit betrachtet werden. Welche Preise veranschlagt die "Konkurrenz"? Ist mein eBook sichtbar? Wird es empfohlen oder muss ich mir meine Leserschaft erst einmal erobern? Wurde es professionell korrigiert und lektoriert? Und und und. Autorin Klara Bellis berichtet:
Mit Hilfe eines auf statistischen Auswertungen basierenden E-Book-Preis-Ausrechners habe ich ausgerechnet, dass ich für mein E-Book maximal 2,99 Euro nehmen kann, um es optimal verkaufen zu können. (500 Seiten, nicht professionell lektoriert und korrigiert, eventuell der erste Teil einer Serie).
Leider ist es auch schlichtweg nicht von der Hand zu weisen, dass einigen Lesern selbst dieser Preis bereits zu teuer ist für "nur einen Indie". Hier ist also auch ein Umdenken der Leser gefragt. Einen Roman zu schreiben kostet enorm viel Kraft, Zeit und auch Geld. Die Autoren verwenden ihre spärliche Freizeit, um für die Leser etwas Wundervolles zu erschaffen. Es liegt dann an den Lesern selbst, ob sie bereit sind mit einen entsprechenden Betrag diese Leistung wert zu schätzen. Ist dies nicht der Fall, sind die Autoren gezwungen, ihre Preise möglichst niedrig anzusetzen, um überhaupt das ein oder andere Exemplar an den Leser zu bringen. 

#3 - Bücher von Indies und Autoren in Kleinverlagen können mit richtigen Verlagsautoren nicht mithalten


Ich habe bei Verlagen schon sehr viel Furchtbares gelesen und bei Indies tolle Schätze entdeckt. Umgekehrt genauso. (Christiane Bößel)

Autor ist nicht gleich Autor. Indie nicht gleich Indie. Verlagsautor nicht gleich Verlagsautor. Es ist schlichtweg falsch, alle Autoren einer bestimmten Gruppe  über einen Kamm zu scheren.  Es kommt durchaus vor, dass ein im Selbstverlag produzierter Roman qualitativ ansprechender gestaltet ist als ein Verlagsroman, der mal so "nebenbei" auf den Markt geschmissen wird. Ich selbst habe als Leser bereits so manches in Händen halten dürfen. Verlagsromane, die unter aller Kanone waren. Indies, die wie wahre Perlen erscheinen. Wichtig ist auch hier, sich vorab zu informieren. Und das gilt nicht nur für die "Selfies".  Auch Rezensionen bieten hier eine gute Möglichkeit, rasch einen ersten Überblick zu gewinnen. 
Morgen folgt der zweite Teil der "Vorurteile" :) Was meint ihr zu den bisherigen Vorurteilen? Habt ihr auch Vorurteile gegen Indie-Autoren?

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