Tag zur Unterstützung der Folteropfer

Bildquelle: Amnesty International

Bildquelle: Amnesty International

… und dieser Tag ist heut. Doch das wird erschreckend wenig wahrgenommen; nur zwei kurze Artikel dazu fand ich im Netz (beide von der Deutschen Welle) und ein Interview mit dem UNO-Sonderberichterstatter Manfred Nowak im Kurier.at.

Die Bundestagsfraktion der SPD und das Deutsche Ärzteblatt haben daran erinnert – mehr habe ich nicht gesehen.

Staatliche Folter ist nach Angaben der Vereinten Nationen trotz internationaler Ächtung noch immer in vielen Staaten Teil des Rechtssystems. Folter sei ein Verbrechen und ihr Verbot grundsätzlich und eindeutig, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon anlässlich des Internationalen Tages für die Folteropfer an diesem Samstag. Knapp 50 Länder, darunter der Iran, der Irak, Birma und Vietnam hätten die UN-Antifolterkonvention von 1987 noch nicht unterzeichnet. Ban forderte diese Länder auf, dem Abkommen beizutreten und ihre Gefängnisse für UN-Kontrollen zu öffnen. (Quelle: DW)

Allerdings soll nicht vergessen werden, dass sich auch die hier sprechenden, anklagenden westlichen Staaten des Mittels der Folter bedienen. Ich sage nur ein Wort: Guantanamo.

Darauf weisen auch der UNO-Sonderberichterstatter und Amnesty International hin. Herr Nowak sagt im obigen Interview: “Überall auf der Welt gibt es Folter. Auch in demokratischen Staaten. Das geht bis zur systematischen Folter. In einer klaren Mehrheit der Staaten dieser Welt wird gefoltert. 90 Prozent der Folter trifft arme Menschen, die keinen Zugang zum Recht haben.”
Man mag es kaum glauben, wenn er in diesem Zusammenhang von “einer klaren Mehrheit der Staaten” spricht – Staaten, in denen Folterungen Teil des Systems sind!

Mit welchen Folgen haben Folteropfer zu kämpfen?
Fast jedes Opfer, selbst der Härteste, ist sein Leben lang traumatisiert. Die Opfer haben posttraumatischen Stress, Depressionen, können nicht schlafen, sehen die Bilder immer wieder. Die Menschen brauchen Rehabilitierung.

Ich möchte in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hinweisen, dass sich unser Innenminister weiterhin weigert, mehr als 20 Flüchtlinge (und Folteropfer) aus dem Iran aufzunehmen.

Nic


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