Sportarten für die sich keiner interessiert (17: Retro Running)

Credit: flickr/Roby Ferrari

Am 7. und 8. August findet in Kapfenberg (Österreich) die Weltmeisterschaft der Rückwärtsläufer statt. Grund genug dieser Sportart einen Artikel zu widmen und sie  kurz vorzustellen.

 

Rücken voran, Zehen nach hinten

In Punkto Technik gibt es wirklich nicht viel zu erklären, man läuft einfach rückwärts. Ganz nach dem Motto “Rücken voran, Zehen nach hinten”.

Geschichte

Die Idee des Rückwärtslaufens gibt es schon lange. Bereits 1826 wurde dieser Kunstlauf zum ersten Mal erwähnt. Als Pionier in Sachen Retro Running gilt der Franzose Christian Grollé, der sich seit 1978 mit dieser Laufart beschäftigt. 1992 fand in Poviglio (Italien) der erste Rückwärtswettkampf in Europa statt. Mittlerweile gibt es Rückwärtsläufe auch in vielen anderen Ländern.

Loslösung aus dem Koordinationstraining

Bisher wurde Rückwärtslaufen hauptsächlich als Bestandteil von Koordinations-Trainingseinheiten praktiziert. Es verbessert sehr schnell die allgemeine Koordination, das Gleichgewichtsgefühl und die Körperhaltung. Zusätzlich wird das generelle Bewegungsrepertoir erweitert und die neu erworbenen Bewegungsmuster können in vielen verschiedenen Situationen eingesetzt werden.

Vorteile gegenüber normalem Laufen

Der größte Vorteil liegt wohl darin, dass Retro Running in den meisten Fällen gelenkschonender ist als Vorwärtslaufen. Das liegt daran, dass man beim Rückwärtslaufen als erstes Zehen und Fußballen am Boden aufsetzt und so mithilfe der Wadenmuskulatur die Stoßbelastungen auf den Fuß wesentlich besser absorbieren kann. Im Verlgeich dazu setzen die meisten Menschen beim Vorwärtslaufen die Ferse zuerst auf den Boden auf, wodurch die komplette Stoßbelastung auf den Fuß übertragen wird.

Des weiteren können durch Rückwärtslaufen Muskuläre Dysbalancen ausgeglichen bzw. vermieden werden, da andere Muskelgruppen vermehrt beansprucht werden.

Eventuell kann es auch zu einem erhöhten Energieverbrauch beim Rückwärtslaufen kommen, was aber wohl eher mit der schlechteren Laufökonomie in Verbindung gebracht werden kann.

Rekorde

Im Rückwärtslaufen wurden auch schon unglaubliche Schnelligkeits-Rekorde aufgestellt:

100 m -   13,6 Sekunden

200 m -   31,56 Sekunden

1000 m -   3 Minuten 20,09 Sekunden

10 000 m -   45 Minuten 37 Sekunden

Marathon -   3 Stunden 53 Minuten 17 Sekunden

Videos und weitere Informationen

Ein recht unterhaltsames Video von einem Rückwärtsläufer aus Lettland seht ihr hier (man beachte den stylischen Helm aus dem Eigenbau ;) )

Den Weltrekordlauf einer 4 x 100 Meter Staffel im Retro Running gibts hier

Mehr Informationen zum Retro Running findet ihr auf Wikipedia und dem deutschen Retro Running Webportal.

Quellen:

Wikipedia

Artikel auf orf.at

Artikel vom Spiegel Online

 


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