Richard K. Breuers „Tiret“

Autoren im Selbstverlag werden erst einmal schräg angeschaut. Wenn man aber mit (bekannten) Schriftstellern spricht, erfährt man, dass die Verlagssuche eben nicht einfach ist. Und dass sich auch in Bestsellerlisten Mist findet, wissen wir alle. Ein Selbstverlag ist also nichts Schlechtes; er bietet sogar neue Chancen, wenn man – wie Richard K. Breuer, der ein künstlerisches Großkonzept abarbeitet – auf moderne Webtechnologien setzt.

Das vorliegende Buch ist der erste Band einer Reihe historischer Kriminalromane, die um die Französische Revolution angesiedelt sind. Man lernt ordentlich etwas bei der Lektüre, die durch Fußnoten, seitenweise Anmerkungen und ein Quellenverzeichnis ergänzt wird. Mittelpunkt ist die Werdung des titelgebenden Helden, der auf der Suche nach seinen Wurzeln ist – und sich damit in große Gefahr begibt. Abgesehen von der wunderschönen Aufmachung beeindruckt der Roman durch Wortwitz, raffinierte Wendungen, tolle Dialoge und, essentiell für den Krimi: viel Spannung.

(8 Punkte)

Richard K. Breuer ist von heute, 18., bis Sonntag, 21. November, auf der Wiener Buchmesse anzutreffen. Stand 732, gegenüber der Messebuchhandlung. Mehr zum Autor und seinem erfreulichen Werk gibt es hier.


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