Süß und fettig – warum wir es so mögen

Wer hat es nicht schon einmal erlebt, dass Gelüste auf süße, fettige Kuchen oder auch eine Portion Pommes oder eine Tüte Chips das schönste Diätvorhaben zunichtemachen? Dabei handelt man evolutionsgeschichtlich im Grunde sehr logisch, wenn man der Lust auf Süßes und Fettiges nachgibt, denn die Lust auf gehaltvolle Speisen liegt in unseren Genen begründet.

fettig
Rainer Zenz [GFDL http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html, CC-BY-SA-3.0 http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/ or CC-BY-SA-2.5-2.0-1.0 http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

Dass der Mensch, zumindest in der westlichen Welt, in einer Überflussgesellschaft lebt, in der ein Überangebot an Nahrungsmitteln besteht, ist in seiner Evolution etwas sehr Neues. Die meiste Zeit unserer Geschichte kreisten die Gedanken unserer Vorfahren weitgehend um die Nahrungsbeschaffung. Nahrhafte Nahrungsmittel mit konzentrierter Energie waren rar und meist nur auf besondere Ereignisse beschränkt. Kein Wunder also, dass Fett und Zucker als reichhaltige Energielieferanten begehrt waren und wir auch heute noch instinktiv Gelüste darauf verspüren.

süß und fettig
By Janine from Mililani, Hawaii, United States cake  Uploaded by Fæ [CC-BY-2.0 http://creativecommons.org/licenses/by/2.0], via Wikimedia Commons

Neben diesem instinktiven Bestreben des Körpers, sich möglichst energiereiche Nahrungsquellen zu sichern, bei denen in einer natürlichen Umgebung kaum die Möglichkeit besteht, davon dick zu werden, kommen noch weitere Faktoren hinzu:

 - Fett verstärkt andere Aromen im Essen. Dies liegt daran, dass viele Aromastoffe fettlöslich oder an ätherische Öle gebunden sind, und sich erst durch einen Fettanteil im Essen richtig entfalten können. Aus diesem Grund schmeckt ein Gericht durch eine gewisse Menge Fett im Essen besser.

fett verantwortlich für guten geschmack
By jules / stonesoup (mum’s lasagne) [CC-BY-2.0 http://creativecommons.org/licenses/by/2.0], via Wikimedia Commons

 - Zu Zucker fühlen wir uns nicht nur deshalb hingezogen, weil Kohlehydrate schnell verfügbare Energie liefern. Im Gegensatz zu Fett und Protein dienen sie nicht als Baustoff, sondern können sofort als Energie für die Zellen umgesetzt werden. Hinzu kommt aber noch, dass es so gut wie keine süßen Nahrungsmittel gibt, die für den Menschen giftig sind. Giftige Früchte und Pflanzen haben fast immer einen bitteren oder sonst wie unangenehmen Nebengeschmack. Reine Süße hingegen verspricht sicheren Genuss. Kein Wunder also, dass wir uns dem Genuss von Süßem so bedenkenlos hingeben, unser Körper signalisiert instinktiv, dieses Nahrungsmittel ist sicher.

süß zucker
By Fritzs (Own work) [GFDL http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html or CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0 http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0], via Wikimedia Commons

 - Leider haben sich die Zeiten jedoch geändert, und „süß“ und „fettig“ sind heute zum Synonym für eine ungesunde Lebensweise geworden. Nur allzu leicht tappt man in die Übergewichts-Falle, wenn man sich auf diese im Grunde völlig natürlichen Instinkte verlässt. Dieses Dilemma kann man lösen, indem man dem Körper durchaus das gibt, wonach er verlangt, jedoch dabei auf künstliche, aufbereitete Nahrung verzichtet. Diese hat nämlich außer Zucker und Fett kaum etwas zu bieten und  besteht weitgehend aus leeren Kalorien – was den Körper nach noch mehr verlangen lässt, da er schließlich seinen Nährstoffbedarf stillen muss.

leere kalorien
By BlacBull (Eigenes Werk) [CC-BY-3.0 http://creativecommons.org/licenses/by/3.0], via Wikimedia Commons

 - Native Pflanzenöle, Nüsse und Samen sind Fettquellen, die dem Körper das geben, was er braucht: reichlich ungesättigte Fettsäuren, Mineralstoffe und Vitamine. Diese Fette kann man bedenkenlos in seine Ernährung aufnehmen, ohne Angst haben zu müssen, davon dick zu werden. Was Zucker und Kohlehydrate angeht, sind wir heute meist an viel zu süßen Geschmack gewöhnt. Machen Sie einmal die Probe: dazu müssten Sie eine Zeit lang, etwa zwei Wochen, auf jegliche Produkte mit weißem Zucker verzichten und auch Süßspeisen wie Müsli, etc. nur natürlich süßen, z.B. mit Bananen oder Trockenfrüchten. Sie wären überrascht, wie überladen süß danach ein industriell hergestelltes Dessert schmeckt.

gesunde fette
By H. Zell (Eigenes Werk) [GFDL http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html or CC-BY-SA-3.0 http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0], via Wikimedia Commons

Wir wünschen Ihnen alles Gute für Ihre Gesundheit.

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Für Fragen, Anregungen, Lob, Kritik, Verbesserungsvorschläge, eigene Erfahrungen, etc. stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit gerne zur Verfügung.

Herzlichst Manuela und Arno Richter

Der Artikel Süß und fettig – warum wir es so mögen wurde erstmalig von Arno Richter auf Der ArtifyWorld - Blog von Arno G. Richter geposted.
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