Roze Filmdagen Festival in Amsterdam

Die Popkultur marktgängig zu machen, ist immer ein Risiko, wenn man versucht Festivals oder Kulturevents auf die Beine zu stellen. Heutzutage investieren die Metropolen der Welt viel Geld in Events, Festivals, Konzerte, Ausstellungen und politische Aktionen, um sich auf internationaler Ebene als kosmopolitische und politisch korrekte Stadt zu etablieren. Das Profil einer postmodernen Stadt hat alle diese Zutaten; es gibt keine Homophobie, man darf protestieren, man ist gegenüber Immigranten tolerant, man konsumiert Kunst und Kultur, man hat Respekt vor kultureller Vielfalt und produziert ein neues Wissen. Nichts utopischer als das.

roze filmdagen amsterdam

Die Wahrheit ist aber, dass die Europäische Union von Xenophobie, Homophobie, Frauenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus nur so strömt. Obwohl ziel der Gründung der Europäischen Union die Verhinderung eines weiteren Weltkrieges war, so richtet sich der Krieg nun gegen andere Individuen, meist Minderheiten, die in Europa leben. Mit dem Fall des aktuellen ökonomischen und politischen Systems, sind wir alle Minderheiten. Im Gegensatz zu anderen Orten ist die Toleranz und die politische Präsenz von der LGBT-Community, Immigranten, Feministinnen und antisystemischen Gruppierungen in Europa gängiger. Nichtsdestotrotz besteht weiterhin ein großer Widerspruch zwischen den kulturellen politischen Praxen der Städten und den Aktionen dieser Gruppen.

Dann gibt es das Beispiel eines LGBT-Festivals, in irgendeiner Stadt Europas, sei es auf Kunst, Seminaren, Politik oder Film spezialisiert, das die touristische und ökonomische Attraktivität derselben erhöhen kann. Deshalb haben diese Art von Events eine wichtige Diffusion innerhalb der Künste und anderen Kreationsformen; sie schaffen neue Interessen, kreieren neue Debatten, öffnen neue Dialoge.  Natürlich gibt es nicht viel gegen Festivals einzuwenden. Auf der anderen Seite muss man aber bedenken, wie sie organisiert sind, wer sie finanziert und mit welchen Hintergedanken sich die lokalen Regierungen involvieren. In anderen Worten „dass sie nicht aus deiner Revolution Kapital schlagen“, da nur noch wenig der Kunst übrig bleibt, die noch nicht vermarketet wurde.

Das internationale Filmfestival Roze Filmdagen ist eine großartige Gelegenheit, um das Schwulen-und Lesbenkino der Gegenwart kennenzulernen. Es findet vom 15 bis zum 5. März statt und ist für Researcher und Studenten der Gender Studies. Für mehr Information, besuche die Website des Festivals: http://www.rozefilmdagen.nl/


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