Rien ne va plus: Wenn nichts mehr geht

Exakt - Die Story | MDR FERNSEHEN | 30.07.2014 | 20:45 Uhr

Rien ne va plus: Wenn nichts mehr geht - Gestresst, erschöpft und ausgebrannt ?!

Bild mdr.de


Erfolg, Leistung, Anerkennung – immer mehr Menschen scheitern an diesen Ansprüchen, die sie bis zur Erschöpfung fordern. Was bedeutet das für uns als Gesellschaft? Welche volkswirtschaftlichen Kosten kommen auf uns zu? "Exakt – Die Story" zeigt hautnah den Alltag Betroffener: Ihre Ängste vor dem eigenen Versagen, permanentes Grübeln, Selbstmordgedanken und die Probleme bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz.
In den vergangenen 15 Jahren ist die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischen Stresses um mehr als 80 Prozent gestiegen. Ärzte kämpfen gegen eine Krankheit, die viele noch immer als Einbildung abtun: Burnout. Tatsache ist: Allein in Deutschland sind rund neun Millionen Menschen depressiv. Manche ein Leben lang.
Ein Betroffener:"Du kannst aus eigener Kraft einfach gar nichts mehr bewegen. Ich lag irgendwann einfach nur noch auf dem Sofa rum, konnte weder Arbeit leisten noch irgendwo mit meiner Frau was unternehmen, und es wurde einfach zunehmend immer schwieriger."
Ob Arbeiter oder Akademiker:Betroffen sind vor allem diejenigen, die sehr leistungsorientiert sind und hohe Ansprüche an sich selbst haben. Doch sich eine Schwäche einzugestehen, gelingt häufig erst, wenn nichts mehr geht. So mancher versucht zunächst, sich selbst zu helfen. Daraus ist ein Millionen Euro schwerer Wirtschaftszweig entstanden: Anti-Burnout-Kurse, Mental-Coaching, Hilfsangebote per Telefon, Nahrungsergänzungsmittel ... Doch dem Leben eine neue Perspektive zu geben, ist häufig nur mit professioneller Hilfe möglich. Auch Meditation und Atemübungen - Elemente des sogenannten Achtsamkeitstrainings - sind wissenschaftlich anerkannt und vielfach eingesetzt, um Depressionen und Burnout zu bekämpfen.
Lange Wartezeit für Arzttermin:In Deutschland fehlen derzeit mindestens 3.000 ambulante Praxen für Psychotherapie. Mittlerweile dauert die durchschnittliche Wartezeit auf ein Gespräch drei Monate, auf dem Land sogar noch zwei Wochen länger. Doch was machen Patienten, die akut betroffen sind, unter massiven Schlafstörungen oder gar Selbstmordgedanken leiden? Zwar wären Krankenhäuser im Rahmen der Notfallversorgung verpflichtet, ein Erstgespräch sofort anzubieten, doch das wissen nur die wenigsten Betroffenen.
Die Ärzte:"Wenn Patienten sehr schwer erkrankt sind, dann sind sie gar nicht in der Lage überhaupt psychotherapeutisch zu interagieren, ein Gespräch zu führen, etwas aufzufassen. Da muss man erst eine medikamentöse Therapie anbieten, sie dabei natürlich begleiten. Und dann - vielleicht so nach zehn Tagen - hat in der Regel die medikamentöse Therapie auch schon eine Linderung gebracht, so dass der Patient bei der Psychotherapie mitmachen kann."
Psychische Erkrankungen sind mittlerweile zur Ursache Nummer eins bei Frühverrentungen geworden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass Depressionen im Jahr 2020 zur zweithäufigsten Krankheit gehören werden. Betroffen sind etwa zwei- bis dreimal so viele Frauen wie Männer.
Was bedeutet das für uns als Gesellschaft?Welche volkswirtschaftlichen Kosten kommen auf uns zu? exakt – DIE STORY zeigt hautnah den Alltag Betroffener: Ihre Ängste vor dem eigenen Versagen, permanentes Grübeln, Selbstmordgedanken und die Probleme bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz. Warum weigern sich Berufsunfähigkeitsversicherungen häufig gerade bei Depressionen zu zahlen? Und: Gibt es wirksame Strategien gegen den Stress am Arbeitsplatz? exakt – DIE STORY spricht mit Betroffenen, Medizinern und Unternehmern und sucht Antworten auf diese Fragen.
Quelle mdr.de 


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