Startup-Interview: Überblick über die Haus-Unterlagen mit Eigenheim Manager

Wenn Ihr ein Eigenheim habt, wisst Ihr wie schwierig es ist den Überblick über alle Unterlagen zu behalten. Da sind die Baudokumente, technische Informationen und aktuelle Verträge. Alles müsst Ihr im Blick behalten und zumindest wissen in welchem Ordner die entsprechenden Unterlagen abgelegt sind. Das muss doch in diesen digitalen Zeit einfacher und übersichtlicher gehen. Das dachte sich auch Christoph Klemm aus Leipzig, der 2016 die Eigenheim Manager GmbH gegründet hat. Der Eigenheim Manager ist eine Software oder eine App, die uns hilft alle Unterlagen digital zu sortieren, Termine für die Wartung im Blick zu behalten und auch immer den Energieverbrauch zu kennen. Für die

So sorgt Eigenheim Manager für Überblick über die Haus-Unterlagen

Wie ist die Idee für den Eigenheim-Manager entstanden?

Die Idee für den „Eigenheim Manager" kam Christoph Klemm 2016 bei der Suche nach einem Eigenheim für seine Familie. Bei der Bewertung und dem Vergleich einzelner Immobilien fiel ihm auf, dass die Dokumente zum Haus, die Dokumentation von Wartung und Instandhaltung sowie Information zu Verbrauchs- und Nebenkosten nur in den seltensten Fällen vollständig vorhanden sind. Klemm, der als IT-Unternehmer mit seiner Firma evermind schon zahlreiche Management Dashboards für Energie- und Immobilienunternehmen entwickelt und betreut hat, war sofort klar: Hier muss ein digitales Cockpit her. Die Idee für den „Eigenheim Manager" war geboren.

Wie sieht das Angebot genau aus?

Der Eigenheim Manager ist eine App, die in allen gängigen Web-Browsern und auf iOS- bzw. Android-Geräten läuft. Nach der Anmeldung erfasst der Nutzer die wesentlichen Eigenschaften seines Hauses, wählt die Energieträger und ergänzt die jährlichen Verbrauchsdaten. Wenn gewünscht können auch Angaben zu Finanzierung und Versicherung gemacht werden. Diese Ersteinrichtung der App ist meist schon nach zehn Minuten abgeschlossen. Bereits zu diesem Zeitpunkt bekommt der Nutzer eine Übersicht aller monatlichen Kosten für sein Eigenheim und kann erkennen, ob er mit seinen Verbrauchswerten oder den Kosten im normalen Bereich für vergleichbare Immobilien liegt. Um das Bild zu vervollständigen können sämtliche Verträge rund ums Haus mit ihren Daten angelegt und als PDF in den integrierten Dokumentensafe hochgeladen werden. Das Ziel ist es, alle Verträge, Dokumente und Termine an einem Ort zu haben und durch die Verbrauchs- und Kostenanalyse handlungsfähig zu werden. Daher auch der Begriff „Manager" im Namen.

Welchen Beitrag leistet der Eigenheim Manager zur Energiewende und zum Klimaschutz?

Im Sinne der Energiewende ist der „Eigenheim Manager" zunächst ein Transparenz-Tool. Durch die integrierte Zählerstandserfassung in den mobilen Apps (powered by Pixolus) werden die Nutzer zur regelmäßigen Erfassung der Verbrauchsdaten animiert. So entsteht ein detaillierter Blick auf den individuellen Jahresgang. Im Vergleich mit ähnlichen Immobilien (Baujahr, Größe, Effizienzstandard) können Abweichungen schnell erkannt und Ursachen ermittelt werden. Werden Abweichungen nach Oben erkannt, macht die App im Kontext der Auswertungen darauf aufmerksam und zeigt anhand von Partnerangeboten Handlungsmöglichkeiten auf. Diese können die Inanspruchnahme von Energieberatungen, der Austausch von Umwälzpumpen bzw. alter Heizungsanlagen oder die Ergänzung einer PV-Anlage sein. Dazu arbeiten die „Eigenheim Manager" mit den Partnern EVEECON, Perto, Thermondo und Zolar zusammen. Die Lösung ist damit nur einen Klick vom erkannten Problem entfernt.

Was macht Euer Angebot so attraktiv für die Kunden und wie kommt ihr an neue Kunden?

Unsere End-Kunden schätzen die Hoheit über ihre Daten und den umfassenden Ansatz der App. Sie bekommen ein Tool, in dem sie alle ökonomischen und ökologischen Aspekte ihres Eigenheims verwalten und optimieren können. Das alles unter den Maßgaben des europäischen Datenschutzrechts und mit der sicheren Ablage in der deutschen Cloud. Hinzu kommt, dass der „Eigenheim Manager" in der Basisversion dauerhaft kostenfrei nutzbar bleibt. Für den Dokumentensafe und die mobile Zählerstandserfassung fallen knapp 30 Euro im Jahr in der Premium-Version an.

Was war bisher die größte Schwierigkeit und was musstet Ihr an dem Konzept vom Eigenheim-Manager ändern?

Nach dem gelungenen Start im Herbst 2016 haben wir sehr schnell feststellen müssen, dass das Marketing für ein digitales Produkt im End-Kunden-Bereich sehr teuer und langwierig ist. Hinzu kommt, dass die Zielgruppe außer dem Besitz eines Eigenheims wenig gemeinsam hat. Hierfür mit den Ressourcen eines Start-ups eine passende und effiziente Online-Marketing-Strategie umzusetzen war nahezu unmöglich. Wir haben uns daher ab Frühjahr 2017 auf den Vertrieb von White-Label-Lizenzen konzentriert. Das Interesse bei Stadtwerken und Energieversorgern ist groß. Diese Unternehmen können den „Eigenheim Manager" ohne große Anpassungen in ihre Strukturen integrieren und erhalten im Gegenzug eine Bündelplattform für ergänzende Dienstleistungen, ein digitales Kundenportal oder eine Schnittstelle zur Verbrauchsdatenerfassungen - je nach gewünschter Integrationstiefe. Problematisch sind hier aber die langen Vertriebszyklen und der unterschiedliche Digitalisierungsgrad in diesem Segment. Etwas flotter geht es im Bereich der Banken und Finanzdienstleister. Auch in diesem Bereich gibt es reges Interessen an White-Label-Lösungen.

Was sind die nächsten Ziele?

Im Jahr 2018 möchten wir die Erweiterung des Systems vorantreiben. Der nächste Meilenstein ist der Umbau zum Zuhause Manager. Damit bekommen auch Mieter die Möglichkeit, Verbrauch, Kosten, Termine und Dokumente rund um ihr Heim zu verwalten. Hierfür gab es von Anfang an Interesse bei den Endkunden. Der entscheidende Grund ist aber die verstärkte Nachfrage der White-Label-Interessenten aus der Energie- und Wohnungswirtschaft, die sich nicht auf das Segment der Eigenheime beschränken wolle. Derzeit heißt es bei uns noch „alle wohnen, keiner managt". Aber spätestens im Februar 2019 möchten wir mit dem „Zuhause Manager" auf der nächsten E-World in Essen sein.

Transparenz sorgt für Energieeffizienz

Auch bei diesem Beispiel trägt die Transparenz zu mehr Energieeffizienz bei, wie zuvor schon im Interview mit perto. Aber Energieeffizienz ist nicht der Hauotzweck, sondern - wie ich es sehe - ein Aspekt unter vielen anderen. Die Nutzer müssen sich allerdings aktiv entscheiden den Energieverbrauch bewusst einzubeziehen und zu erfassen. Die Idee einen transparenten Überblick mit einer digitalen Akte über alles rund um das Haus finde ich sehr gut. Werde mich selbst auch noch anmelden und wünsche dem Eigenheim Manager viel Erfolg.


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