Tadschikistan: Strafe für unverständliche Sprache

TadschikistanDer stämmige Altkommunist und Präsident der zentralasiatischen Republik Tadschikistan Emomali Rahmon regiert dort schon in vierter Amtszeit. In Tadschikistan werden zwar regelmäßig Wahlen abgehalten, aber der Staat hat sich in den letzten Jahren zu einer repressiven Diktatur entwickelt.

Jetzt will die Führung dort Journalisten bestrafen, die unverständlich formulierte Texte veröffentlichen. „In manchen Artikeln stehen bis zu zehn Wörter, die einfache Leser nicht kennen. Das ist ein grober Verstoß gegen die geltende Amtssprache„, sagte Gawhar Scharifsoda vom „Komitee für Sprache“.

Eine Einheit von Sonderermittlern soll in dem zentralasiatischen Hochgebirgsland ab sofort in Zeitungen, im Fernsehen und im Radio nach unverständlichen Begriffen fahnden. Bei Verstößen gegen die Sprachnormen droht dann eine Strafe vom bis zu 180 Euro, informierte Scharifsoda.

Ein glückliches Land, das solche Probleme hat?

Foto: visittajikistan.tj

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