Sie war die heißeste Mitarbeiterin in unserer Firma

Ja, sie war die heißeste Mitarbeiterin in unserer Firma. Etwas größer als die Anderen, eine tolle Figur und ein hübsches Gesicht. Sie hatte als einzige in der Belegschaft diesen gewissen Blick, bei dem ein Mann schon mal nervös werden kann. Selbstverständlich hat sie es auch bei mir versucht aber die 21 jährige Khmer-Schönheit aus der Qualitätskontrolle musste lernen, das ihr Chef weiß wie man sich professionell verhält. Ganz anders war es bei einem unserer männlichen Führungskräfte, ein junger, verheirateter Mann, der einen kleinen Sohn hat und der schon Jahre bei mir arbeitet.

Schon seit einiger Zeit konnte man beobachten wie die Beiden ganz offen und ungeniert während der Arbeit miteinander turtelten und da in Kambodscha Sitten und Moral in der Öffentlichkeit sehr konservativ gehandhabt werden, sorgte ihr Verhaltend für Getuschel unter den Kolleginnen. Mit jedem Tag wickelte die junge Dame unseren Teamleiter ein Stück weiter um den Finger und trieb ihn letztendlich dazu Frau und Kind zu verlassen um mit ihr in eine unüberlegte, ungewisse Zukunft durchzubrennen.

Das sah dann so aus, das sich die Beiden vor ein paar Tagen einfach aus dem Staub gemacht haben und seitdem auch nicht mehr zur Arbeit erschienen sind. Bei meinem Assistenten lief das Telefon heiß, unaufhörlich riefen die Ehefrau und besorgte Familienmitglieder an und wollten wissen ob wir irgendetwas neues von den Beiden wüssten. Samstag Abend bekam mein Assistent dann unseren Teamleiter ans Telefon um ihm ins Gewissen zu reden. Unser Romeo verstand sofort, das ihm diese Aktion nicht nur die Ehe kosten würde, sondern er auch seinen Job verliert wenn er nicht am Monatg wieder pünktlich auf der Matte steht.

Als er dann heute bei mir ganz kleinlaut im Büro saß kam raus, das ihn seine Frau bereits rausgeschmissen hat und er in Sihanoukville nun keine Bleibe mehr hat. Genau genommen besitzt er nur noch die Klamotten, die er am Leibe trägt. Seine neue Freundin war er auch los, dafür hat ihre Familie sofort gesorgt und alle Kontakte abgebrochen (auch zur Firma). Kein kambodschanischer Vater würde jemals dulden, das seine Tochter ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann aus der Nachbarschaft hat.

Die gute Nachricht war, das er sich mit seiner nun Ex-Frau geeinigt hat, das sie das gesamte Habe der Beiden behält (einschliesslich Motorrad), er aber dafür zukünftig seinen vollen Monatslohn für sich in Anspruch nehmen darf. Er kann auch weiter bei uns arbeiten denn gute Leute sind in Kambodscha schwer zu finden. Zum Glück haben wir im Firmengebäude noch ein Zimmer frei wo wir Romeo erstmal einquartieren können. Seine Kolleginnen hatten ihn bereits mit Lebensmitteln versorgt und ich habe ihm etwas Geld gegeben damit er sich eine Zahnbürste und Seife kaufen kann.

Die ehemals heisseste Mitarbeiterin unserer Firma werden wir wohl nicht wiedersehen.