Sihanoukville füllt sich mit neuen Auswanderern

Ich weiss nicht was gerade los ist aber im Moment ströhmen wieder diverse, unerschrockene, deutsche Auswanderer in das schöne kambodschanische Hafenstädtchen Sihanouk Ville. Eine alleinerziehende Mutter mit Kind ist gerade angekommen und ein frisch geschiedener, dynamischer, Webdesigner ist praktisch schon auf dem Weg  hierher. Irgendwann danach müssten dann auch schon die nächsten kommen, kann mich im Moment garnicht daran erinnern wer das ist. Alle hatten im laufe der letzten Monate mal Kontakt per Email mit mir aber ich lege dafür keine Archive an. Neue Emails von Auswanderungswilligen erreichen mich regelmässig. Von all den neuen Bleichgesichtern in den Strassen von Sihanoukville, die man persönlich garnicht kennt und wahrscheinlich auch niemals kennenlernen wird, mal ganz abgesehen. Auch in der Boxschule tauchen plötzlich neue Gesichter auf wie z. B. der nette Belgier der mit seiner belgischen Frau und seinem Sohn erst vor 3 Wochen hier nach Sihanoukville gezogen ist um ein Restaurant zu eröffnen.

Da passt es ganz gut, das das oberste Regierungsmitglied des Landes erst vor ein paar Tagen bei einer Ansprache ans Volk, die im kambodschanischen Fernsehen ausgestrahlt wurde, seinen Untergebenen ganz klar gesagt hat, das man freundlich zu den Ausländern sein soll und das es auch unhöflich ist dem Ausländer mehr Geld für die Ware abzuknöpfen als dem kambodschanischen Landsman u.s.w.. Der Schritt in die richtige Richtung wie ich finde, wobei ich ganz klar sagen muss, das ein Kambodschaner in all der Zeit noch niemals unhöflich zu mir war. Eine Ausnahme gab es jedoch heute Morgen im Strassenverkehr auf der Eckareach Street, wo ich mir ein kurzes aber lautes Wortgefecht mit einer recht attraktiven, Mofa fahrenden, jungen Dame lieferte die zumindest so gut Englisch gesprochen hat, das sie mir ein klar verständliches “Fuck you!” zurief als ich mich über ihre ignorante, gefährliche Fahrweise erboste.

Von der Auswandererfamilie die mit dem Filmreif TV Team hier angereist sind habe ich nur soviel Informationen, als das sie bisher wohl glücklich und zufrieden in ihrem gemieteten Häuschen leben, nur die richtige Geschäftsidee scheint Vater Sascha noch nicht gefunden zu haben, weil es ist natürlich auch nicht einfach irgendetwas von Null auf Hundert, aus dem Hut zu zaubern was die Familie ernähren soll. Vielleicht bietet ja die bevorstehende Hauptsaison neue Anreize und Ideen zu einer Selbstständigkeit.

Leo hat vorsichtshalber im “The Bavarian” Restaurant heute schon mal den Stammtisch verlängern lassen und auch neue karierte Tischdecken gekauft, jo mei sollt doa ein neues Zeitalter anbrechen? Wie auch immer, wir sehen hier jedenfalls wieder einer interessanten Zeit entegegen, mit neuen Menschen, die alles auf eine Karte gesetzt haben und sich in das aufregende, tropische Abenteuer “Kambodscha” gestürzt haben. Sie können alles verlieren oder vielleicht auch etwas gewinnen, sie können dafür mit dem Leben bezahlen oder die Rechnung ohne den Wirt machen. Alles ist offen keiner gewinnt, Kambodscha wie es singt und lacht.

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Hehe, die Idee betr. die Verlängerung des Stammtisches ist gut. ;)


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