Spiele-Review: Tokyo Mirage Sessions #FE [Nintendo Switch]

Bei „Tokyo Mirage Sessions #FE" handelt es sich um einen Crossover-Titel, der die beiden Welten von „Fire Emblem" und „Shin Megami Tensei" vereint. Ursprünglich wurde das Spiel vor knapp vier Jahren erstmals für die Wii U veröffentlicht und schaffte nun den Sprung auf die Nintendo Switch. Ob und wie uns das Spiel gefallen, erfährt ihr in unserer Review.

Idols VS. „Mirages"

In Tokyo verschwinden Menschen auf unerklärlicherweise. Auch Tsubasa Oribes ältere Schwester Ayaha gilt seit geraumer Zeit als vermisst. Die Jahre vergehen und in Tsubasa wächst der Wunsch genau wie ihre Schwester ein beliebtes „Idol" zu werden. Eines Tages fasst sie all ihren Mut zusammen und bewirbt sich für ein offenes Casting. Doch während ihrer Präsentation greifen sogenannte „Mirages" an und entführen Tsubasa in eine Paralellwelt, die „Idolasphere" genannt wird.

Ihr Sandkastenfreund Itsuki Aoi, der zufälligerweise auch beim Casting war, versucht sie nun zu retten und dringt in die Paralellwelt ein. Dort angekommen, trifft dieser auf den „Fire Emblem"-Charakter Chrom mit dem er sich zusammen schließt und gegen die „Mirages" kämpft. Zeitgleich konnte sich Tsubasa aus den Fängen ihres Entführers befreien, da sie sich mit „Caeda" (ebenfalls aus dem „Fire Emblem"-Universum bekannt) zusammengeschlossen hat. Mit ihren neuen Kräften können Tsubasa und Itsuki das Böse vorerst aus dem Weg räumen. Nach ihrem Kampf treffen die beiden auf Touma, dem besten Freund von Itsuk, der sich zu ihrer Überraschung ebenfalls als „Mirage"-Meister entpuppt.

Um das Geheimnis der „Mirages" zu lüften und Ayaha zu finden, kämpft das Trio fortan gemeinsam. Hierfür werden die drei bei einer Idol-Agentur unter Vertrag genommen, die im Schatten gegen feindliche Mirages kämpft.

Auch wenn man nicht mit „Fire Emblem" und „Shin Megami Tensei" bekannt ist, wie es bei uns der Fall war, kann man der Handlung sehr gut folgen. Besonderes Hintergrundwissen ist zwar nicht dringend notwendig, aber schadet natürlich nicht.

Spiele-Review: Tokyo Mirage Sessions #FE [Nintendo Switch]
Mit Tanzen und Singen gegen das Böse kämpfen

In „Tokyo Mirage Sessions #FE" laufen die Kämpfe rundenbasiert ab. In einer Folge von Angriffen müssen wir daher versuchen die Schwachpunkte unserer Gegner herauszufinden und ihnen soviel Schaden zufügen, wie möglich. Das Besondere: Haben wir eine Schwachstelle entdeckt, so wird diese automatisch aufgezeichnet und mit einem Ausrufezeichen kenntlich gemacht.

Falls bestimmte Vorraussetzungen erfüllt sind, können wir zudem „Session"-Angriffe durchführen. Hierbei handelt es sich um Kombinationsangriffe, die heftigen Schaden beim Gegner verursachen. Die „Sessions" sind nicht nur schön anzusehen, sondern erinnern auch an Bühnenauftritte, die uns positiv im Gedächtnis geblieben sind. Im weiteren Spielverlauf können diese ergänzt oder durch neue „Session"-Angriffe erweitert werden. Sollten wir jedoch auf einen Feind stoßen, der zu stark erscheint, können wir auch die Flucht ergreifen. Doch seid gewarnt: Die Fluchtversuche klappen nicht immer auf Anhieb.

Japanische Popkultur vom Feinsten

Gleich zu Beginn des Spiels wird klar, dass die japanische Popkultur der Dreh- und Angelpunkt in „Tokyo Mirage Sessions #FE" ist. Dies wird unter anderem durch die knallbunte, skurrile und zugleich übertriebene Welt deutlich. Insbesondere wird die „Idol"-Szene, die in Japan sehr populär ist, näher beleuchtet. Daher ist es auch keine große Überraschung, dass die Musik die wohl größte Stärke von „Tokyo Mirage Sessions #FE" ist. Hinzu kommen die beeindruckenden Zwischensequenzen bzw. Events, die uns in typischer Anime-Manier präsentiert werden.

Abseits des Kampfes können wir durch Tokyo schlendern und an zahlreichen Nebenmissionen teilnehmen, die im Spiel als „Side Stories" bezeichnet werden. Im Fokus dieser Quests stehen die Charaktere, die Seite an Seite von Itsuki kämpfen. Anders als erwartet sind die Nebenmissionen sehr abwechslungsreich und unterhaltsam. Darüber hinaus können wir Gesangs- und Tanzeinheiten absolvieren und unsere Charaktere nach Herzenslust anpassen. Und wie es zu einem Rollenspiel gehört, können wir auch neue Waffen herstellen und unsere Fähigkeiten verbessern.

Spiele-Review: Tokyo Mirage Sessions #FE [Nintendo Switch]© 2019 Nintendo.
Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Zwar weiß „Tokyo Mirage Sessions #FE" durchaus zu überzeugen, aber es mangelt an den grundlegenden Funktionalitäten. Hier soll unter anderem das Fehlen der automatischen Speicherung erwähnt werden. Hätten wir dies zu Beginn des Spiels gewusst, dann hätten wir uns sehr viel Frustration und Ärger gespart. Daher empfehlen wir euch so oft wie möglich manuell zu speichern. Schade ist zudem, dass auf eine deutsche Untertitelung vollkommen verzichtet wurde. So wird im Spiel ausschließlich Japanisch gesprochen, während auf Englisch oder Französisch gelesen werden muss.

Im TV-Modus wirkt das Bild ein wenig unscharf, während uns im Handheld-Modus keinerlei Mankos aufgefallen ist. Für unsere Review wurde daher überwiegend im portablen Modus getestet.

Fazit

„Tokyo Mirage Sessions #FE" ist ein sehr unterhaltsames Rollenspiel für die Nintendo Switch. Insbesondere die Musik und die animierten Zwischensequenzen machen dieses Spiel zu einem echten Highlight. Darüber hinaus erhalten wir einen sehr guten Einblick in die japanische Popkultur, die skurril, bunt und sehr übertrieben wirkt. Ein weiterer Pluspunkt sind die zuvor veröffentlichten Wii-U-DLCs, die in der Switch-Version bereits integriert sind. Allerdings kommt der Titel nicht ohne Schwächen aus. So müssen wir auf eine automatische Speicherfunktion verzichten und es gibt keine deutsche Untertitelung.

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