SEINSORIENTIERTE KÖRPERTHERAPIE (135): Entregungsprozesse im therapeutischen Setting

SEINSORIENTIERTE KÖRPERTHERAPIE (135): Entregungsprozesse im therapeutischen Setting

Foto: pixabay

Das Entregungsphänomen weist einen Weg in das innere Universum der Körperseele. Es ähnelt in mancherlei Hinsicht der Medition, allerdings mit dem Unterscheidungsmerkmal, dass die durchgängige geistige Zentrierung, die bei der Meditation eine zentrale Rolle spielt, bei Entregungsprozessen keine Bedeutung hat.
Dennoch gibt es, wie wir sehen werden, Übereinstimmungen, vor allem auf der Ebene dessen, was äußerlich sichtbar wird. In dieser Hinsicht könnte man also durchaus bei den Entregungsprozessen  als »Meditieren in Kontakt« oder »Meditation zu zweit« sprechen.
Das, was wir bis zu diesem Punkt als Anwendungpraxis von Körpertherapie beschrieben haben, bewegt sich noch »irgendwie« in dem traditionellen Modell  der Interaktionen von Therapeut und Klient. Der Therapeut bietet eine bestimmte Herangehensweise an, die den Klienten in seiner Entwicklung fördert. Das Setting, das daraus resultiert, reflektiert nicht nur definierte soziale Rollen, nicht nur eine subtile Machtstruktur. Auch die Prämisse einer definierten Ordnung des Bewusstseins und der Bewusstheit ist hier enthalten.
Diese Prämisse trägt nämlich in sich, dass der Therapeut derjenige ist, der die bewusste Führung und Kontrolle über alle Vorgänge im Rahmen des therapeutischen Settings besitzt. Der Klient hingegen darf im Rahmen dieses Arbeitsbündnisses, natürlich innerhalb bestimmter, bisweilen weit gefasster Grenzen; regredieren, agieren, übertragen, was das Zeug hält. Denn der Therapeut bleibt stets derjenige, der das Steuerrad des Fahrzeugs in den Händen hält.
Ein Regredieren oder Agieren des Therapeuten wäre kontraindiziert und arg unprofessionell, oder?
Das heißt aber auch, dass es hier um die Kontrolle dessen geht, was in einer Sitzung geschieht. Der unausgesprochene Konsens besteht also darin, dass der Therapeut nicht nur die professionelle Verantwortung, sondern auch die kognitive Kontrolle darüber besitzen sollte, was vor sich geht.
Was muss da eigentlich durch den Therapeuten kontrolliert werden? Wie stellt er das an?  Kontrolliert er den Klienten, sich selbst, oder beide?
(Fortsetzung folgt)

wallpaper-1019588
Es geht weiter mit der Mittelschicht
wallpaper-1019588
Game development for solar water pumps? – Interview with Jens Lorentz from BERNT LORENTZ GmbH
wallpaper-1019588
Ordentlich Power unter der Haube: Der legendäre BRIO Rennwagen mit Fernsteuerung & VERLOSUNG
wallpaper-1019588
Stielmus, Linsen und Huhn
wallpaper-1019588
{Rezension} Die Arche Neo von Stéphane Betbeder & Paul Frichet
wallpaper-1019588
Dresdner Kunstgalerie INSPIRE ART – seit über 15 Jahren junge, neue & etablierte Kunst – auch online
wallpaper-1019588
Wolken – Gedicht vom 26.02.2020
wallpaper-1019588
Tumbbad (2018)