Supermärkte: Mehr Geld für artgerechte Tierhaltung

Lebensmittelskandale, Proteste von Tierschutzorganisationen, und die zunehmend kritischen Konsumenten haben es geschafft: Deutsche Supermarktketten wollen einen Fonds einrichten, mit dem Landwirte bei der artgerechten Tierhaltung finanziell unterstützt werden sollen.

Wie die FAZ berichtet, haben sich Aldi, Edeka, Lidl, Metro und Rewe darauf geeinigt, mindestens einen zweistelligen – vermutlich sogar dreistelligen – Millionenbetrag zur Verminderung von Tierleid durch Massentierhaltung bereitzustellen.

Fleisch- und Wursttheke

Belohnungssystem als Anreiz

Anstatt wie bisher auf Siegel zu setzen, wollen die Supermarktketten pauschal einen bestimmten Betrag vom Verkaufspreis in den Fonds einzahlen – unabhängig davon, ob es aus artgerechter oder Massentierhaltung stammt. Gefördert sollen damit jedoch ausschließlich jene Landwirte werden, die sich auch dem Tierwohl verschrieben haben. Für die Konsumenten bedeutet dies, dass das Fleisch von "glücklichen" Tieren nicht – wie bisher – unbedingt teurer sein wird.

Start dieser Aktion soll im Laufe des Jahres 2014 sein. Vorerst sollen damit Schweine- und Geflügelzüchter für einen ordentlicheren Umgang mit den Tieren belohnt werden. Allerdings stellt sich die Frage, ob die 20-40% mehr Platz für konventionelle Züchter wirklich ausreichend sind. Immerhin gilt für die Biolandwirte in Sachen Platz schon eine größere Fläche pro Tier, und selbst diese Mindestanforderungen sind nicht unbedingt wirklich artgerecht.

Artikelbild: Manfred Blanck  / pixelio.de


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