Sigrid Pilz: von Traumjobs kann man nie genug kriegen

Sigrid Pilz: von Traumjobs kann man nie genug kriegen
Sigrid Pilz: von Traumjobs kann man nie genug kriegen

„Ich bin in der aktuellen Periode nun Abgeordnete und Gemeinderätin, mach Gesundheitspolitik, … in einem Ministerium … Leiterin eines Jugendhauses …“

So stellte sich 2009 Dr. Sigrid Pilz den Wiener Grünen vor:
Ich kandidier http://www.youtube.com/watch?v=wNQAwxZYnsE  

Aus dem Gestammel kommt kaum hervor, dass Pilz (übrigens nicht verwandt mit Peter Pilz) schon 2007 als das Mitglied des Wiener Gemeinderats geoutet wurde, das die höchsten Nebeneinkünfte einstreifen konnte:
Als Teilzeitbeschäftigte im Familienministerium und
Lehrbeauftragte der Uni Innsbruck bezieht sie 2520 Euro brutto – und zwar 14 Mal im Jahr. Inklusive Abgeordneten-Gehalt (14 Mal 6097,9 Euro)
verdient Pilz also jährlich 120.650,6 Euro.
http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/344293/SPOe-bremst-bei-GehaltsStriptease

Wenn sich Pilz bei 5:00 des obigen Videos damit rühmt, durch ihre Verfassungsklage ein paar Spitzenverdiener unter den Ärzten geärgert zu haben“, war das zwar inhaltlich falsch (der Verfassungsgerichtshof hat nicht die im Wiener Landesrecht bereits festgelegte Einhebung der Klassegelder für gesetzeswidrig erachtet, sondern nur kritisiert, dass hier Wien schon damals etwas rechtlich geregelt hat, das in einem Bundesgesetzt offen geblieben war. Durch die gesetzlichen Anpassungen hat sich nichts an der Verteilung geändert), aber angesichts ihres eigenen Einkommens (nochmals bereits 2007!!), hätten den Gag ihre Wähler vielleicht weniger lustig gefunden.

Seit Juni 2012 ist Frau Dr. Sigrid Pilz Patientenanwältin und bekommt dafür natürlich einen Sondervertrag.

Sie verdient künftig exakt 12.753 Euro im Monat.
Auf Grund der bisherigen beruflichen Tätigkeit und ihres Lebensalters erscheint ein Gehalt in der angeführten Höhe angemessen.” So lautet die Begründung der Stadt für den Sondervertrag der grünen Ex-Mandatarin, die damit rund 1400 Euro mehr verdient als ihr Vorgänger Konrad Brustbauer.
Margot Ham-Rubisch, bisher im Rathausklub der Grünen für Gesundheitsthemen zuständig, wird ihr Wechsel in die Patientenanwaltschaft mit 4800 Euro versüßt.
http://www.heute.at/news/oesterreich/wien/art23652,779770

Wenn Patientenanwältin, so wie sie es in Interviews zum besten gab (http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/politik/464441_Gruen-Gemeinderaetin-Pilz-ist-neue-Wiener-Patientenanwaeltin.html)

Schlicht und einfach ihr Traumjob“

gewesen wäre, dann hätte es doch wohl nicht eines wohl dotierten Sondervertrages bedurft, um sie aus dem Gemeinderat zu locken. 
Der Presseartikel aus 2007 läßt doch eher vermuten, dass Frau Dr. Pilz einfach keinen Einkommensverlust akzeptieren wollte, wenn sie sich um die Anliegen der PatientInnen kümmern muss. Wobei die Detailarbeit ohnehin weiterhin vom Stab erledigt wird, und auch Ihre Parteifreundin Ham-Rubisch viel vom Alltagsgeschäft wegarbeiten wird.
Ich habe keine Informationen darüber finden können, welche der anderen Nebenbeschäftigungen Frau Pilz aufgegeben hat, gesagt hat sie nur, dass sie die politischen Funktionen aufgeben wird.
“Unglaublich wie schnell Grundsätze am Trog biologisch abbaubar sind”, kritisiert BZÖ-Wien Chef Michael Tscharnutter die Bestellung von Sigrid Pilz.
http://www.wien-heute.at/p-62654.php

Und der Wiener ÖVP-Obmann Manfred Juraczka fügte hinzu: „bleibt nur zu hoffen, dass sich Pilz, die inhaltlich durchaus als versiert gilt, ihrer Verantwortung bewusst ist, für die Interessen der Patientinnen und Patienten eintritt und sich nicht ihren roten und grünen Freunden verpflichtet fühlt“.
http://wien.orf.at/news/stories/2536858/

Wenn man nun liest, wie Pilz ihre neue Funktion in den Dienst derer stellt, die unter dem Titel einer „elektronischen Krankenakte“ und einer „Gesundheitsreform“ eine Machtänderung im Österreichischen Gesundheitswesens durchboxen,
dann kann man nur festhalten, dass die unser Steuergeld gut in Frau Pilz angelegt haben.

Nur als kleiner Nachtrag,
noch bevor (!) Stadträtin Wehsely das Wiener Spitalskonzept 2030 via APA am 17.3.2011 (14:51) hinaus posaunte
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110317_OTS0256/spoe-klubtagung-rust-sp-wehsely-praesentiert-wiener-spitalskonzept-2030-1

erreichte mich schon Frau Pilz und ihr Kotau:
Spitalsreform ist Meilenstein für moderne Gesundheitsversorgung in Wien
Fit für die Zukunft
Der Planungshorizont 2030 für die endgültige Realisierung der Gesundheitsstrategie beweist, dass die Stadtregierung Verantwortung übernimmt,
http://wien.gruene.at/2011/03/17/spitalsreform

Links:
Gesundheitsreform: Seh ich weg von dem Fleck, ist die Ärztekammer weg?
http://derstandard.at/1353206671643/Gesundheitsreform-Wenn-Standesvertreter-zu-Wutbuergern-werden
Patientenanwältin Pilz: “Die jetzige Situation ist um nichts sicherer”
http://derstandard.at/1350261402324/Die-jetzige-Situation-ist-um-nichts-sicherer
 


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