Soba-Nudeln mit Teriyaki-Gemüse

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Brrrr, ist das kalt! Ich bin definitiv KEIN Wintermensch. Ja, es sieht hübsch aus, wenn alles eingeschneit ist, wenn Bäume, Blumen und Gräser ein weißes Kleid tragen. Die Geräusche sind gedämpft und alles wirkt so wunderbar friedlich. Das mag ich auch. Alles andere jedoch nicht. Die dicken Klamotten und die ständige Aus- und Anplünnerei. Bis die Kinder in ihren Schneehosen und Winterjacken stecken, Schal, Mütze, Handschuhe und Stiefel angezogen haben, bin ich schweißgebadet. Dann selber in die Wintermontur werfen, wobei die Kinder natürlich auch schon wieder anfangen zu jammern und zu quengeln, weil es mittlerweile auch ihnen viel zu heiß geworden ist.

Im Treppenhaus wackelt die Große wie ein Michelin Männchen Stufe für Stufe nach unten, während ich mich mit Taschen, Rucksack und der Kleinen abmühe. Wer schon mal ein sich windendes Kind auf dem Arm hatte weiß, was für Kräfte diese kleinen Biester entwickeln können und wie anstrengend das Ganze ist. Stecken Mutter und Kind noch dazu in glatten und alles andere als grifffesten Daunenjacken, so könnte man all dem absolut eine gewisse Situationskomik zuschreiben. Zumindest von außen betrachtet. Bitte lachen Sie NIE, aber auch niemals laut und öffentlich, falls Sie jemals eine Mutter in einer oben beschriebenen Situation antreffen. Zumindest ich könnte dann für Nichts garantieren! Unten angekommen wird die Kleine, immer noch unter Gebrüll, in den Buggy gesteckt, während mir die Schweißperlen den Rücken hinunterlaufen.

Die Große hat es auf einmal eilig und hüpft beherzt die Stufen auf den Gehweg runter. Ich will noch rufen: „Mach langsam, es könnte glatt sein!“, da steckt sie auch schon kopfüber in einem Schneehaufen. Schnee in Gesicht, Mund und im Kragen der Jacke. Erneutes Gebrüll, diesmal von der Großen, die Kleine hat mittlerweile aufgehört. Irgendwie schaffen wir es zur Tram-Station, nur um Festzustellen, dass aufgrund von zugeschneiten Weichen keine Tram fährt. Also, weiter zu Fuß – irgendwie ist das jetzt auch schon egal. Die Große schimpft vor sich hin – „Kacka-Tag“, „Kacka-Schnee“ und alles „Kacka“, die Kleine mümmelt ein Stück Brezel und ich weiß genau, womit ich mich heute Abend belohne: einer asiatisch angehauchten Pasta mit Soba-Nudeln und Teriyaki-Gemüse. Dazu ein schönes Glas Rotwein. Echtes Soul Food eben.

Soba-Nudeln mit Teriyaki-Gemüse | Madame Cuisine Rezept

Zutaten für 2-3 Personen

  • 250g braune Champignons
  • 500g Brokkoli
  • 2-3 Stängel
  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 125g Soba-Nudeln
  • 1 Frühlingszwiebel
  • Saft von einer Zitrone
  • 2 EL frisch geriebener Ingwer
  • 1 EL Reisweinessig
  • 3 EL flüssiger Honig
  • 6 EL milde Soja Sauce
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 EL Sesamöl
  • 1 Teel. Sriracha (scharfe Chilisauce aus dem Asiamarkt)
  • Salz und Pfeffer
  • Sesam und rote Chilies zum Servieren

Soba-Nudeln mit Teriyaki-Gemüse | Madame Cuisine Rezept

Zubereitung der Teriyaki-Gemüse-Pfanne

  1. Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Champignons waschen, putzen und je nach Größe vierteln oder halbieren. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
  2. 1 EL Olivenöl mit 2 EL Honig, 2 EL Soja Sauce, 1 EL Reisweinessig und 1 EL geriebenem Ingwer verrühren. Die Teriyaki-Marinade über die Champignons geben und gut miteinander vermengen. In den vorgeheizten Ofen schieben und für 20-25 Minuten garen, dabei zwischendurch immer mal wieder mit einem Löffel durchmischen.
  3. Die Soba-Nudeln in einem großen Topf mit Wasser (kein Salz hinzufügen!) nach Packungsanleitung kochen.
  4. Den Brokkoli waschen, in Röschen teilen und diese ggf. der Länge nach halbieren. Den Grünkohl ebenfalls waschen, vom harten Strunk befreien und in Streifen schneiden.
  5. 2 EL Olivenöl in einem Wok oder einer großen Pfanne erhitzen. Fein gehackte Schalotte und Knoblauch darin unter Rühren glasig dünsten. Brokkoli und Grünkohl hinzufügen und bei mittlerer Hitze für 4-5 Minuten mit andünsten.
  6. In der Zwischenzeit den Zitronensaft mit dem restlichen Ingwer (1 EL), Honig (1 EL), Soja Sauce (4 EL), Sesamöl (1 EL) und 1 Teel. Sriracha Sauce verrühren.
  7. Sobald die Nudeln gar sind, abgießen und zum Gemüse in die Pfanne geben. Sauce dazugeben und alles gut miteinander vermengen. Zum Schluss die Champignons aus dem Backofen samt Teriyaki-Marinade hinzufügen, noch einmal vermengen und ggf. mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  8. Zum Servieren mit Sesam bestreuen und nach Belieben mit fein gehackten Chilies und dünn geschnittener Frühlingszwiebel garnieren.

Soba-Nudeln mit Teriyaki-Gemüse | Madame Cuisine Rezept

Soba-Nudeln mit Teriyaki-Gemüse | Madame Cuisine RezeptSoba-Nudeln mit Teriyaki-Gemüsevon Sonja am 17. Januar 2017

Vorbereitung: 20 Minuten

Koch- bzw. Backzeit: 40 Minuten

Nährwert pro Portion ca.: 420 Kalorien

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