Schlaf und das Risiko zu erkranken



Die Auswirkungen von schlechtem oder zu kurzem Schlaf sind vielen Menschen nicht bewusst. Dabei kann Schlafmangel enorme Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben. Und dies nicht nur kurzfristig nach einer durchwachten Nacht, sondern besonders im Hinblick auf die Langzeitfolgen.

Neueste Erkenntnisse belegen, dass Personen, die nicht ausreichend schlafen, ein erhöhtes Risiko für chronische Erkrankungen aufweisen. Heute wissen wir nicht nur, dass Schlaf kein Luxus ist, sondern ein elementares Bedürfnis unseres Körpers darstellt. Wir wissen mittlerweile aber auch, warum das so ist.

Schlaf und das Risiko zu erkranken

Zusammenhang
Wer den ganzen Tag über „funktionieren“ will, der muss in der Nacht ausreichend Schlaf tanken. Wer weiß es nicht? Denn schließlich hat jeder von uns schon einmal nicht oder nur sehr wenig geschlafen und war am nächsten Tag müde, unkonzentriert, unmotiviert und kraftlos. Ganz abgesehen von der schlechten Laune und Gereiztheit. Doch wissen Sie auch, dass regelmäßiger Schlafmangel das Risiko von chronischen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Diabetes deutlich erhöht? Letztlich führt Schlafmangel sogar zu einer verkürzten Lebenserwartung. Aber auch zu viel Schlaf kann schädlich und Ursache von Erkrankungen sein.

Studien zu Schlafdauer und chronische Krankheit
Die Forschung bedient sich heutzutage vornehmlich dreier Studientypen, um den Zusammenhang zwischen Schlafgewohnheiten und Krankheiten besser verstehen zu lernen.

Beim Schlafentzug entzieht man den gesunden Probanden den Schlaf. Dabei wird überprüft, wie sich dieser Entzug auf den Körper auswirkt. Dabei werden insbesondere der Blutdruck, Blutzuckergehalt und Entzündungsmarker erfasst.

Die Querschnitt-Studien befassen sich hauptsächlich mit der Auswertung von Fragebögen. Dabei werden Angaben zur üblichen Schlafdauer und Krankheitsbildern einer größeren Probandenzahl aufgenommen und ausgewertet. Allerdings können diese Studien keine Auskunft darüber geben, ob die Krankheit Ursache für den schlechten Schlaf ist oder der schlechte Schlaf die Krankheit verursacht. Man hat da also das „Henne-Ei-Problem“.
Am sichersten sind aussagefähigsten sind Langzeitstudien. Hierbei werden die Probanden und deren Schlafgewohnheiten sowie Krankheitsverläufe über einen längeren Zeitraum beobachtet. Die Personen sind zu Beginn der Untersuchung gesund. Wenn man so will, handelt es sich um eine auf lange Zeit ausgedehnte Schlafentzugs-Studie. Es gibt zwar noch keine Belege dafür, dass die Schlafqualität eine Krankheit verursachen oder die Schwere beeinträchtigen kann. Die Ergebnisse neuster Studie lassen aber die Vermutung zu, dass dies sehr wahrscheinlich ist.

Im Folgenden ein paar Erkenntnisse aus den erklärten Untersuchungsmethoden:

Immunsystem
Wenn wir krank sind, ist es selbstverständlich, dass wir im Bett bleiben. Ein Grund dafür ist unser Immunsystem. Denn der Kampf gegen die Eindringe in unserem Körper macht müde. Wer also mehr schläft, so eine Studie, sollte Infektionen besser bekämpfen als eine weniger gut schlafende Person. In Tierversuchen wurde diese Theorie bestätigt. Kranke Tiere, die tiefer und länger schliefen, hatten eine deutlich bessere Überlebenschance.

Fettleibigkeit
Wer schlecht oder wenig schläft nimmt zu. Das belegen andere Studien. Wer beispielsweise für gewöhnlich weniger als sechs Stunden schläft, hat einen eher über dem Durchschnitt liegenden Body Mass Index (BMI). Den niedrigsten BMI haben Menschen, die durchschnittlich acht Stunden schlafen.

Zum Beispiel haben Studien gezeigt, dass Menschen, die gewöhnlich weniger als sechs Stunden pro Nacht schlafen, viel eher einen überdurchschnittlichen Body Mass Index (BMI) haben und Menschen, die acht Stunden schlafen, den niedrigsten BMI haben. So nicht ausreichender Schlaf neben Bewegungsmangel und Überernährung der dritte Risikofaktor, Übergewicht zu haben.
Die Forschung erkennt mehr und mehr die Zusammenhänge zwischen Schlaf, Stoffwechsel und Appetit. Während des Schlafes produziert unser Körper Hormone, die den Energiestoffwechsel und den Appetit kontrollieren. Bei zu wenig Schlaf, wird die Produktion des Stresshormons „Cortisol“ erhöht. Zudem wird die Produktion von Insulin gesteigert. Insulin steuert die Verarbeitung von Glucose und fördert die Einlagerung von Fetten. Zu wenig Schlaf führt dann also zu einem Ungleichgewicht der Hormone und zur Gewichtszunahme.

Diabetes
Schlafmangel kann zu Typ 2 Diabetes führen. In einer kurzzeitigen Studie war erkennbar, dass die gesunden Probanden mit durchschnittlich vier bis achten Schlaf, die Glucose viel langsamer verarbeiteten, als solche, die deutlich mehr schliefen. Die langsamere Verarbeitung der Glucose bedeutet ein stark erhöhtes Risiko, Diabetes zu entwickeln.

Herzkrankheiten und Bluthochdruck
Personen, die unter Hypertonie leiden, haben nach einer Nacht mit unzureichendem Schlaf einen höheren Blutdruck als normalerweise.
Bei Frauen, so eine andere Studie, erhöht zu wenig Schlaf (weniger als sechs Stunden) die Gefahr, von koronaren Herzerkrankungen betroffen zu sein.

Stimmungsschwankungen
Schon eine schlaflose Nacht, kann dazu führen, dass wir gereizt und schlecht gelaunt sind. Daher ist es nicht verwunderlich, dass chronische Schlafprobleme zu Depressionen oder anderen chronischen Stimmungsstörungen führen kann. So fühlen sich Studienteilnehmer mit weniger als vier Stunden Schlaf oft gestresst, traurig, wütend oder geistig matt. Ihnen fehlt es an Optimismus und dem Bedarf am Kontakt zu anderen Menschen. Erhalten diese Menschen wieder genug Schlaf, verschwinden diese Symptome schlagartig.

Alkohol
Menschen, die Alkohol trinken, schlafen für gewöhnlich schlechter. Dafür gibt es folgenden Grund: Zunächst wirkt der Alkohol wie ein Beruhigungs- oder Einschlafmittel. Doch die Wirkung ist nur von kurzer Dauer und nach wenigen Stunden, beginnt der Alkohol das Gehirn zu stimulieren. Es kommt zu unruhigem Schlaf, der zudem immer wieder durch Aufwachphase unterbrochen wird.

Lebenserwartung
In  Anbetracht der massiven gesundheitlichen Einschränkungen, die durch Schlaflosigkeit verursacht werden können, verwundert es nicht wirklich, dass unzureichender Schlaf mit einer niedrigeren Lebenserwartung einhergeht. Als Ergebnis mehrerer großer Studien, lässt sich sagen, dass weniger als fünf Stunden Schlaf pro Nacht, das Mortalitätsrisiko um fünfzehn Prozent erhöht.
Selbstverständlich kann Schlaflosigkeit aber auch das Symptom einer Erkrankung sein. Reden Sie mit Ihrem Arzt darüber. Er findet sicher die Ursache für Ihr Unwohlsinn. Ganz gleich, ob der nicht ausreichende Schlaf die Ursache für Ihre Krankheit ist oder die Krankheit die Schlafstörungen verursacht.


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