Rot geschmorter Tofu

Rot geschmorter Tofu

Den herrlichen Duft nach rot geschmortem Rind kenne ich noch sehr gut aus meiner Kindheit – mein Vater hat das wunderbar hingekriegt. Hier ein Versuch mit Tofu, der gar nicht mal schlecht ist.

Zutaten

Für vier Personen:

400 g Naturtofu
2 gestr. EL Mehl
2 Schalotten
2 Frühlingszwiebeln
1 dicke Scheibe Ingwer
3 EL neutrales Öl
1 EL Sesamöl
100 ml Wasser
100 ml Sojasauce
100 ml Sherry
2 TL Zucker
2 Tassen Jasmin-Reis oder Basmati-Vollkornreis

Zubereitung

Tofu grob würfeln, Ingwer reiben. Die Würfel mit dem Ingwer und dem Mehl einreiben und eine halbe Stunde ziehen lassen. Sojasauce, Wasser und Zucker mischen, Zucker darin auflösen. Schalotten putzen und in nicht zu feine Ringe schneiden. Frühlingszwiebeln putzen, in ca. 5 cm lange Stücke und diese längs in schmale Streifen scheiden.

4 Tassen Wasser mit etwas Salz für den Reis aufkochen, Reis hineingeben, einmal aufwallen lassen und bei geringer Hitze und aufgelegtem Deckel ca. 20 Minuten köcheln lassen. Danach den Deckel öffnen und nochmals 5 – 10 Minuten bei ebenfalls geringer Hitze die restliche Flüssigkeit verdampfen lassen. Wer keinen Vollkornreis verwendet, nimmt eine Tasser Wasser weniger und kocht ca. 12 Minuten, danach dieselbe Dämpf-Prozedur wie beim Vollkornreis.

Während der Reis kocht, in einer Pfanne das neutrale Öl erhitzen, die Tofuwürfel und die Schalotten darin ca. 3 Minuten anbraten. Mit der Sojasaucen-Mischung ablöschen, aufwallen lassen, Hitze reduzieren, Deckel auflegen und 15 Minuten simmern lassen. Den Sherry zufügen und weitere 15 Minuten simmern lassen – innerhalb dieser Zeit wird die Konsistenz der Sauce leicht sirupartig, daher sollte man öfter mal in den Töpf schauen und vorsichtig rühren.

In der Zwischenzeit die Frühlingszwiebeln im Sesamöl leicht anziehen lassen, sie sollen noch knackig sein. Reis abgießen und mit dem rot geschmorten Tofu und den Frühlingszwiebeln auf den Tellern anrichten. Ich hatte Lust, mir dafür mal wieder ein bisschen mehr Mühe zu geben: Dessert-Ringe (ich habe dafür Sechsecke, die ich sehr spacig finde) kalt ausspülen, auf die Teller setzen. Den heißen Reis so hineinfüllen, dass er schön an den Wänden „klebt“ und in der Mitte eine ordentliche Kuhle zurückbleibt. In diese Kuhle kommt der rot geschmorte Tofu. Form hochziehen und – Tata! Ein paar Frühlingszwiebeln als grünen Farbklecks darüber und drum herum geben. An Gemüsebeilagen passen dazu zum Beispiel gedünsteter Broccoli oder Pak Choi.

Rot schmoren ist übrigens eine Technik der chinesischen Küche, bei der Fleisch oder Fisch lange in Sojasauce und Gewürzen, aber mit sehr wenig Wasser gedünstet wird. Interessant ist, dass der ganze Spaß am Ende gar nicht nach Sojasauce schmeckt, sondern würzig-erdig – und allerdings auch recht salzig. Daher den Reis zum Tofu nicht so kräftig salzen, er soll in diesem Gericht auch ein klein wenig neutralisieren. Für ihn eignen sich als Sorten Basmati- und Jasminreis am besten, bei letzterem bin ich mir allerdings nicht sicher, ob es ihn auch in einer Vollkorn-Variante gibt. Wie auf dem Foto unschwer zu erkennen ist, habe ich diesmal einen italienischen Rundkornreis verwendet, weil ich den noch im Haus hatte – das ist aber zur Nachahmung aufgrund der ganz anderen Konsistenz nicht wirklich zu empfehlen.

Vegan

Der Sherry ist für das Aroma wesentlich. Einen Versuch, ihn durch veganen Weißwein zu ersetzen, sofern Sherry nicht vegan erhältlich sein sollte, ist es wert, auch wenn der Geschmack am Ende natürlich ein anderer sein wird.


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