Sonntag, 08. August 2010, 17:00 Uhr auf Arte Doku über Frauenpreisträgerin Seyran Ates

Die Juristin Seyran Ates kämpft für Freiheit und Bürgerrechte von Frauen und Kindern. Unerschrocken verteidigt sie ihre fortschrittliche Vision des Islam, in der Frauen gleichberechtigt sind. Die Dokumentation zeichnet das bewegte Leben der Frauenrechtlerin nach. Zeigt ihre Entwicklung von einem Mädchen, das zu Hause eingesperrt wird, zu einer ehrgeizigen Schülerin, die vor der Gewalt in ihrer Familie flieht. Glänzend besteht sie ihr Abitur, beginnt zu studieren und jobbt in einer Beratungsstelle für türkische und kurdische Frauen. Dort wird sie 1984 aus nächster Nähe angeschossen und lebensgefährlich verletzt. Doch das schreckliche Erlebnis verleiht ihr auch neue Stärke, sich als Anwältin für ein selbstbestimmtes Leben der Frauen einzusetzen. Lange Jahre kämpft sie gegen Zwangsheiraten und Ehrenmorde. In der Dokumentation spricht Seyran Ates erstmals über ihre Tochter und stellt ihre Familie vor, mit der sie sich nach langen Auseinandersetzungen wieder versöhnt hat. Seit der Aufgabe ihrer Kanzlei schreibt sie Bücher und Drehbücher, ihr letztes Werk trägt den provokanten Titel "Der Islam braucht eine sexuelle Revolution". Ihr Mut, über ein Tabuthema zu schreiben, hat erneut zu Morddrohungen geführt, so dass Seyran Ates sich jetzt vollständig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat.
Die Aufnahmen zu dieser Dokumentation sind zuvor entstanden.
Weiterlesen auf AVIVA Berlin:
"Der Islam braucht eine sexuelle Revolution" von Seyran Ates
"Der Multikulti-Irrtum" von Seyran Ates.
"Große Reise ins Feuer" von Seyran Ates
Weitere Infos finden Sie unter: www.arte.tv