Stamm und die Vier vom Everest

Stamm und die Vier vom Everest

Kurz vor der Expedition auf den Everest 1962: Hans-Peter
Duttle auf dem Breithorn im Wallis. (zvg)

In der neuen "Schweizer Familie", ab heute am Kiosk, habe ich zwei Artikel, die hier interessieren mögen. Zum einen ist da das Interview mit dem in Winterthur lebenden Thurgauer Schriftsteller Peter Stamm. Wir trafen uns für das sogenannte Feuerstellengespräch bei der Grillstelle am Ganggelisteg in Bussnang; vielleicht erinnert man sich an den Blogbeitrag kürzlich, in dem ich vom Steg erzählte, ohne aber den Namen meines Gegenübers zu verraten. Eben, Peter Stamm. Ein netter, völlig allürenloser Typ, dessen neuer Roman "Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt" mir sehr gut gefällt.
Zum anderen findet sich im neuen Heft mein Porträt von Hans-Peter Duttle, 80, zuhause in Gümligen BE. Er versuchte 1962 mit drei Amerikanern den Mount Everest zu besteigen, illegal, ohne Bewilligung der nepalesischen und chinesischen (Tibet) Behörden, ohne Sauerstoff auch. Die frechen Vier scheiterten und wurden in Alpinistenkreisen zu Unpersonen. Bis mit Reinhold Messner und anderen eine neue Kletterära anbrach, in der plötzlich Duttle und seine Compagnons als Helden und Pioniere eines neuen Direktstils dastanden. Man lese diese Lebensgeschichte, die es übrigens auch als Buch gibt - sie ist so zerklüftet und abgründig wie der Himalaya.

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