Richterin schmeißt Muslima aus dem Gerichtssaal raus, weil sie Kopftuch trägt

Richterin schmeißt Muslima aus dem Gerichtssaal raus, weil sie Kopftuch trägt

Richterin schmeißt Muslima aus dem Gerichtssaal, weil sie Kopftuch trägt (Foto: Colourbox)

Eine Richterin aus der größten kanadischen Provinz Québec weigerte sich am Donnerstag den Fall einer muslimischen Frau anzuhören, weil sie ein Kopftuch trug. Die Richterin forderte die alleinerziehende Muslima auf, sie solle ihr Kopftuch ausziehen, ansonsten werde sie nicht mit ihr sprechen. 

Richterin schmeißt Muslima aus dem Gerichtssaal raus, weil sie Kopftuch trägt

“Ich fühle, dass ich keine Kanadierin mehr bin”, Rania El-Alloul – Opfer der MuslimFeindlichkeit (CBC)

Eigentlich wollte Rania El-Alloul nur ihr Auto zurück haben. Ihr Sohn soll damit mit einem abgelaufenen Führerschein gefahren sein, weshalb die Polizei es beschlagnahmte. Doch was sie im Gerichtssaal erlebte, wünscht sie sich keiner anderen Frau. “Als die Richterin darauf bestand, dass ich meinen Kopftuch ausziehen soll, fühlte ich mich so als sei ich kein Mensch”, sagt Rania El-Alloul.
Schon kurz nach dem Betreten des Saals, fragte die Richterin die Muslima, warum sie einen Tuch auf dem Kopf habe und als El-Alloul ihr antwortete, weil sie Muslima sei, unterbrach die Richterin die Sitzung für 30 Minuten.
Danach weigerte sich die Richterin mit der muslimischen Frau zu reden, weil sie, ihrer Meinung nach,  “nicht angemessen” gekleidet war und stellte sie vor die Wahl entweder das Kopftuch auszuziehen oder den Saal zu verlassen.

Der Jurist und Mitglied des Muslimischen Forums in Kanada, Sameer Zuberi, verurteilte die Vorgehensweise der Richterin und sagte, es sei normal, dass Menschen mit verschiedenen Bekleidungsarten den Gerichtssaal betreten, jüdische Männer mit Kippa tun das seit Jahrzehnten.

Quellen:
CBC News 

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