Rürup ? Bloß nicht !!

Wie funktioniert eigentlich "Rürup"?
Diese oft gestellte Frage könnte man eigentlich kurz und knapp so beantworten: "Gar nicht!".
Das Modell ist recht einfach. Sie zahlen ein, die Beiträge sind steuerlich absetzbar und somit errechnet sich eine schöne Nettorendite. So weit, so falsch.
Denn die Steuerbelastung kommt - und zwar verzögert in der Auszahlphase - wenn auch möglicherweise zu niedrigeren Steuersätzen, weil Sie dann nicht mehr soviel verdienen.
Vielleicht wurden bis dahin aber die Steuern auch mal wieder angehoben ... wer weiß das schon ...?
Davon abgesehen ergibt sich damit nur ein "Steuerstundungsvorteil". Sie leihen sich also quasi in Höhe der sonst fälligen Steuern zinsfrei Geld vom Staat. Das war's auch schon.
Diesem vermeintlichen Vorteil gegenüber stehen gleich mehrere gravierende Nachteile:
Die Renditen sind i.d.R. (kostenbedingt) viel zu gering. Positive Renditen erwirtschaften Sie insgesamt erst, wenn Sie alt genug werde (unterstellt werden für 65-jährige Lebenserwartungen von 89 Jahren, während nach den aktuellen Sterbetafeln die durchschnittliche Lebenserwartung nur 83 Jahre beträgt). Und last but not least: Die Ansprüche sind nicht vererbbar. Das Geld ist weg.
Fazit: Finger weg von der Rürup-Rente!
Die Nachteile überwiegen die vermeintlichen Vorteile bei Weitem!

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