Salzburger Festspiele -wohin man fernschaut!

Salzburger Festspiele -wohin man fernschaut!
(Jonas Kaufmann als Gott Bacchus, sich wie Narziss spiegelnd)
TV KRITISCH
Salzburger Festspiele - wohin man fernschaut!
Günter Verdin
Die Prosakomödie mit Balletteinlagen mit anschliessender Kammeroper "Ariadne auf Naxos" von Richrd Strauss und Hugo von Hofmannsthal wurde  1912 bei der Premiere in Stuttgart  vom Publikum keineswegs goutiert. Die Neu- Fassung von 1916 eroberte dann die Opernbühnen der Welt. Aber erst 2012 hat die Oper durch eine geniale Idee des Schauspielchefs der Salzburger Festspiele, Sven-Eric Bechtolf , zu einer plausiblen Form gefunden. Bechtolf erweitert die Rahmenhandlung , indem er Hugo von Hofmannsthal  seiner Freundin, der über den frühen Tod ihres Mannes untröstlichen Gräfin Ottonie von Degenfeld-Schonburg, die Handlung von Oper und Vorspiel so plastisch erzählen laesst, dass die beiden in das Geschehen integriert werden. Die Übertragung der musikalisch und darstellerisch brillanten Neuproduktion der Festspiele in 3SAT ist nur mit einem Wort zu beschreiben: erlesen. Das ist vor allem dem Fernsehregisseur Hannes Rossacher zu verdanken, der sich kongenial auf die bildwirksamen Personen-Arrangements Bechtolfs einliess. Wenn Jonas Kaufmann sich als Gott Bacchus, der in der trauernden Ariadne die Lebens- und Liebesgeister weckt, sich wie der Narziss von Caravaggio im Fragment eines Klavierdeckels spiegelt, wird das von Rossacher ebenso sensibel beobachtet wie das Geschwisterpaar in gemeinsamer Trauer, Ariadne und Ottonie.
Im Anschluss an die Opernuebertragung konnte man in einer Spezialausgabe von "Titel, Thesen,Temperamente" in der ARD begutachten, wie der immer ein bisschen baerbeissig wirkende Moderator Dieter Moor langsam aber sicher dem Zauber ( allerdings nicht der neuen "Zauberfloete", die wurde verrissen) Salzburgs erlag. Besonders gelungen war das durch grafische Einblendungen witzig kommentierte Interview mit der zauberhaft kessen lettischen Mezzosopranistin Elina Garanca. Ein wenig von der intelligenten Respektlosigkeit, die Moor auszeichnet, würde ich mir auch von unserer liebenswürdigen und charmanten Barbara Rett wünschen, die die "Ariadne"-Übertragung wie immer zuverlässig und kompetent präsentierte.

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