Surfen an der Nordsee

Surfen ist an der Nordseeküste ein gerne ausgeübter Sport. Allerdings sollten Anfänger sich hier eher vorsichtig verhalten.

Beliebte Surfreviere an der Nordsee

Vor der berühmten Insel Sylt finden alljährlich Regatten und andere Wettbewerbe im Bereich des Surfens statt. Grund hierfür sind starke Winde und Strömungen, welche das Surfen hier besonders anspruchsvoll und auch besonders spektakulär machen. Auch an der übrigen Nordseeküste wird das Surfen gerne praktiziert und es werden über zahlreiche Schulen auch Menschen im Surfen ausgebildet. Es ist indes zu empfehlen, sich zunächst Grundkenntnisse in einem weniger gefährlichen Gewässer anzueignen.

Die Surf-Bedingungen

Die Nordsee ist grundsätzlich kein ruhiges oder harmloses Gewässer. Es gibt zwar keine riesigen Wellen wie vor Hawaii oder Portugal, dafür sorgen aber heftige und wechselnde Winde sowie plötzlich eintretende Regenfälle für ein unruhiges Umfeld. Unter Profis ist das Surfen an der Nordseeküste genau deshalb so beliebt: Nur die Besten können unter den hier herrschenden Umständen reüssieren.

Die Nordseeküste Deutschlands ist zudem starken Strömungen ausgeliefert. Es sei also nur fortgeschrittenen Sportlern empfohlen, sich hier ohne Begleitung zu versuchen.

Welche Ausrüstung wird benötigt?

© grafikplusfoto - Fotolia.com

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Wer an der Nordseeküste surfen möchte, sollte bedenken, dass das Wasser auch im Hochsommer nicht besonders warm ist. Man sollte sich also nicht in Badehose oder Bikini auf das Brett stellen und davon ausgehen, dass ein Sturz eine erfrischende Abkühlung bedeutet. Die Nordsee ist ein eher kaltes Gewässer, welches sich auch bei längeren Hitzeperioden nicht aufwärmt, da starke Strömungen aus dem Atlantik für eine beständige Abkühlung sorgen.

Wichtig ist also auf jeden Fall ein Anzug aus Neopren, der den Körper vor rascher Auskühlung schützt.

Für Anfänger

An der gesamten Nordseeküste herrscht ein hoher Auftrieb in Richtung der hohen See. Wer also versucht, sich das Surfen selbst auf der Nordsee beizubringen, darf unter keinen Umständen weiter als etwa 50 m vom Strand entfernt agieren: Zu stark ist der Abtrieb für den Ungeübten.

Dies soll niemanden davon abhalten, an der Nordseeküste zu surfen; es sei lediglich dazu aufgefordert, keine unkalkulierbaren Risiken auf sich zu nehmen. Wer das Surfen allerdings an der Nordseeküste erlernt, wird rund um de Globus an vermutlich allen Küsten zurecht kommen, denn schwerer kann es kaum werden. Sogar die Profis aus aller Welt üben jedes Jahr an der Nordseeküste, um sich in einem der schwersten Gewässer der Welt zu üben.

Die besten Plätze zum Surfen

Sylt ist sicher der bekannteste Platz, da vor Westerland auch alljährlich Wettbewerbe der Weltelite stattfinden. Für Freizeitsportler kann die mondäne Insel allerdings auch schlicht zu teuer sein. Andere Nordseeinseln wie etwa Juist stehen eher im Fokus von Nicht-Profis, da es hier noch immer einigermaßen erschwinglich ist. Rund um Hamburg gibt es zahllose Reviere für Surfer, wobei auch hier ein gewisses Grundkönnen vorhanden sein sollte, da der Schiffsverkehr sehr stark ist. Auch hier sollten Anfänger also nur unter Aufsicht üben.