Seelenlieder.


Es fängt ganz leise an.
Still. So still, dass man seinen eigenen Herzschlag hört. Der vertraute Rhythmus, wie ein Metronom, der uns den Takt des Lebens schlägt.Mit dem ersten Ton, den wir hörenund den wir erzeugenbeginnt die Melodie.Unsere Melodie.Jeder Moment, ein einzelner Ton,so unbedeutend und kleingefühllos und schwach.Diese Töne sind verklungen, noch ehe wir sie erfassenund schon folgt der nächste.Bald darauf ein lauter Ton.Bald ein leiser.Bald schnell.Bald langsam.Bald schon werden sie immer lauterImmer lauter bis zum Höhepunkt,Bald schon verebben sie und werden so leisedass man Angst hat, dass keine mehr kommen.Jeder Ton gehört zum anderen.Sie verketten sich.Die Kette wird lang.So lang, schwebend und leicht.Und wenn es wieder langsam leiser wird,schaut man zurück auf ein Orchesterauf ein wunderschönes Werkbestehend aus vielen kleinen, vergänglichen Tönen.Bis sie langsam verstummen und man nur noch den Takt hört.Dann wird es wieder still.

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